Vier Augen sehen mehr

Heute geht es im Blog um eine tolle Erfahrung, die ich in den letzten Wochen machen durfte. Vielleicht hast du ähnliches ja ebenfalls bereits erlebt.

Mich erreichte neulich die freudige Nachricht, dass eine Kurzgeschichte von mir für eine Anthologie angenommen wurde. Ja, schon wieder, aber ich freue mich jedes Mal genauso sehr darüber wie beim ersten Mal.

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Frühjahrsputz

Was kann man in dieser Zeit schon groß anderes machen als umräumen, ausmisten, entrümpeln und neu dekorieren. Was andere in ihren Wohnräumen tun, habe ich in meinem virtuellen Raum, sprich in meinem Blog getan: Frühjahrsputz.

Alles neu macht nun also der Mai. So richtig mit allem Drum und Dran. Vom Keller bis zum Dachboden, einschließlich Inneneinrichtung und Außenanlagen… Wir haben durchgelüftet und frischen Wind hineingelassen.

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Gabriele Rico – Garantiert kreativ schreiben lernen

Mit diesem Buch möchte ich alle Schreibenden dazu anregen, ihren kreativen Fähigkeiten zu vertrauen und ihr natürliches Ausdrucksvermögen zu entfalten.“ (S. 7)

So lautet der erste Satz des Buchs der bekannten amerikanischen Autorin. Gabriele Rico (1937 – 2013)  geht in ihrem Ratgeber für kreatives Schreiben einen ganz anderen Weg als ihre Kolleg:innen. Und hat damit eine neue Herangehensweise entwickelt: die Assoziative Methode. Ganz nebenbei prägte sie auch einen Begriff: das Clustering oder Clustern.

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Was hinter dem Vorhang geschieht

Was machen deine Figuren, wenn sie nicht gerade im Mittelpunkt deiner Handlung stehen? Ihr Leben läuft nämlich trotzdem weiter, auch wenn du davon gerade nicht erzählst.

Du solltest also auch immer die Hintergrundgeschehnisse im Blick behalten.

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Sol Stein – Über das Schreiben

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Dieses Buch ist für mich so etwas wie die Bibel des Kreativen Schreibens.

Das amerikanische Original erschien im Jahr 1995. Sol Stein (1926-2019), Drehbuchautor, Dramaturg, Schriftsteller, Lektor, Verleger, Dozent für Kreatives Schreiben – er wusste, wovon er sprach. Sol Stein hat mit weltberühmten Autoren und Regisseuren, wie Thornton Wilder oder Elia Kazan, zusammengearbeitet. Und er kann die Materie so vermitteln, dass man das Buch wie einen spannenden Krimi nicht mehr aus der Hand legen mag, bis man die letzte Seite erreicht hat.

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Mach es mit Gefühl

Wenn du auf einem Feldweg spazieren gehst, lässt du dann Augen, Ohren und Nase zu Hause?

Ich glaube nicht. Ich glaube, du siehst das Grün des frischen Grases, den Reiher zwischen den Ackerfurchen oder das Flugzeug am Himmel Ich behaupte, du hörst das Brummen dieses Flugzeugs, das Rattern des Mähdreschers oder das Zwitschern der Spatzen. Und ich bin mir sicher, du riechst die Gülle, die der Bauer gerade ausbringt, den Rauch, der aus dem Kamin des Bauernhauses kommt oder die Abgase des Traktors.

Richtig?

Warum sieht, hört und riecht dann deine Figur nichts?

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Otto Kruse – Storytelling – Kunst und Technik des Erzählens
Ein Trainingsprogramm für Kreatives Schreiben

Wenn Verkaufszahlen etwas über die Qualität eines Buchs sagen, dann bestätigen sie jedenfalls meine Meinung. Otto Kruses Buch über das Erzählen ist auf dem 3. Rang der verlagsinternen Bestsellerliste des Autorenhaus Verlags. Auf Platz 2 liegt „Garantiert kreativ schreiben lernen“ von Gabriele Rico (Rezension demnächst hier) und auf Platz 1, was niemanden wundern dürfte, „Rette die Katze!“ von Blake Snyder (meine Rezension dazu findest du hier).

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Stephan Waldscheidt – Erzählperspektiven – auktorial, personal, multiperspektivisch

Je tiefer Sie als Autor in der Perspektive drin sind, desto relevanter wird das, was Sie schreiben, desto klarer entstehen Bilder im Kopf Ihrer Leser, desto intensiver lassen Sie die Leser fühlen.“ (S. 9)

Wer schreibt, egal ob Roman oder Erzählung, ob Liebesgeschichte oder Krimi, der muss wissen, wer erzählt (Erzähler), wie wird erzählt (Stimme) und aus welchem Blickwinkel wird erzählt (Perspektive). Nur wenn all diese drei Aspekte harmonieren, wenn Autor:innen hier die richtigen Entscheidungen treffen, dann gelingt ein Roman, eine Geschichte. Und es handelt sich um echte Entscheidungen, hier darf man nichts dem Zufall überlassen, sich nicht treiben lassen. Dabei aber trotzdem auf das Bauchgefühl hören. Damit das Gefühl sich aber melden kann, muss man die verschiedenen Perspektiven, verschiedene Stimmen ausprobieren, damit experimentieren.

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Mein Schreibjahr 2020

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Erst im Rückblick erschließt sich manches. So auch, dass mein Schreibjahr derart erfolgreich war: 12 Kurzgeschichten aus meiner Feder plus eine Gemeinschaftsarbeit meiner Autorengruppe wurden in diesem Jahr veröffentlicht:

Der Hut

Gaukler sind in der Stadt

Im Café

Sie müssen das verstehen

Deswegen. Oder trotzdem?

Benedict und die Frauen (Gemeinschaftsarbeit der SiebenSchreiber)

Irgendwann ist jetzt

In tiefster Ergriffenheit

Revolte oder was?

Kanonenfutter

ZurückSpiegeln

Zwischen zwei Gefühlen

Wie viele Zinken hat ein Kamm?

Das macht mich natürlich unglaublich stolz und gibt mir einen wahnsinnigen Motivationsschub für 2021. Ich freu mich auf die vielen Wörter, die ich hoffentlich im neuen Jahr schreiben werde.

Allen Schreibfreudigen und Lesewütigen ein ganz tolles, kreatives, erfolgreiches, glückliches und gesundes Jahr 2021!!! Wir lesen uns.

Louise Doughty – Ein Roman in einem Jahr: Eine Anleitung in 52 Kapiteln

Entstanden ist dieses Buch aus einer wöchentlichen Kolumne, die Louise Doughty im Daily Telegraph veröffentlichte. Hier führte sie Schritt für Schritt durch das Entstehen eines Romans.

Dabei beschränkt sie sich nicht auf die üblichen technischen Anleitungen hinsichtlich Plot, Dialogen oder Figuren. Ihr geht es vielmehr darum, Menschen, die gerne schreiben möchten, die einen ganzen Roman verfassen möchten, auf den Weg zu bringen. Sie lässt dabei beispielsweise auch die „Schrecknisse“ nicht unerwähnt. So zitiert sie den australischen Autor Elliot Perlmann, der auf die Frage, welchen Rat er jemanden geben würde, der einen Roman schreiben wolle, erwidert: „Überleg dir, was du zu opfern bereit bist.“ (S. 10).

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Blake Snyder – Rette die Katze! Das ultimative Buch übers Drehbuchschreiben

Die Gesetze des Blake Snyder! Wer braucht noch etwas anderes, um schreiben zu können. Nachdem ich dieses ultimative Buch nun endlich gelesen habe, verstehe ich, warum all die anderen Autoren und Autorinnen von Ratgebern über das Kreative Schreiben aus dem Buch von Blake Snyder zitieren und jedem und jeder raten, sich an seine „Gesetze“ zu halten.

Das Buch ist im Original 2005 erschienen und wurde in diesem Jahr vom Verlag in neuer Ausgabe herausgebracht. Blake Snyder, der bereits 2009 verstarb, ist ein in den USA bekannter Drehbuchautor, der hier all seine Tricks offenbart und das auf unnachahmliche Weise. Sein Stil ist so munter, humorvoll, selbstironisch und flott, dass man das Buch nicht aus der Hand legen mag. Und das ist für einen Ratgeber ja doch eher ungewöhnlich.

Dabei ist unbedingt festzuhalten und zu unterstreichen, dass all seine Tipps und Anregungen eins zu eins übertragbar sind auf das Schreiben von Romanen und Geschichten. Diese Tricks funktionieren nicht nur bei Drehbüchern. Natürlich hat man manches oder vieles auch schon anderswo gelesen – und ich habe wirklich viele Ratgeber übers Schreiben gelesen – aber noch nie fand ich alles so klar und leicht verständlich, so nachvollziehbar und nachahmbar, so herrlich frisch und locker formuliert.

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Roberta Allen – Short Shortstorys schreiben

Ein sehr empfehlenswerter Ratgeber für Kreatives Schreiben, nicht nur für Anfänger hält das Buch von Roberta Allen viele interessante Anregungen und Tipps parat.

Die Autorin, die an der New York School for Social Research und bei The Writer’s Voice als Dozentin lehrt, greift viele Beispiele berühmter Kurz- und Kürzestgeschichten auf, um zu zeigen, dass es nicht immer Romane oder längere Erzählungen sein müssen. Und sie bringt außerdem Beispiele aus ihrer Lehrtätigkeit, Texte ihrer Schüler und Schülerinnen, mit denen sie ausgiebig ihre Methoden geübt hat.

Roberta Allen beginnt mit einer Einführung in das Thema Kurzgeschichte, schildert die Vielfalt dieser Gattung und erläutert dann deren Bestandteile. Diese sind im Grunde die gleichen wie die, die ein Autor zum Verfassen eines Romans anwendet, dennoch muss bei einer Kurzgeschichte auf bestimmte Eigenarten geachtet werden. Und dann zeigt sie die Unterschiede der verschiedenen Arten von Kurzgeschichten, wie beispielsweise die Geschichte, die ein Einzelereignis erzählt. Eine andere Art von Geschichte ist diejenige, in der die Zeit verdichtet ist oder die, in der eine Gemütsverfassung geschildert wird.

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Ein richtig dicker Wälzer …

… und mittendrin meine kleine Kurzgeschichte „Der Hut“. Ich freue mich sehr, dass ich diesmal beim Bubenreuther Literaturwettbewerb mitgemacht habe und mein Text es tatsächlich in die daraus entstandene Anthologie geschafft hat. Und die hat es in sich: 664 Seiten mit 336 Texten – Geschichten, Gedichte, Aphorismen und vieles mehr. Was diese Sammlung von anderen Wettbewerbsanthologien unterscheidet sind die Kommentare des Herausgebers, die er bei dem einen oder anderen Text anfügt. Eine gute Idee, wie ich finde, so eine Rückmeldung an die Autor*innen.

Ich bin wirklich stolz auf mein sich immer mehr füllendes Regal mit meinen veröffentlichten Geschichten. Es kann also durchaus sein, dass ich nächstes Jahr auch wieder an dem von Christoph Maria Liegener veranstalteten Literaturwettbewerb teilnehme…


Die Augen deiner Heldin

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Wie wichtig sind Beschreibungen in einem Roman für dich? Wie sehr magst du sie? Und, Hand aufs Herz, liest du die Beschreibungen tatsächlich immer Wort für Wort? Ich bin mal ehrlich: ich überfliege sie oft nur, wenn sie mir zu lang, zu detailliert sind.

Tschechows Pistole

Und wie wichtig sind Beschreibungen für den Roman? Ganz bestimmt kennst du Tschechows Pistole? Anton Tschechow sagte, wenn du am Anfang einer Geschichte eine an der Wand hängende Pistole erwähnst, muss diese irgendwann im Laufe der Handlung eine Rolle spielen.

Übertragen auf mein heutiges Thema heißt das: jede Beschreibung einer Person oder eines Settings, die du in deinem Roman bringst, muss irgendeinen Bezug zur Handlung haben. Meines Erachtens kann man das sogar noch ergänzen um das Wort entscheidend, denn ich glaube, nur das, was für die Handlung eine entscheidende Bedeutung hat, sollte auch beschrieben werden. Und das darf dann auch gerne detailliert sein.

Wenn es also für deinen Roman wichtig ist, dass die Protagonistin Augen so groß wie Untertassen hat, dann erwähne es. Ansonsten kannst du Form, Farbe und Größe ihrer Augen gerne der Fantasie deiner Leserinnen überlassen. Ich zumindest möchte mir selbst ausmalen, wie die Figuren in dem Roman, den ich gerade verschlinge, aussehen. Wenn ich mir die Heldin mit langen blonden Haaren vorstelle, empfinde ich es als sehr störend, wenn mir dann auf Seite 237 plötzlich erzählt wird, dass sie kurze graue Locken hat.

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366 Tage oder Ein ganzes Jahr

Heute habe nicht nur ich Geburtstag, sondern auch mein Blog. Renas Wortwelt wird heute ein Jahr alt!!! Ja, denn meine Webseite habe ich letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt bekommen. Das war doch mal ein wirklich außergewöhnliches Geschenk.
Seither (ich räume nämlich gerne um – du solltest mal mein Zimmer sehen 😉) hat meine Seite schon wieder einige Änderungen erfahren. Und was soll ich sagen: die nächsten sind auch schon wieder in Planung.  Lass dich also überraschen, wie es hier vielleicht demnächst aussieht.

Jedenfalls hoffe ich, du hast mindestens so viel Spaß, durch meine Rezensionen und Blogbeiträge zu stöbern, wie ich beim Lesen, Schreiben und Bloggen.

Eine digitale Lesung

Wie du bestimmt erfahren hast, wird es in diesem Jahr keine Frankfurter Buchmesse mit Ausstellern und Präsenz der Besucher geben. Um so mehr freue ich mich, zu einer virtuellen Lesung geladen worden zu sein:
Am Mittwoch, den 14. Oktober 2020  von 18 – 19 Uhr veranstaltet der Verlag edition federleicht im Rahmen der Frankfurter Buchmesse eine virtuelle Lesung aus dem Sammelband SCHREIBTISCH JOURNAL 2020.

Und ich bin dabei! Ich lese aus meiner Erzählung „Irgendwann ist jetzt“, die in diesem Buch erschienen ist.

Die Lesung erfolgt via Skype und du kannst unter diesem Link https://join.skype.com/a0z4fs1eDHC7 teilnehmen. Eine Anmeldung unter  info@edition-federleicht.de  ist allerdings erforderlich. Ich freue mich auf dich. Einen Link zum gesamten Programm der edition federleicht auf der FBM findest du hier.

Ein echt gutes Gefühl

Sie riecht noch ganz druckfrisch, seit gestern halte ich sie in Händen: die Anthologie „Im Zaubergarten der Worte“, in der auch eine kleine Geschichte von mir erschienen ist. Und das ist immer wieder so ein richtig echt gutes Gefühl, wenn du deine eigenen Worte gedruckt siehst.

Auf der Frankfurter Buchmesse hätte diese Neuerscheinung des R.G. Fischer Verlags vorgestellt werden sollen. Aber leider, leider, findet auch die in diesem Jahr nicht statt, bzw. nur online. Das ist schon wirklich sehr schade. Kann meine Freude über diese neue Veröffentlichung einer meiner Erzählungen aber nicht lange trüben.

Mal sehen, was das Jahr 2021 an Ausschreibungen bringen wird. Hoffentlich werden dann wieder Buchmessen stattfinden können.


Ein Name für das Kind

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Wie hältst du es mit Namen? Klar, ich meine nicht die Namen, die du deinen vielleicht noch ungeborenen Kindern geben möchtest. Ich rede von den Namen deiner Figuren, der Personen in deiner Geschichte, deinem Roman. Welche Bedeutung haben diese Namen für dich? Und wie suchst du sie aus?

Wie stets gehen ja auch hier die Meinungen auseinander. Ich habe schon viele Autoren sagen hören, dass sie viel Zeit und Schweiß in die Suche nach dem passenden Namen für ihren Protagonisten, für ihre Antagonistin stecken. Und andere? Denen scheinen entweder die Namen, die sie ihren Charakteren geben, einfach so zuzufliegen oder sie sind ihnen schlicht egal.

Es gibt so viele Aspekte, die bedacht werden wollen bei der Auswahl des Namens. Und schließlich müssen wir auch noch immer mindestens zwei Namen finden, Vornamen und Zunamen.

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Jesse Falzoi – Creative Writing / Texte und Bücher schreiben / Der neue Kreativ-Schreiben-Kurs in 16 Lektionen

Es fasziniert mich immer wieder, wie weit voraus die Amerikaner uns sind, wenn es um das Studium des Kreativen Schreibens geht. Nicht nur, dass man dieses Fach in den USA an vielen Orten studieren kann, bei uns hingegen ist es eher ein sehr selten angebotenes Studienfach. Sondern auch, weil die Qualität der Lehre und offensichtlich auch der Lehrenden dort unglaublich hoch ist (oder sein muss). Ein Symptom dafür ist ja ganz sicher die Menge an amerikanischer Literatur, die bei uns auf dem Buchmarkt monatlich erscheint. Und ein weiteres ist das hier vorliegende Buch von Jesse Falzoi. Denn die Autorin dieses Kurses in 16 Lektionen hat in den USA Creative Writing studiert. Und das merkt man beim Lesen ihres Buches auf jeder einzelnen Seite. Ihr Buch hat mich genauso begeistert wie ein weiteres, das auf dem Studium in den USA aufbaut, nämlich „Romane und Kurzgeschichten“ von Alexander Steele, ebenfalls im Autorenhaus Verlag erschienen.

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Neues Buch erschienen

Ja tatsächlich, es gibt schon wieder etwas zu berichten:

Am 20. September war es soweit! Das neue Buch der SiebenSchreiber, der Autorengruppe, deren Mitglied ich seit ihrer Gründung bin, ist erschienen:

Federlesen

ist der Titel der neuen Anthologie, die wir uns sozusagen selbst zum Geburtstag geschenkt haben. Denn die SiebenSchreiber feiern in 2020 ihr 10-jähriges Bestehen! Und trotz Corona konnten wir eine Lesung veranstalten, in der wir dieses neue Buch vorstellen durften.

Erwerben kann man den schmalen Band, der sieben Erzählungen, ein Märchen sowie eine Entscheidungsgeschichte als Gemeinschaftsarbeit enthält, unter der ISBN 978-3-00-066371-0 bei den SiebenSchreibern oder im örtlichen Buchhandel.

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Wozu schlechte Bücher lesen?

Schlechte Bücher, gibt es die überhaupt? Nun ist das ja zuallererst eine Geschmacksache. Das fällt mir immer besonders dann auf, wenn Bücher auf Buchpreis- und Bestsellerlisten erscheinen, mit denen ich wenig bis gar nichts anfangen konnte. Die mich gelangweilt haben oder schlimmer noch, genervt haben, weil sie schlecht aufgebaut waren, die Figuren blass und ungenügend ausgearbeitet waren, kurzum der ganze Roman nicht funktioniert hat. Bestsellerlisten sind aber nun mal was der Name sagt: sie richten sich ausschließlich nach den Verkaufszahlen. Und wenn wir ehrlich sind, wissen wir alle, dass wir nicht jedes gekaufte Buch auch lesen. Also sagen diese Listen überhaupt nichts aus über die Güte des Romans, die Qualität des Inhalts oder über die Fähigkeiten der Autor*innen. Und bei Buchpreisen?

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Neue Veröffentlichung

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Schreibtisch Coverbild

Daran gewöhne ich mich nicht … (und ich will es auch nicht …)

Nämlich an das tolle Gefühl, eine meiner Erzählungen gedruckt zu sehen. Und wenn es dann noch in einer so schönen, edlen und hochwertigen Sammlung geschieht, dann macht mich das doppelt stolz.

In der Ausgabe 2020 von
SCHREIBTISCH. Literarisches Journal
der edition Federleicht bin ich mit meiner Erzählung „Irgendwann ist jetzt“ vertreten und darüber freue ich mich riesig.

Erwerben kann man das so ausnehmend schön gestaltete Journal unter ISBN 978-3-946112-59-4 beim Verlag edition Federleicht .

James N. Frey: Wie man einen verdammt guten Kriminalroman schreibt

Als großer Fan von James N. Frey und seinen Büchern zum Kreativen Schreiben ist es natürlich selbstverständlich, dass auch ich als Nicht-Krimiautorin dieses, von emons neu aufgelegte Buch des bekannten Autors lese. Dabei darf man den Untertitel nicht unterschlagen „Von der Inspiration bis zum fertigen Manuskript: eine schrittweise Anleitung“.

Und genau das ist dieses Buch: eine detaillierte, umfangreiche und für angehende Krimiautor*innen meines Erachtens unverzichtbare Anleitung zum Schreiben eines spannenden und von Anfang bis Ende durchdachten Kriminalromans.

Besonders interessant war für mich eines der ersten Kapitel, in dem der Autor die Gründe nennt, warum Menschen so gerne Krimis lesen. Dabei zitiert er andere Fachleute und Autoren, die z.B. diese Gründe nennen: der Nervenkitzel, die Befriedigung, den Übeltäter bestraft zu sehen, die Identifikation mit dem Helden und schließlich das Gefühl, die Geschichte spiegele die Realität wieder. Insbesondere über letzteres ließe sich sicher streiten, aber das muss jede*r für sich selbst hinterfragen.

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Was ich nicht weiß

Für diesen Blogbeitrag habe ich wie immer vorher recherchiert. Das schien mir diesmal auch besonders angeraten. Denn diesmal geht es um das Thema Recherche.

Wie hältst du es mit Recherchen? Blendest du das komplett aus und schreibst grundsätzlich nur über Themen, in denen du dich selbst bestens auskennst? Und wie viel Recherche ist angebracht für deinen Roman bzw. deine Kurzgeschichte? Hier schon mal die beste (und vermutlich am wenigsten hilfreiche) aller Antworten: so viel wie möglich, aber nicht mehr als nötig.

Wo, wie, wann?

Recherchierst du ausschließlich online und vertraust Wikipedia & Co. blind? Suchst du Rat auf die konservative Weise und besuchst Bibliotheken? Oder kennst du zu deinen Themen, über die du schreibst, jeweils den allwissenden Experten oder die bewanderte Expertin?

Ist es dir peinlich, jemanden anzusprechen und um Auskunft zu einem Thema zu bitten? Die meisten Menschen reden gern über Dinge, die ihnen wichtig sind, Fähigkeiten, die sie beherrschen oder Kenntnisse, die sie haben. Daher werden sich vermutlich die wenigsten Experten, die du zu einem Thema befragen möchtest, dem verweigern. Wenn, dann aus Zeitgründen, nehme ich an. Oder – aber das ist doch sicher eine seltene Ausnahme – weil sie etwas zu verbergen haben.

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Viel hilft viel?

Ich erinnere mich an eine Episode aus unserer Familiengeschichte, lang ist’s her. Mein Neffe, damals vier oder fünf Jahre alt, erwachte nach einer Familienfeier recht zeitig am nächsten Morgen. Deswegen wurde er von den Altvorderen besorgt gefragt, ob er denn gut geschlafen habe und ob der Schlaf nicht ein wenig kurz gewesen sei. Daraufhin der Knirps – O-Ton: „Qualität entspricht nicht immer der Quantität“. Das darauffolgende verdatterte Schweigen der Erwachsenen kannst du dir bestimmt vorstellen.

Warum erzähle ich das? Weil mich diese Frage immer mal wieder umtreibt: Sind Qualität und Quantität ein Widerspruch? Schließt das eine das andere aus? Sind Autoren, die quasi im Minutentakt neue Kurzgeschichten oder gar Romane raushauen, die zu jedem Thema etwas zu erzählen haben und deren Texte vielleicht auch noch jedes Mal das Zeichenlimit ausreizen, sind diese Schriftsteller automatisch die schlechteren Schreiber? Und sind solche Autoren wie zum Beispiel Donna Tartt, die nur etwa alle zehn Jahre ein neues (zugegeben meistens echt gutes) Buch veröffentlicht, dann im Umkehrschluss grundsätzlich die besseren Schriftsteller?

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Sie hat’s schon wieder getan

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Weil geteilte Freude ja bekanntlich doppelte Freude ist, möchte ich dich heute an meiner Freude teilhaben lassen:

Frisch aus der Druckerpresse liegt sie jetzt vor: die Anthologie „Glühende Herzen, Schockstarre und verlassene Limousinen“ vom Schreiblust Verlag. Und darin – Trommelwirbel – eine Kurzgeschichte aus meiner Feder.

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Vom Standpunkt des Betrachters

Gerade las ich einen hochspannenden Roman – Rezension folgt in Kürze – geschrieben aus der Perspektive eines Ich-Erzählers. Dadurch ist die Leserin sehr nah an, ja quasi in dem Protagonisten, sieht was er sieht, fühlt was er fühlt. Der Autor erreicht damit meiner Meinung nach die höchstmögliche Empathie bei seinen Leser*innen. Allein diese Form der Erzählweise hat ein großes Manko: Die Handlung kann nur aus der Sicht einer Person erzählt werden, d.h. nur das, was der Ich-Erzähler selbst erlebt oder ggf. berichtet bekommt, kann in dem Roman geschildert werden. Und genau das war das Problem in dem oben erwähnten Buch, das ich gerade verschlungen habe: es gab drei Protagonisten, die logischerweise nicht ständig zusammen waren und somit erlebte jede*r eigene „Abenteuer“. Diese wurden detailliert und wie gesagt hochspannend erzählt, ohne dass der Ich-Erzähler dabei gewesen wäre. Die Leserin muss sich also quasi dazu denken, dass die beiden anderen Protagonisten dem „Ich“ von ihren Erlebnissen berichtet hatten und er sie nun also nacherzählt.

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Loslassen, wenn es Zeit ist

Wer erwachsene Kinder hat, kennt das Gefühl des Loslassen-Müssens. Wenn man als Mutter doch eigentlich denkt, sie sind noch nicht so weit, auf eigenen Füßen allein in die Welt hinauszugehen.

Und genauso fühlt es sich für mich jedes Mal an, wenn ich eine Geschichte „in die Welt hinaus“ lasse. Immer denke ich, sie ist noch nicht so weit, denn es gibt bestimmt immer noch irgendwo eine Stelle, die nicht perfekt ist, einen Tippfehler, einen langweiligen Dialog oder ein überflüssiges Adjektiv. Mit anderen Worte: sie muss nochmal und nochmal überarbeitet werden.

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Henne oder Ei?

Du kennst die Frage, nicht wahr? Was war zuerst da? Und wie konnte das eine ohne das andere da sein? Meines Wissens hat noch niemand eine Antwort auf diese Frage gefunden.

Dafür sollte es aber doch möglich sein, herauszufinden, was wir beim Schreiben zuerst haben sollten: die Idee oder die Figuren, den Anfang oder das Ende, den Plot oder die Prämisse? Du siehst, worauf ich hinauswill: Was von all dem ist das Unverzichtbare, der Grundstein, das Fundament einer guten Geschichte, eines guten Romans?

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Wer nicht lesen kann …

Als personifizierte Büchersuchti und Lesestoffverschlingerin habe ich vollstes Verständnis für alle, die jetzt Tage und Stunden zählen, bis Buchhandlungen und Bibliotheken wieder öffnen. Falls du auch zu denen gehörst, die das kaum noch erwarten können, hier eine Ersatz-Droge.

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Wie sag ich’s ihm?

Kritik ist ja bekanntlich so eine Sache. Sie kann sehr weh tun, sie kann alles noch schlimmer machen, ja, sie kann Beziehungen und Freundschaften zerstören. Aber Kritik kann auch helfen, weiterbringen, konstruktiv sein. Worauf es ankommt, ist dabei nicht nur der Inhalt der Botschaft, sondern wie sie überbracht wird. Also ist die entscheidende Frage: wie sag ich’s ihm.

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