Andrea Schomburg & Irmela Schautz – Der geheime Ursprung der Redensarten

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Schon das im vergangenen Jahr erschienene Buch der beiden Verfasserinnen „Der geheime Ursprung der Wörter“ hat mich begeistert und wunderbar unterhalten. Nun bringen die Beiden einen weiteren Band heraus und das Vergnügen ist genauso groß.

Wir fragen uns doch alle hin und wieder, woher wohl die Redensart „Jemandem nicht das Wasser reichen können“ stammt oder welchen Ursprung der Spruch „Sich etwas hinter die Ohren schreiben“ hat.

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Fränzi Kühne – Was Männer nie gefragt werden: Ich frage trotzdem mal

Als ich vor etlichen Jahren in meinem Beruf begann, Karriere zu machen und die ersten Geschäftsreisen anstanden, fragte mich mein damaliger, selbst vielreisender Vorgesetzter: „Was sagt denn Ihr Mann dazu, dass Sie reisen wollen?“ Zuerst war ich völlig perplex über diese Frage und fragte dann zurück: „Und was sagt Ihre Frau zu Ihren vielen Reisen?“.

An diese Frage, die Männern nie gestellt wird, musste ich denken, als ich dieses Buch in Händen hielt. Auch wenn mein Erlebnis viele Jahre her ist, hat sich, glaube ich, seither zwar manches, aber lange nicht genug geändert. Genau das thematisiert Fränzi Kühne in ihrem Buch.

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Bill Francois – Die Eloquenz der Sardine

Ist das nicht ein wunderbarer Buchtitel? Macht der nicht so neugierig auf dieses Buch, dass man es unbedingt lesen muss? Der Gegensatz in diesem Titel ist es, der ihn so interessant, so außergewöhnlich macht: die Eloquenz der doch angeblich stummen Sardine, der angeblich schweigsamen Fische. Die, und davon berichtet der Autor, gar nicht so stumm sind.

Bill Francois ist zugleich Wissenschaftler und Schriftsteller. Seine Leidenschaft, die man in jedem Satz dieses Buch spürt, gilt den Flüssen und Meeren und den darin wohnenden Lebewesen.

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Walter A. Sontag – Das wilde Leben der Vögel

Nicht nur Vogelliebhaber und Vogelbeobachterinnen werden dieses Buch mögen und es immer wieder gerne zur Hand nehmen. Dies auch wegen der schönen Optik und der angenehmen Haptik, die die Leserin ansprechen und die Lektüre des Buches zu einer Freude machen.
Walter A. Sontag ist am Naturhistorischen Museum in Wien tätig und forscht seit mehr als 40 Jahren über Vögel, ihre Arten und Varianten, ihr Leben und ihr Verhalten.

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Helge-Ulrike Hyams – Denk ich an Moria

Der Autorin – Psychoanalytikerin und Professorin für Erziehungswissenschaften, geboren 1942 – gelingt es, die Realität im Lager Moria auf Lesbos zu schildern, ohne zu dramatisieren. In ruhigem, und dadurch vielleicht gerade wirkungsvollerem, Ton beschreibt sie das Leben der Flüchtlinge ebenso wie die Zustände, unter denen die vielen NGOs versuchen, den im Lager untergebrachten Menschen zu helfen.

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Susanne Schmidt – Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei: Eine Berliner Busfahrerin erzählt

Sind wir doch mal ehrlich: Wer achtet im täglichen Berufsverkehr, bei Stress und Hektik im Alltag, auf die Fahrer und Fahrerinnen im Öffentlichen Nahverkehr? Nun, ich werde jedenfalls künftig mehr hinschauen, mal ein Lächeln schenken, freundlich grüßen und mich dabei an dieses Buch erinnern.

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Michael Macht – Hunger, Frust und Schokolade: Die Psychologie des Essens

Ein besseres Timing für das Erscheinen dieses Sachbuchs hätte man sich kaum ausdenken können. Jetzt, während der Pandemie, wo wir alle unserem Frust mit Essen begegnen und dadurch mehr zunehmen als gut für uns ist, hilft diese Analyse unseres Essverhaltens.

Michael Macht, Psychotherapeut und Professor für Psychologie an der Universität Würzburg, legt hier sein erstes populärwissenschaftliches Buch vor. Und das ist ihm, meiner Meinung nach, durchaus gelungen.

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Silke Heimes – Ich schreibe mich schlank

Neugier und die Frage, was sich dahinter verbirgt, hat mich zu diesem Buch greifen lassen. Hinter diesem Titel vermutete ich ein Sachbuch, welches sich (auch) mit dem Kreativen Schreiben befasst. Ein Missverständnis, das ich aber natürlich nicht dem Buch vorwerfen kann.

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Christa Pöppelmann – Deutschland für Dummies

Wer gerne Trivial Pursuit oder Quizduell spielt, wird froh sein, dieses Buch zur Hand zu haben. Auch hilft es sicher bei schleppendem Partytalk, wenn man mit nützlichem oder unnützem Wissen glänzen möchte.

Das im üblichen Dummies-Stil gestaltete Buch von Christa Pöppelmann versorgt die Leserin mit interessantem Allgemeinwissen, aber auch mit spannenden Details oder witzigen Anekdoten über unser Heimatland. 15 Kapitel, zusammengefasst in vier Teilen mit den Überschriften „Steckbrief Deutschland“, „Grundlagen im Wandel“, „Alltägliches und Besonderes“ sowie „Der Top-Ten-Teil“, stellen Deutschland aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln vor. Nach einer Darstellung der wichtigsten trockenen Fakten – Bevölkerung, Statistiken zu Beschäftigung, Geschlecht, Alter usw. – wird Geschichtliches erläutert, Exekutive, Legislative etc. erklärt und sehr gut strukturiert viele Fragen beantwortet, die sich vermutlich jeder schon mal stellte. So geht es um Migration und Integration, um Bildung, um die Digitalisierung, Kriminalität, Medien und vieles mehr. Dabei sind die Texte nicht in trockener, spröder Form präsentiert, sondern in gut lesbarem Stil, frisch und flott, wie man es von der Reihe gewöhnt ist.

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Esther Safran Foer – Ihr sollt wissen, dass wir noch da sind

Der Titel des Buchs ist die Botschaft, die Esther Safran Foer ihren im Holocaust getöteten Familienmitgliedern an deren Grab zuruft. Sie, ihre Kinder und deren Kinder, sie sind noch da und halten die Geschichte der Familie am Leben.

In diesem sehr intensiven und sehr persönlichen Buch erzählt die Autorin – sie ist die Mutter des Bestsellerautors Jonathan Safran Foer („Wir sind das Klima“) – vor allem die Geschichte ihrer Eltern.

Esther Safran Foer wird 1946 geboren, doch erst viele Jahre später, als Erwachsene, erfährt sie, warum in ihrer Geburtsurkunde ein falsches Datum und ein falscher Geburtsort genannt sind. Ebenso wie sie erst als Erwachsene durch Zufall lernt, dass ihr Vater, der 1954 starb und nie über sich oder seine Vergangenheit sprach, eine weitere Familie hatte. Dass seine erste Frau und seine Tochter – ihre Halbschwester – im Holocaust ermordet worden waren.

Diese Tatsache, doch nicht nur diese, sind für sie Motiv und Anlass für eine Reise in die Vergangenheit. Sie will herausfinden, wie ihr Vater den Holocaust überlebte, wer ihn rettete und wieso er nie von seiner ersten Familie sprach, sprechen konnte. Wie so viele machte auch Esther Safran Foer die Erfahrung, dass die Generation ihrer Eltern mit ihren Kindern nicht über den Holocaust, die Verluste und das Leid, das sie erlitten hatten, sprechen kann. Ihren Enkeln jedoch können sie davon erzählen, da ist das Thema kein Tabu, keine im Herzen und im Gedächtnis eingeschlossene Erinnerung. 

Bevor Esther Safran Foer, mit nicht mehr als einem alten Foto und einer handgezeichneten Karte, aber diese Reise in die Ukraine, woher ihre Familie ursprünglich stammte, antritt, verfolgt sie viele andere Spuren, um mehr über die großen Familien ihrer Mutter und ihres Vaters zu erfahren.

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Ingrid Retterath – Schlösser und Burgen in der Eifel

Ein schmaler Band, der reich bebildert die schönsten Burgen, Burgruinen und Schlossanlagen zwischen Aachen und Trier vorstellt, dabei auch über die Grenzen zu Belgien und Luxemburg schaut.

Mehr als 30 Bauwerke zeigt uns die Autorin, erfasst in alphabetischer Reihenfolge. Dabei erzählt sie zu jeder Burg deren Geschichte, natürlich verkürzt, aber doch das Wichtigste, Interessanteste sowie die eine oder andere Anekdote. Also gerade so viel, wie ein künftiger Besucher des Gebäudes vorab erfahren möchte, um nicht ganz unwissend die Fahrt zu der mächtigen, teils geschickt restaurierten Burg oder dem malerischen Schloss anzutreten.

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Ulrich Kirstein & Tina Rauch – Die 100 besten Bücher der deutschsprachigen Literatur für Dummies

Was für ein sperriger Titel für so ein unterhaltsames Buch. Jetzt weiß ich wieder, warum ich die „für Dummies“-Bücher so mag: sie sind locker-flockig geschrieben, eröffnen auf übersichtliche Art und in klarer Struktur den Blick auf Neues oder Altbekanntes.

So auch das vorliegende Buch, in dem die beiden Autor:innen, wie sie herrlich flapsig im Vorwort erläutern, ganz nach eigenem Gusto die 100 besten Bücher aus dem deutschsprachigen Raum versammeln. Sie decken mit ihrem Kanon fünf Jahrhunderte ab und entdecken dabei durchaus nicht nur die üblichen, immer auf solcherart Listen erscheinenden Bücher, sondern auch echte Schätzchen.

Der Aufbau oder besser die Aufstellung der Bücherliste erfolgt jedoch nicht, wie man es sonst meist gewöhnt ist, schlicht in chronologischer Reihenfolge. Nein, Kirstein und Rausch haben die 100 Bücher in 10 Kapitel, man könnte auch sagen Kategorien eingeordnet. Diese thematischen Kapitel haben so verheißungsvolle Überschriften wie Humor und Melancholie oder Abenteuer und Spannung oder Hin und weg. Diese Kapitel wiederum sind in drei Teilen zusammengefasst, die ebenfalls mit Überschriften versehen wurden, die die Leserin wirklich in das Buch hineinziehen. Da gibt es Stoff für Gefühlvolle, für Nervenstarke und für Neugierige.

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Hallie Rubenhold – The Five: Das Leben der Frauen, die von Jack the Ripper ermordet wurden

Dieses Buch ist so zutiefst erschütternd, dass es mich bis in den Schlaf verfolgte. Und es macht derart wütend, dass man gerne mehr tun können würde als nur mit den Zähnen knirschen oder die Fäuste ballen.

Schon oft hat es mich geärgert, wenn bei einer Straftrat, einem Attentat oder ähnlichem dem oder den Tätern nahezu uneingeschränkte Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit gewährt wurde, für die Opfer sich aber kaum jemand interessierte. Natürlich darf und will ich weder die Namen noch den detaillierten Gesundheitszustand eines Verletzten erfahren, der beispielsweise bei einer Amoktat zu Schaden kam. Aber immer wieder erfährt man alles Mögliche über den Täter, meist mehr, als man überhaupt wissen möchte. Doch die Opfer werden kaum erwähnt. So fände ich es durchaus wissenswert, wie es diesen Menschen auch später noch geht, ob sie genesen sind.

Offensichtlich gab es dieses Missverhältnis aber auch schon im vorletzten Jahrhundert. Und dieser Ungerechtigkeit, dieser Verzerrung der Verhältnisse hat sich die Autorin in ihrem preisgekrönten Buch angenommen.

Vermutlich haben wir alle schon von „Jack the Ripper“ gehört oder gelesen, dem unheimlichen Mörder, der im Jahr 1888 fünf Frauen in London auf grässliche Weise tötete. Über ihn wurde nicht nur zu seiner Zeit in allen Zeitungen in aller Ausführlichkeit berichtet, auch immer seither wird von ihm erzählt, wird seine Geschichte verfilmt, werden Bücher über ihn geschrieben. Doch wer hat je über die fünf ermordeten Frauen gelesen, wer kennt ihre Namen, ihre Geschichten? Diese Geschichten erzählt Hallie Rubenhold.

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John Bolton: Der Raum, in dem alles geschah.

Kurze Zeit nach seinem Rücktritt (oder seiner Entlassung?), aber noch vor der Präsidentschaftswahl in den USA erschien John Boltons Buch. John Bolton war 519 Tage lang Nationaler Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten – amtlich „Assistant to the President for National Security Affairs“. In dieser Funktion hatte er engen Kontakt zu Trump und war maßgeblich an Entscheidungen des Präsidenten beteiligt, die weitreichende internationale Bedeutung hatten und noch haben.  

Das Buch ist nicht chronologisch aufgebaut, sondern greift in 15 Kapiteln jeweils ein weltpolitisch bedeutsames Thema auf, wie die Annäherung an Nordkorea, die Sanktionen gegen den Iran oder gegen Syrien, die Teilnahme am G7-Gipfel, um nur einige zu nennen.

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Torsten Körner: In der Männer-Republik – Wie Frauen die Politik eroberten

Der erste Gedanke, der mir in den Sinn kam, als ich das Buch von Torsten Körner in Händen hielt, war: Wieso schreibt ein solches Buch ein Mann? Mein Sohn stellte genau dieselbe Frage, als er das Buch bei mir liegen sah.

Ja, wieso wurde das Buch, das so wichtig und richtig ist, von einem Mann geschrieben? Ich habe keine Ahnung, ob es ähnliche Bücher schon gibt, die von Frauen verfasst wurden, falls ja, kenne ich sie nicht. Im Laufe der Lektüre schwankte ich dann immer wieder hin und her, ob es tatsächlich richtiger, besser wäre, ein solches Thema durch die Feder einer Frau zu be-schreiben. Vermutlich wäre ein „neutrales“ Geschlecht der perfekte Verfasser eines Buches über den Kampf der Frauen gegen die Vorherrrschaft der Männer in der Politik. Da es das aber leider bekanntlich nicht gibt, ist es gut, dass es überhaupt geschrieben wurde, dieses Buch.

Torsten Körner, Journalist und Autor, zeichnet verantwortlich für einige Bestseller-Biographien sowie für die Dokumentarfilme „Angela Merkel – die Unerwartete“ und „Drei Tage im September“, der für den Deutschen Fernsehpreis nominiert war. Man darf also mit Fug und Recht davon ausgehen, dass er sein Handwerk  versteht und den Beweis erbringt das vorliegende Buch auf jeder Seite.

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Andrea Schomburg & Irmela Schautz: Der geheime Ursprung der Wörter

Wer weiß schon, woher das Wort „Schlamassel“ kommt? Oder wo die Herkunft des Ausdrucks „Blaustrumpf“ liegt. Die Antworten auf diese Fragen findet man in dem witzigen und wunderschön gestalteten Buch von Andrea Schomburg, die für die Texte verantwortlich ist und Irmela Schautz, die die kleinen, herrlich passenden Zeichnungen geschaffen hat.

Und nicht nur das: Die Lektüre dieses ansprechenden Buchs, das sich perfekt als Geschenk eignen würde, wird zum Spiel. Zu jedem der oft altmodischen, manchmal fast der Vergessenheit anheimgefallenen Wörter bieten die Autorinnen vier alternative Erklärungen der Herkunft. Und es ist an der Leserin, zu erraten – so sie es denn nicht tatsächlich weiß – welche wohl die richtige ist

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Cristina Cattaneo: Namen statt Nummern

Wie oft habe ich mich, und da bin ich sicher nicht allein, bei Berichten und Fotos von ertrunkenen Geflüchteten im Mittelmeer gefragt, ob die Angehörigen der Opfer jemals erfahren, was ihren Söhnen, Männern, Brüdern widerfahren ist. Wie soll es möglich sein, ihnen mitzuteilen, dass ihre Liebsten auf der Flucht nach Europa ums Leben kamen, wenn niemand weiß, wer die Ertrunkenen sind, ja wenn sie oft noch nicht einmal geborgen und erfasst werden.

Cristina Cattaneo ist eine renommierte und erfahrene italienische Forensikerin und Professorin für Rechtsmedizin und Anthropologie an der Universität Mailand. Sie ist außerdem Leiterin des Labanof (= Laboratorio di Antropologia e Odontoligia Forense). Seit vielen Jahren befasst man sich dort mit der Identifizierung unbekannter Toter, Menschen, die Verbrechen, Unfällen oder Katastrophen zum Opfer fielen, Obdachlosen, die niemand kennt und schlussendlich auch Fremden ohne Angehörige in Italien.

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Felicia Day: Dieses Buch macht dich wahnsinnig … kreativ und glücklich

Das Buch von Felicia Day, einer US-Schauspielerin, You-Tuberin und Bestseller-Autorin, ist genauso verrückt und so erfrischend gestaltet wie sein Titel ahnen lässt. In sieben Kapiteln oder besser gesagt Etappen möchte sie den Leserinnen helfen, ihre Kreativität zu entdecken, daran zu glauben und sie zu (er-)leben.

Es ist ein Mitmach-Buch, ein Buch, das sich beim Lesen füllt. Denn die Autorin stellt der Leserin Fragen, Aufgaben, sie fordert sie heraus. Felicia Day schenkt der Leserin nichts, sie zwingt sie, über sich selbst nachzudenken und sich zu hinterfragen.

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Peter-André Alt: Jemand musste Josef K. verleumdet haben – Erste Sätze der Weltliteratur und was sie uns verraten

Am Beginn jeder Erzählung steht ein Verführungsversuch. (S. 10) Wie wahr dieser erste Satz des Buchs von Peter-André Alt ist. Denn was ist es, das uns dazu verführt, ein Buch zu kaufen? Das Cover, der Titel und? Genau, der erste Satz. Wenn er uns nicht überzeugt, nicht verführt, wenn er uns nicht hineinzieht in das Buch, dann hat es schon verloren und wir lassen es in der Buchhandlung zurück. Peter-André Alt ist Literaturwissenschaftler an der Freien Universität Berlin und Präsident der Hochschulrektorenkonferenz. Er hat u.a. Bücher über Schiller, Kafka oder Freud veröffentlicht. Und nun schreibt er über erste Sätze der Weltliteratur. Er zitiert fast 250 erste Sätze, von Homer über Goethe, Poe, Twain, Grass, bis Patrick Süßkind, Michel Houellebecq, Paula Hawkins. Er analysiert, wie sich die ersten Sätze über die Jahrhunderte verändert haben, was damals und was heute ihre Absicht, ihre Intention ist.

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Anne Weiss: Mein Leben in drei Kisten

Ein Radiointerview hatte mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Erwartet hatte ich daraufhin einen Ratgeber, wie man am geschicktesten und elegantesten sein Zuhause ausmistet. So wurde dieses Buch in dem gehörten Interview mit der Autorin geschildert.
Doch irgendwie kann sich das Buch nicht so richtig entscheiden, ob es nun eine Anleitung sein will zum Entrümpeln der eigenen vier Wände und des eigenen Lebens oder doch die biografische Aufarbeitung der Vergangenheit der Autorin Anne Weiss.

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Luise Berg-Ehlers: Berühmte Kinderbuch-Autorinnen und ihre Heldinnen und Helden

Was haben Der kleine Lord, Heidi und Harry Potter gemeinsam? Was verbindet diese Heldinnen und Helden? Sie alle wurden von Autorinnen erdacht, die Dank dieser Fantasiefiguren im wörtlichen wie im übertragenen Sinn ihrer Welt entfliehen konnten.

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Carola Rackete: Handeln statt Hoffen – Aufruf an die letzte Generation

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Wer kann sich nicht an die Bilder in den Nachrichten erinnern, die Bilder der jungen Kapitänin, die sich dem damaligen italienischen Innenminister entgegenstellte und mit ihrem Rettungsschiff im Hafen von Lampedusa anlegte, um die aus Seenot geretteten Flüchtlinge in einen sicheren Hafen zu bringen. Wer kann ernsthaft all die Bilder von kranken, verletzten, verstörten und geschundenen Menschen vergessen, die auf seeuntüchtigen Schlauchbooten über das Mittelmeer flüchten, vor Armut, vor Hunger, Missbrauch und Versklavung.

In diesem Buch erzählt Carola Rackete die Geschichte dieser Rettung aus ihrer Sicht und sie erzählt, warum Menschen unter Lebensgefahr über das Meer flüchten. Und sie erklärt, was wir alle tun können, tun müssen, um die Welt so zu verändern, dass niemand mehr solch eine Flucht wagen muss.

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Luisa Neubauer / Alexander Repenning: Vom Ende der Klimakrise – Eine Geschichte unserer Zukunft

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Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.    Art 20a, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Luisa Neubauer, 23, gilt als das deutsche Gesicht der Fridays for Future-Bewegung. Sie wird auch immer wieder als die deutsche Greta Thunberg bezeichnet. Luisa Neubauer studiert Geographie.

Alexander Repenning, 30, ist Soziologe und arbeitet u.a. für die Right Livelihood Foundation, den Alternativen Nobelpreis.

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Alice Hasters: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten

Was ich nicht bedacht hatte, als ich mir dieses Buch zur Rezension wünschte, war, dass es für mich als weiße schwer wird, das Buch zu rezensieren. Nicht wegen des Buchs. Sondern weil das, was ich darüber schreibe, nicht losgelöst von meiner Hautfarbe zu betrachten ist. Kritisiere ich, mache ich mich dann des Rassismus verdächtig? Lobe ich, schmeichele ich mich dann ein und will doch nur von meinem eventuellen Rassismus ablenken?

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Lorna Neuber: Restorative Yoga

Endlich ein Yoga-Buch für Bewegungs-Legastheniker… 
Scherz beseite: das Buch von Lorna Neuber ist durchaus empfehlenswert. Es geht nicht um Yoga zur Kräftigung von Muskeln oder um den Sonnengruß. Die Autorin vermittelt in ihrem Buch die Form der Restorative Yoga zur Entspannung. Oder wie der Untertitel lautet: Ruhe und Kraft durch Entspannung.

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Marianne Salentin-Träger: Moodboards

Moodboards sind schon lange bekannt als Methode der Darstellung von Visionen, Wünschen, Plänen. In der Architektur, bei Designern oder auch bei Drehbuchautoren kommen Moodboards (auf Deutsch vielleicht zu übersetzen mit Stimmungstafel oder Visionswand, aber wie so oft trifft keine Übersetzung die wirkliche Bedeutung des englischen Ausdrucks) zum Einsatz. Auch für die private Anwendung gibt es inzwischen diesen Trend.

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