Jasmin Seidel – Lost Places am Bodensee

Was ist es, das diese Faszination ausmacht, mit der wir die sogenannten „Lost Places“ betrachten? Warum zieht es insbesondere Fotografen an diese verlorenen Orte? Wären fröhliche, bunte Szenerien nicht viel schönere Motive?

Die Antworten auf diese Fragen habe ich auch nicht. Faszinierend finde ich die an solchen verlassenen, teils verfallenen Objekten entstandenen Fotografien gleichwohl. Jasmin Seidel hat solche gelungenen Aufnahmen in diesem Band zusammenfasst, Aufnahmen, die sie an ganz unterschiedlichen Orten rund um den Bodensee gemacht hat.

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Jutta M. Ingala – 52 kleine & große Eskapaden im Osten der Niederlande

Zugegeben, ich liebe diese Eskapaden-Reihe des DuMont Reiseverlags. Schon die äußere Aufmachung, Haptik und Gestaltung macht einfach Freude. Es macht Freude, in diesen Büchern zu blättern, dabei davon zu träumen, die beschriebenen Orte aufzusuchen, dort zu schlendern, zu verweilen oder was immer man dort jeweils unternehmen kann.

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Matthias Heine – Ausgewanderte Wörter

Dass wir in unserem Alltag viele eingewanderte Wörter verwenden, ist nicht neu. Jeden Tag sprechen wir von Computer, Fisimatenten oder ähnlichem. Aber aus unserer Sprache sind auch ganz viele Wörter ausgewandert, in alle Himmelsrichtungen und zu allen Zeiten.

Davon erzählt Matthias Heine in seinem Buch, das etliche Beispiele aufzählt. Viele davon sind bekannt, zum Beispiel Rucksack oder Kindergarten. Aber wer hätte gewusst, dass in Samoa das Wort „Fünfer“ angekommen ist oder im Ungarischen das Wort „Kupplung“.

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Barbara Yelin, Miriam Libicki, Gilad Seliktar – Aber ich lebe

aus dem Englischen von Rita Seuß

Die Geschichte des Holocaust in Form eines Comics, als Graphic Novel? Kann das funktionieren? Daran zweifelte ich, als ich dieses Buch im Programm des C.H. Beck Verlags entdeckte, ich zweifelte, war aber auch neugierig. Daher habe ich es mir angeschaut und bin darin eingetaucht. Denn: es funktioniert fabelhaft.

„Vier Kinder überleben den Holocaust“, so lautet der Untertitel. Und genau darum geht es auch, um die Geschichten von 4 ganz unterschiedlichen Menschen, die in unterschiedlichen Ländern auf ganz unterschiedliche Weise die grausamen Schrecken überlebten.

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Elyas Jamalzadeh & Andreas Hepp – Freitag ist ein guter Tag zum Flüchten

Wann ist man wirklich angekommen? Wann ist eine Flucht wirklich zu Ende? Und wann ist das neue Zuhause Heimat? Und schließlich die Frage, die mich während der Lektüre dieses Buches immer wieder beschäftigte: Wie verkraftet man solche Erlebnisse?

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Mala Kacenberg – Malas Katze

aus dem Englischen von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann

Dieses Buch ist kein Roman, sondern die Erzählung der Erlebnisse der Autorin als Kind und Jugendliche während des Zweiten Weltkriegs. Die Jüdin Mala Kacenberg wurde 1927 in Polen geboren und wuchs in einem kleinen Dorf auf, in einer kinderreichen, armen Familie.

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Delphine Papin & Bruno Tertrais – Atlas der Unordnung

aus dem Französischen von Birgit Lamerz-Beckschäfer

Wer hätte gedacht, dass ein Buch, ein Atlas über Grenzen, so spannend und interessant sein könnte. Nun sind Grenzen auch gerade jetzt und eigentlich immer ein spannendes, weil hochpolitisches und damit brisantes Thema.

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Der herabschauende Hund

Herrlich! Wer das perfekte Geschenk für Hundeliebhaber und solche, die es werden sollen, sucht, muss zu diesem Buch greifen. Und dabei unbedingt ein Exemplar für sich selbst mitnehmen.

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Hedwig Herold-Schmidt – Florence Nightingale: Die Frau hinter der Legende.

Florence Nightingale war so viel mehr als nur die „Lady with the lamp“, als nur die Krankenschwester an den Betten der schwer verwundeten Soldaten des Krimkrieges im 19. Jahrhundert. Davon erzählt dieses Buch, das mehr ist als eine Biografie und das sich liest wie ein spannender Roman.

Einer der Forschungsschwerpunkte der Autorin sind Kultur- und Sozialgeschichte von Gesundheit und Krankheit. Das prädestiniert sie für dieses Buch, welches nicht nur das Leben und die Geschichte der Frau Florence Nightingale schildert, sondern auch die historischen Zusammenhänge erläutert, die Tätigkeit Nightingales in diese Zusammenhänge einordnet und damit erst verständlich und nachvollziehbar macht.

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Marie Kondo – Alles in Ordnung

aus dem Japanischen von Cordelia Suzuki

Selbst wenn man sich von dem, inzwischen schon wieder erheblich abgeflauten, Hype um Marie Kondo nicht anstecken lässt, so muss doch zugegeben werden, dass manche ihrer Tipps durchaus nützlich sind. Vieles, was sie anregt, scheint mir übertrieben, vor allem ihr Ansatz ist für mich nicht nachvollziehbar, anderes hingegen schafft tatsächlich etwas mehr Ordnung im eigenen Leben.

Daher gebe ich offen zu, dass ich, seit ich ihrer Anleitung zum ordentlichen Aufbewahren von Kleidung folge, der Inhalt meiner Kleiderschränke und Kommoden sehr viel übersichtlicher und sinnvoller aufgeteilt ist, meine Kleidungsstücke platzsparender und geschickter aufbewahrt werden.

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Torsten Körner – Die Kanzlerin am Dönerstand

Vermutlich gibt es bereits unzählige Bücher über Angela Merkel und sehr wahrscheinlich werden im Laufe der nächsten Jahre noch viel mehr dazukommen. Dennoch bin ich überzeugt, dass dieses hier etwas Besonderes ist und bleiben wird.

Torsten Körner, der mir durch sein Buch „In der Männerrepublik“ bekannt wurde, das ich letztes Jahr lesen durfte, legt hier etliche spannende, unterhaltsame, hintergründige Miniaturen aus dem Leben unserer inzwischen Alt-Kanzlerin vor.

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Gerbrand Bakker – Die 3 gibt es nicht

Wer kennt es nicht: man wandert einen markierten Wanderweg entlang und plötzlich fehlt eine Markierung. Wo geht es nun weiter? Geradeaus oder doch links abbiegen? Wo ist das Zeichen, die 1, der man die ganze Zeit gefolgt ist?

Über diesen Mangel an Markierungen, an Zeichen, die den Wanderer auf dem rechten Weg führen, hat sich Gerbrand Bakker auch einmal geärgert. Doch er beließ es nicht dabei, sondern beschloss, Abhilfe zu schaffen.

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Florian Illies – Liebe in Zeiten des Hasses

Florian Illies ist ein Satzvirtuose. Sätze, die er verfasst, wirken wie gemeißelt, fein ziseliert oder sanft gedrechselt. Dabei immer lebendig und brillant formuliert. So auch in diesem Buch, welches sich mit Liebesgeschichten von Künstlern und Künstlerinnen in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts befasst.

Beginnend 1929, erzählt Illies von allen den schillernden, kreativen, oft auch einflussreichen Schriftstellern, Malerinnen, Schauspielern, von den Kindern und Ehepartnern der oft verrückten, oft verruchten, gerne auch mal versponnenen Künstler in Deutschland und Europa.

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Felix Bork – Nicht verwechseln

Wie rezensiert man ein Buch ohne Text? Ein Buch, das durch seine Zeichnungen und die dazu gewählten Begriffe wirkt?

Ich weiß nicht, ob es heute noch Menschen gibt, die das Spiel „Teekesselchen“ kennen. Es geht dabei darum, einen Begriff pantomimisch darzustellen, der jedoch zwei ganz unterschiedliche Bedeutungen hat. Bekanntes Beispiel ist der Ball. Der einmal ein Spielgerät sein kann für 22 schwitzende Männer (oder Frauen), zum anderen aber auch eine Festivität, für die sich Männer und Frauen besonders elegant kleiden – dabei aber nicht minder oft heftig schwitzen…

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Ronald D. Gerste – Trinker, Cowboys, Sonderlinge

Der Untertitel dieses Buches lautet: Die 13 seltsamsten Präsidenten der USA. Und es ist natürlich klar, an wen wir alle da zuerst denken. Genau. An jenen. Dem selbstverständlich auch ein Kapitel gewidmet ist.

Die anderen Sonderlinge sind nicht alle so bekannt. Jedem sind die Namen von John F. Kennedy, Theodore Roosevelt oder Richard Nixon geläufig. Aber wer erinnert sich an Andrew Jackson, den Unbeherrschten, an Chester Alan Arthur, Lebemann und Reformer oder Calvin Coolidge, den Maulfaulen.

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Tami Fischer – Booklover Journal: Für alle, die das Lesen lieben

Dem Untertitel dieses liebevoll gestalteten Buchs ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Er sagt schon fast alles, was man darüber wissen muss.

Ein wenig erinnert dieses Buch an die Freundschaftsbücher, die man in der Schule mit den Klassenkameraden austauscht, die nach Hobbys, Lieblingsessen und Lieblingsschulfächern fragen. Ähnlich gestaltet ist auch dieses Journal, nur dreht es sich hier nicht um Freunde, sondern eben um Bücher.

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Uwe M. Schneede – Paula Modersohn-Becker

Spätestens seit einem Aufenthalt in Worpswede bin ich Fan von Paula Modersohn-Becker (1876-1907). Aber nicht nur ihre Bilder begeistern mich, vor allem die Frau und ihre Geschichte faszinieren. Nachdem ich nun kürzlich, zusätzlich zur Lektüre dieses Buches, auch noch eine umfangreiche Ausstellung ihrer Werke in der Schirn in Frankfurt/Main besuchen konnte, ist vieles wieder sehr präsent.

Paula Modersohn-Becker ist mit ihrer Art der Malerei nicht immer auf Gegenliebe gestoßen.

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Susanne Völler und Lucia Lehmann – 52 kleine & große Eskapaden in und um Köln

Jessica Niedergesäß - 52 kleine & große Eskapaden in und um Düsseldorf

Auch ohne sich auf den Weg zu machen und die genannten Eskapaden zu erleben, machen diese beiden Bücher großen Spaß, erfreuen das Auge, wecken Vorfreude auf interessante und abwechslungsreiche Touren.

Der Aufbau ist in beiden Büchern gleich: geordnet nach der Länge des Ausflugs – eine kleine Auszeit von vier Stunden, eine ganze Tagestour oder ein komplettes Wochenende – bieten sie vielfältige Anregungen. Ob man sich nun mehr für die Natur, mehr für Geschichte, für Kulinarisches oder Architektur interessiert, ob man lieber zu Fuß unterwegs ist oder mit dem Rad, für jeden und jede findet sich etwas in diesen handlichen und wunderschön gestalteten Büchern.

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Niklas Frank – Meine Familie und ihr Henker

Es kann sich sicher niemand vorstellen, wie es ist, als Kind eines hochrangigen Nazi-Verbrechers aufzuwachsen und zu leben. Den Namen eines solchen Mannes zu tragen, die Taten zu kennen und das ein Leben lang mit sich herumzutragen. Wenn man dazu noch in der eigenen Familie eher Verständnis für den Täter als für die Opfer findet, muss es geradezu grausam sein.

Solch ein Leben hat, so ergibt es sich für mich aufgrund des vorliegenden Buchs, Niklas Frank geführt.

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Andrea Schomburg & Irmela Schautz – Der geheime Ursprung der Redensarten

~ 1 Kommentar

Schon das im vergangenen Jahr erschienene Buch der beiden Verfasserinnen „Der geheime Ursprung der Wörter“ hat mich begeistert und wunderbar unterhalten. Nun bringen die Beiden einen weiteren Band heraus und das Vergnügen ist genauso groß.

Wir fragen uns doch alle hin und wieder, woher wohl die Redensart „Jemandem nicht das Wasser reichen können“ stammt oder welchen Ursprung der Spruch „Sich etwas hinter die Ohren schreiben“ hat.

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Fränzi Kühne – Was Männer nie gefragt werden: Ich frage trotzdem mal

Als ich vor etlichen Jahren in meinem Beruf begann, Karriere zu machen und die ersten Geschäftsreisen anstanden, fragte mich mein damaliger, selbst vielreisender Vorgesetzter: „Was sagt denn Ihr Mann dazu, dass Sie reisen wollen?“ Zuerst war ich völlig perplex über diese Frage und fragte dann zurück: „Und was sagt Ihre Frau zu Ihren vielen Reisen?“.

An diese Frage, die Männern nie gestellt wird, musste ich denken, als ich dieses Buch in Händen hielt. Auch wenn mein Erlebnis viele Jahre her ist, hat sich, glaube ich, seither zwar manches, aber lange nicht genug geändert. Genau das thematisiert Fränzi Kühne in ihrem Buch.

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Bill Francois – Die Eloquenz der Sardine

Ist das nicht ein wunderbarer Buchtitel? Macht der nicht so neugierig auf dieses Buch, dass man es unbedingt lesen muss? Der Gegensatz in diesem Titel ist es, der ihn so interessant, so außergewöhnlich macht: die Eloquenz der doch angeblich stummen Sardine, der angeblich schweigsamen Fische. Die, und davon berichtet der Autor, gar nicht so stumm sind.

Bill Francois ist zugleich Wissenschaftler und Schriftsteller. Seine Leidenschaft, die man in jedem Satz dieses Buch spürt, gilt den Flüssen und Meeren und den darin wohnenden Lebewesen.

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Walter A. Sontag – Das wilde Leben der Vögel

Nicht nur Vogelliebhaber und Vogelbeobachterinnen werden dieses Buch mögen und es immer wieder gerne zur Hand nehmen. Dies auch wegen der schönen Optik und der angenehmen Haptik, die die Leserin ansprechen und die Lektüre des Buches zu einer Freude machen.
Walter A. Sontag ist am Naturhistorischen Museum in Wien tätig und forscht seit mehr als 40 Jahren über Vögel, ihre Arten und Varianten, ihr Leben und ihr Verhalten.

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Helge-Ulrike Hyams – Denk ich an Moria

Der Autorin – Psychoanalytikerin und Professorin für Erziehungswissenschaften, geboren 1942 – gelingt es, die Realität im Lager Moria auf Lesbos zu schildern, ohne zu dramatisieren. In ruhigem, und dadurch vielleicht gerade wirkungsvollerem, Ton beschreibt sie das Leben der Flüchtlinge ebenso wie die Zustände, unter denen die vielen NGOs versuchen, den im Lager untergebrachten Menschen zu helfen.

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Susanne Schmidt – Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei: Eine Berliner Busfahrerin erzählt

Sind wir doch mal ehrlich: Wer achtet im täglichen Berufsverkehr, bei Stress und Hektik im Alltag, auf die Fahrer und Fahrerinnen im Öffentlichen Nahverkehr? Nun, ich werde jedenfalls künftig mehr hinschauen, mal ein Lächeln schenken, freundlich grüßen und mich dabei an dieses Buch erinnern.

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Michael Macht – Hunger, Frust und Schokolade: Die Psychologie des Essens

Ein besseres Timing für das Erscheinen dieses Sachbuchs hätte man sich kaum ausdenken können. Jetzt, während der Pandemie, wo wir alle unserem Frust mit Essen begegnen und dadurch mehr zunehmen als gut für uns ist, hilft diese Analyse unseres Essverhaltens.

Michael Macht, Psychotherapeut und Professor für Psychologie an der Universität Würzburg, legt hier sein erstes populärwissenschaftliches Buch vor. Und das ist ihm, meiner Meinung nach, durchaus gelungen.

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Silke Heimes – Ich schreibe mich schlank

Neugier und die Frage, was sich dahinter verbirgt, hat mich zu diesem Buch greifen lassen. Hinter diesem Titel vermutete ich ein Sachbuch, welches sich (auch) mit dem Kreativen Schreiben befasst. Ein Missverständnis, das ich aber natürlich nicht dem Buch vorwerfen kann.

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Christa Pöppelmann – Deutschland für Dummies

Wer gerne Trivial Pursuit oder Quizduell spielt, wird froh sein, dieses Buch zur Hand zu haben. Auch hilft es sicher bei schleppendem Partytalk, wenn man mit nützlichem oder unnützem Wissen glänzen möchte.

Das im üblichen Dummies-Stil gestaltete Buch von Christa Pöppelmann versorgt die Leserin mit interessantem Allgemeinwissen, aber auch mit spannenden Details oder witzigen Anekdoten über unser Heimatland. 15 Kapitel, zusammengefasst in vier Teilen mit den Überschriften „Steckbrief Deutschland“, „Grundlagen im Wandel“, „Alltägliches und Besonderes“ sowie „Der Top-Ten-Teil“, stellen Deutschland aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln vor. Nach einer Darstellung der wichtigsten trockenen Fakten – Bevölkerung, Statistiken zu Beschäftigung, Geschlecht, Alter usw. – wird Geschichtliches erläutert, Exekutive, Legislative etc. erklärt und sehr gut strukturiert viele Fragen beantwortet, die sich vermutlich jeder schon mal stellte. So geht es um Migration und Integration, um Bildung, um die Digitalisierung, Kriminalität, Medien und vieles mehr. Dabei sind die Texte nicht in trockener, spröder Form präsentiert, sondern in gut lesbarem Stil, frisch und flott, wie man es von der Reihe gewöhnt ist.

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Esther Safran Foer – Ihr sollt wissen, dass wir noch da sind

Der Titel des Buchs ist die Botschaft, die Esther Safran Foer ihren im Holocaust getöteten Familienmitgliedern an deren Grab zuruft. Sie, ihre Kinder und deren Kinder, sie sind noch da und halten die Geschichte der Familie am Leben.

In diesem sehr intensiven und sehr persönlichen Buch erzählt die Autorin – sie ist die Mutter des Bestsellerautors Jonathan Safran Foer („Wir sind das Klima“) – vor allem die Geschichte ihrer Eltern.

Esther Safran Foer wird 1946 geboren, doch erst viele Jahre später, als Erwachsene, erfährt sie, warum in ihrer Geburtsurkunde ein falsches Datum und ein falscher Geburtsort genannt sind. Ebenso wie sie erst als Erwachsene durch Zufall lernt, dass ihr Vater, der 1954 starb und nie über sich oder seine Vergangenheit sprach, eine weitere Familie hatte. Dass seine erste Frau und seine Tochter – ihre Halbschwester – im Holocaust ermordet worden waren.

Diese Tatsache, doch nicht nur diese, sind für sie Motiv und Anlass für eine Reise in die Vergangenheit. Sie will herausfinden, wie ihr Vater den Holocaust überlebte, wer ihn rettete und wieso er nie von seiner ersten Familie sprach, sprechen konnte. Wie so viele machte auch Esther Safran Foer die Erfahrung, dass die Generation ihrer Eltern mit ihren Kindern nicht über den Holocaust, die Verluste und das Leid, das sie erlitten hatten, sprechen kann. Ihren Enkeln jedoch können sie davon erzählen, da ist das Thema kein Tabu, keine im Herzen und im Gedächtnis eingeschlossene Erinnerung. 

Bevor Esther Safran Foer, mit nicht mehr als einem alten Foto und einer handgezeichneten Karte, aber diese Reise in die Ukraine, woher ihre Familie ursprünglich stammte, antritt, verfolgt sie viele andere Spuren, um mehr über die großen Familien ihrer Mutter und ihres Vaters zu erfahren.

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Ingrid Retterath – Schlösser und Burgen in der Eifel

Ein schmaler Band, der reich bebildert die schönsten Burgen, Burgruinen und Schlossanlagen zwischen Aachen und Trier vorstellt, dabei auch über die Grenzen zu Belgien und Luxemburg schaut.

Mehr als 30 Bauwerke zeigt uns die Autorin, erfasst in alphabetischer Reihenfolge. Dabei erzählt sie zu jeder Burg deren Geschichte, natürlich verkürzt, aber doch das Wichtigste, Interessanteste sowie die eine oder andere Anekdote. Also gerade so viel, wie ein künftiger Besucher des Gebäudes vorab erfahren möchte, um nicht ganz unwissend die Fahrt zu der mächtigen, teils geschickt restaurierten Burg oder dem malerischen Schloss anzutreten.

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