Meine Welt dreht sich um Worte.

Um die, die ich lese …

Meine unheilbare Leselust begann in der ersten Schulklasse, als ich, sehr zum Leidwesen meiner Mutter, auf dem Heimweg grundsätzlich alle Schilder und Reklamen lesen können wollte. Bis heute ist Lesen für mich die schönste Art, meine Zeit zu verbringen. Eine Welt ohne Bücher wäre für mich unbewohnbar. Auf die berühmte Frage nach meinem Gepäck bei der Reise auf die einsame Insel wäre meine Antwort: mein Bücherregal.

Statt Lieblingsautoren oder Lieblingsbücher habe ich eher, oft wechselnde, Lieblingsthemen. Oder ich bevorzuge phasenweise bestimmte Genres oder Schreibstile, die sich dann durchaus auch gerne in meinen eigenen Texten niederschlagen.

Lesen bedeutet für mich Eintauchen in Leben und Erlebnisse der erfundenen oder realen Protagonisten und Lernen von erfolgreichen und erfahrenen Autoren. Das Gelesene mit anderen teilen zu wollen, hat mich schließlich dazu gebracht, Rezensionen zu verfassen, um auf gute und lesenswerte Bücher aufmerksam zu machen – und auf die weniger guten. Wir wissen natürlich, dass jede Buchbesprechung immer nur den Geschmack des Rezensenten widerspiegelt, aber als Entscheidungshilfe ist es doch schon mal kein schlechter Anfang.

… und um die, die ich schreibe.

Wenn ich nicht lese, schreibe ich. Trotz eines anspruchsvollen Berufs, in dem ich zwar viel, aber wenig Kreatives schreibe und trotz zweier mehr oder weniger unabhängiger Söhne und eines schmusesüchtigen Katers mit eigenem Polster auf meinem Schreibtisch und vor allem dank eines wirklich sehr geduldigen Lebenspartners — O-Ton: „Gut, wenn sie beschäftigt ist. Dann hab ich meine Ruhe“ –, gelingt es mir, meine vielen Ideen und Fantasien zu Heft beziehungsweise auf den Monitor zu bringen. (Dabei sind die Sätze aber normalerweise nicht so lang wie der grade eben… Ehrlich.)

Beim Schreiben meiner Texte verbrauche ich meistens stapelweise Papier, bis die jeweilige Geschichte endlich erst in meinen und dann aber auch in den Augen meiner Testleser Billigung findet. Hier findest du ein paar Kostproben.

Was mich daran begeistert …

Was begeistert mich am Schreiben? Besonders das Erfinden von Personen, das Gestalten und Entwickeln von Charakteren fasziniert mich. Es ist nicht so, dass ich unbedingt der Welt etwas mitzuteilen hätte oder dass ich schreiben muss, weil etwas in mir mich dazu drängt. Aber mir die handelnden Personen meiner Geschichten auszudenken, mir ihr Leben auszumalen, ihre Vergangenheit, ihre Persönlichkeit; was hat sie geformt, warum handeln sie jetzt so und nicht anders – das fesselt mich. Diese Lebensgeschichten habe ich im Kopf beim Schreiben meiner Geschichten, auch wenn dann vielleicht kaum etwas davon in meinen Erzählungen auftauchen mag. Es entsteht eine Beziehung zwischen mir und den aus meiner Fantasie entstandenen Figuren.

… und was mich dabei antreibt

Und schließlich beim Schreiben selbst oder beim späteren Überarbeiten ist es die Suche nach dem bestmöglichen Ausdruck, dem optimalen Wort, nach dem passendsten Adjektiv, der perfekten Metapher, diese Suche, die eigentlich nie zu Ende ist, denn als Autor ist man mit dem eigenen Werk niemals wirklich ganz zufrieden. Doch einmal muss man seinen Text loslassen und auch das ist einer der spannenden Momente beim Schreiben. Denn nicht nur für die Schublade – oder heutzutage für die Festplatte – zu schreiben, sondern erfahren, wie die eigenen Texte, die eigene Sprache, die eigenen Worte auf andere wirken; Gedanken, Ideen, Fantasien, Gefühle, Ängste, Freuden mit anderen teilen – das treibt mich an.

Das bin ich

Geboren wurde ich übrigens vor reichlich Jahren in Frankfurt am Main. Heute lebe ich mit Partner und Kater im Rheinland. Ich schreibe nicht nur allein, sondern auch als Mitglied der Autorengruppe SiebenSchreiber in Wegberg. Schließlich beteilige ich mich regelmäßig an Schreibwettbewerben, hin und wieder tatsächlich mit Erfolg, wie du hier sehen kannst. Und manchmal steht sogar etwas über mich in der Presse.