Meine Welt dreht sich um Worte.

Um die, die ich lese …

Meine unheilbare Leselust begann in der ersten Schulklasse, als ich, sehr zum Leidwesen meiner Mutter, auf dem Heimweg grundsätzlich alle Schilder und Reklamen lesen können wollte. Bis heute ist Lesen für mich die schönste Art, meine Zeit zu verbringen. Eine Welt ohne Bücher wäre für mich unbewohnbar. Auf die berühmte Frage nach meinem Gepäck bei der Reise auf die einsame Insel wäre meine Antwort: mein Bücherregal.

Lesen bedeutet für mich Eintauchen in Leben und Erlebnisse der erfundenen oder realen Protagonisten und Lernen von erfolgreichen und erfahrenen Autoren. Das Gelesene mit anderen teilen zu wollen, hat mich schließlich dazu gebracht, Rezensionen zu verfassen, um auf gute und lesenswerte Bücher aufmerksam zu machen – und auf die weniger guten. Wir wissen natürlich, dass jede Buchbesprechung immer nur den Geschmack der Rezensentin widerspiegelt, aber als Entscheidungshilfe ist es doch schon mal kein schlechter Anfang.

… und um die, die ich schreibe.

Was begeistert mich am Schreiben? Besonders das Erfinden von Personen, das Gestalten und Entwickeln von Charakteren fasziniert mich. Es ist nicht so, dass ich unbedingt der Welt etwas mitzuteilen hätte oder dass ich schreiben muss, weil etwas in mir mich dazu drängt. Aber mir die handelnden Personen meiner Geschichten auszudenken, mir ihr Leben auszumalen, ihre Vergangenheit, ihre Persönlichkeit; was hat sie geformt, warum handeln sie jetzt so und nicht anders – das fesselt mich. Diese Lebensgeschichten habe ich im Kopf beim Schreiben meiner Geschichten, auch wenn dann vielleicht kaum etwas davon in meinen Erzählungen auftauchen mag. Es entsteht eine Beziehung zwischen mir und den aus meiner Fantasie entstandenen Figuren.

Und schließlich beim Schreiben selbst oder beim späteren Überarbeiten ist es die Suche nach dem bestmöglichen Ausdruck, nach dem passendsten Adjektiv, der perfekten Metapher, diese Suche, die eigentlich nie zu Ende ist, denn als Autor ist man mit dem eigenen Werk niemals wirklich ganz zufrieden. Doch einmal muss man seinen Text loslassen und auch das ist einer der spannenden Momente beim Schreiben. Denn nicht nur für die Schublade – oder heutzutage für die Festplatte – zu schreiben, sondern erfahren, wie die eigenen Texte, die eigene Sprache, die eigenen Worte auf andere wirken; Gedanken, Ideen, Fantasien, Gefühle, Ängste, Freuden mit anderen teilen – das treibt mich an.

Der enge Kontakt, ja die Freundschaft zu anderen Autorinnen und Autoren ist bei all dem eine wunderbare Hilfe und Erfahrung. Gegenseitig unterstützen wir uns als Testleserinnen, beim Überwinden von Schreibblockaden, geben uns Zuspruch und Motivation. Teil eines solchen Netzwerks zu sein ist unentbehrlich und wertvoll.

Das bin ich

Geboren wurde ich übrigens vor reichlich Jahren in Frankfurt am Main. Nach mehr als zwei Jahrzehnten in Osthessen lese und schreibe ich heute im Rheinland. Inzwischen habe ich zahlreiche Kurzgeschichten und Erzählungen veröffentlicht, im Selfpublishing, als erfolgreiche Einreichungen bei Ausschreibungen oder in Anthologien meiner Autorengruppe SiebenSchreiber. Plots zu mehreren Romanen liegen in meiner Schublade beziehungsweise auf der Festplatte meines Computers. Mancher existiert bislang auch nur in meinem Kopf.
Seit zwei Jahren bin ich außerdem in einem kleinen Verlag als Lektorin tätig und Mitglied der Jury bei Ausschreibungen.
Inspiriert und unterstützt werde ich bei all dem von meinem geduldigen Lebenspartner, zwei erwachsenen Söhnen und einem sehr verschmusten Kater.

Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen. (Giuseppe Mazzini)