Philippa Perry – Die Therapeutin und ihre Mörder: Dr. Pat Phillips und der tote Klient

⭐⭐⭐

Spröde Protagonistin, ein verworrener Fall und wenig Spannung

Am Untertitel dieses Buchs kann man schon erkennen, dass dies als Reihe ausgelegt ist, man also mit weiteren von der Therapeutin Pat Phillips gelösten Mordfällen zu rechnen hat. Doch war dieser erste Fall nicht wirklich fesselnd genug, um mir Lust auf Fortsetzungen zu machen.

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Camilla Barnes – Keine Kleinigkeit

⭐⭐⭐⭐⭐

Eigentlich eine ganz normale Familie – doch diese Ehe hat es in sich

Ein Roman, in dem nicht viel geschieht, der aber doch fesselt wie ein guter Krimi – das zu schreiben ist schon eine Kunst. Gelungen ist dies der in Paris lebenden Engländerin Camilla Barnes direkt mit ihrem Debüt.

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Marcel Huwyler – Der Herr Wälti und das fette Alphorn

⭐⭐⭐⭐⭐

Ziemlich abgedreht, ungemein witzig und dazu noch ein bisschen spannend

Der Name Huwyler ist und bleibt einfach ein Garant für gute Unterhaltung, für ganz spezielle Figuren, für verwickelte Geschichten und für viel Spaß an urigen Worten. So auch hier im zweiten Band der Reihe um den taxifahrenden, selbsternannten Detektiv Wälti (dessen Vorname ein tiefes Geheimnis bleibt).

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Thomas Montasser – Die Wanderbücherei

⭐⭐⭐

Die immer gleiche Geschichte – immer wieder berührend

Wenn Zwei sich nicht lieben dürfen, ist das immer eine tragische Geschichte. Und wenn die Politik, die Geschicke Schuld sind am Drama der Liebenden, dann ergibt das stets reichlich Stoff für zu Herzen gehende Romane.

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Alexandra Holenstein – Arrivederci am Lago Maggiore

⭐⭐⭐⭐⭐

Ein Hotel voller Mord und Intrigen – sprachlich gelungener, leichtfüßiger Krimi

Tabea Kummer geht wieder auf Mörderjagd, natürlich unfreiwillig und ebenso natürlich erfolgreich. Die leicht unterforderte Lehrerin übernimmt in den Ferien auf Wunsch ihres Vermieters den Job als Hausdame in dessen Hotel, quasi als dessen Vertretung während seiner Abwesenheit. Hätte sie vorher gewusst, was sie erwartet …

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Claire Fuller – Das Gedächtnis der Tiere

⭐⭐⭐

Nach starkem Beginn etwas abflachende Dystopie mit mittelmäßigen Figuren

Zuerst hat mich dieser Roman wirklich gepackt, war der Einstieg spannend und vor allem erinnerte es mich an den ganz wunderbaren Roman „Die Letzte macht das Licht aus“ von Bethany Cliff. So waren dann meine Erwartungen nach den ersten Kapiteln dementsprechend hoch.

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Alexandra Kui & Peter Godazgar – Böse Aussicht

⭐⭐⭐

Brandstiftung und Mord im Harz – nettes Ermittlerduo in einem eher ruhigen Krimi

Die Fortsetzung des ersten Harz-Krimis der beiden Verfasser:innen, der mich wirklich begeistert hatte mit seinem Humor, seinen sympathischen Figuren und der unterhaltsamen Story. Diesmal haben es Polizist Andreas und Tourismusbeauftragte Ariane mit einer in Brand gesteckten Hütte und einer dort gefunden Leiche zu tun.

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Sandra Lüpkes – Ein Ort, der bleibt

⭐⭐

Ziemlich langweilige Geschichte um drei Frauen und einen Garten zu unterschiedlichen Zeiten

Die Autorin Sandra Lüpkes ist sehr erfolgreich mit ihren immer gelungenen Kriminalromanen und als Drehbuchautorin (Wilsberg, Friesland u.ä.). Aber auch mit historischen Romanen konnte sie mich bislang überzeugen.

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Leonie Swann – Widdersehen

⭐⭐⭐⭐⭐

Ein neuer Schafskrimi – absolut gelungen, herrlich komisch und dabei auch noch tiefgründig

Endlich die Fortsetzung der erfolgreichen Schafskrimi-Reihe von Leonie Swann. Und der neue Band steht dem Beginn in nichts nach – allerdings hätte es nicht geschadet, wenn ich die ersten Romane „Glenkill“ und „Garou“ noch einmal gelesen hätte, bevor ich in „Widdersehen“ eingestiegen bin. Obwohl man das neue Buch auch ganz wunderbar versteht, ohne die ersten Bände zu kennen.

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Jess Kidd – Mord in der Pension Möwennest

⭐⭐⭐⭐

Ex-Nonne auf der Suche nach der verschwundenen Freundin – nicht gänzlich überzeugender Krimi

Ich liebe normalerweise die Romane von Jess Kidd, die mystische, fantastische Geschichten erzählen voller geheimnisumwobener Figuren. Doch dieses neue Buch ist anders, es fehlen genau diese Mystik, die Fantasie und auch leider ein bisschen die Spannung.

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Ross Montgomery – Tee, Tod und die versiegelte Tür

⭐⭐⭐⭐⭐

Charmante Story mit Witz, Tempo und Humor – klassischer Krimi voller Wendungen

Die ultimative Herausforderung für Ermittler, egal ob Hobbydetektivin oder Inspektor: Ein Mord in einem verschlossenen Raum, ohne Geheimtür und ohne jeden Hinweis auf Täter oder Täterin.

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Dana Lukas – Ein Huhn kommt selten allein

⭐⭐⭐⭐⭐

Wohlfühlgeschichte, warmherzig erzählt, wenn auch ein wenig zu heile Welt

Romane, deren Handlung sich mittelbar um Tiere dreht, sind momentan zahlreich zu finden. Was kein Nachteil sein muss, machen sie doch meist recht viel Spaß und erzählen nette und oft humorvolle Geschichten.

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Laura Baldini – Und sie schenkten ihnen ein Zuhause

⭐⭐⭐⭐⭐

Roman um von Anna Freud gegründete Kriegswaisenhäuser in England – spannend, berührend, interessant

Auch wenn der Titel dieses Roman ein bisschen arg kitschig klingt und auch wenn die Geschichte, die die hier unter Pseudonym schreibende Beate Maly erzählt, manchmal ein bisschen ins Süßliche abgleitet, so ist das Ganze doch sehr fesselnd. Insbesondere der historische Hintergrund macht die Story packend und interessant.

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Vera Zischke – Pina fällt aus

⭐⭐⭐⭐⭐

Berührende Geschichte um Mutterliebe, Einsamkeit, Nachbarschaft und Hilfsbereitschaft

Auf spröde Weise und vielleicht gerade darum zu Herzen gehend erzählt Vera Zischke von Eigenbrötlerinnen und Sonderlingen, von aufbegehrenden Teenagern und einsamen Greisinnen, von unerschütterlicher Mutterliebe, von verzweifelter Sorge und helfenden Händen.

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VON DER BACKLIST: Anne C. Voorhoeve – Chicken impossible

⭐⭐⭐⭐⭐

Zwei Schwestern und vier Hühner – Familie ist lebensgefährlich

Dass dies der erste Krimi für Erwachsene ist, den diese Autorin veröffentlicht, mag man kaum glauben. So genial ist der Mix aus tierischem Spaß und emotionalem Familienzwist, so perfekt die Balance zwischen Humor und Drama, zwischen ironischem Witz und höchster Spannung.

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Laura Dickerman – Shared Desk

⭐⭐

Gute Plotidee schlecht umgesetzt – abgebrochen

An diesen Roman bin ich mit froher Erwartung herangegangen, die Idee, die dem Plot zugrunde zu liegen schien, wirkte interessant und war mal etwas neues. Aber schlechter Schreibstil und die ebenfalls nicht gut gelungene Übersetzung verdarben mir komplett den Spaß.

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Sunil Mann – Ziemlich beste Verbrecher

⭐⭐⭐⭐⭐

Witzige Geschichte um zwei schräge Hobbydetektive mit dubioser Vergangenheit – Fortsetzung erwartbar

Aus finanzieller Not heraus Detektiv spielen, auch eine Möglichkeit, die Kasse zu füllen. Hier stehen zwei ältere Herrschaften vor dem Problem, wie sie zu Geld kommen. Alois Mistelzweig und Berta Bartók, die im schlossähnlichen Haus ihrer auf merkwürdige Weise verschwundenen Arbeitgeberin wohnen, müssen dabei nicht nur ihre Geldnöte bekämpfen, sondern auch verhindern, dass jemand nach eben dieser Arbeitgeberin sucht.

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Jacqueline Harpman – Ich, die ich Männer nicht kannte

⭐⭐⭐⭐⭐

Trotz der langsamen Erzählweise spannend, dabei tiefsinnig und auch erschreckend

Dieser Roman ist einerseits durchaus verstörend und lässt die Leserin mit vielen Fragen zurück, andererseits aber auch hochdramatisch, fesselnd und berührend. Doch die im Klappentext hergestellten Vergleiche zu „Die Wand“ von Marlen Haushofer oder „Der Report der Magd“ von Margret Atwood passen meiner Meinung nach nicht wirklich. Auch würde ich das Buch nicht als feministisch bezeichnen.

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Simon van Booy – Eine Maus namens Merlin

⭐⭐⭐⭐⭐

Nach etwas zähem Beginn herzerwärmende und berührende Geschichte um Einsamkeit und Freundlichkeit

Ein Maus holt eine alte Dame, die bereits mit ihrem Leben abgeschlossen hatte, aus ihrer Einsamkeit. Was für ein Plot, nicht neu, aber immer wieder schön und hier nun auch angenehm zu lesen.

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Hedda Anders – Mörder bei die Fische

⭐⭐⭐

Leichte Unterhaltung, nett zu lesen, allerdings ohne jede Krimi-Spannung

In diesem Krimi stehen eindeutig der Humor und die Figuren wesentlich mehr im Vordergrund als die Handlung oder gar die Aufklärung der Tat.

Bei der es sich natürlich um Mord handelt. Das Opfer baumelt eines Tages an der Angel eines Teilnehmers am Aalangelwettbewerb anlässlich der „Aalnacht“ im Dorf, in welchem die Ex-Kommissarin Wencke inzwischen lebt, zusammen mit dem Alpaka Christopher und ihrem Freund Hosse, seines Zeichens Wirt.

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Franka Bloom – Andere nennen es Urlaub

⭐⭐

Seicht, vorhersehbar, überraschungsfrei – wenig unterhaltsame Urlaubsgeschichte

Das war leider nichts für mich, auch wenn es vielversprechend und nett klang im Klappentext. Diese Geschichte war locker und leicht erzählt, aber zu altbekannt, zu oberflächlich und eben auch ohne große Überraschungen.

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VON DER BACKLIST: Christian Schnalke -Louma

⭐⭐⭐⭐⭐

Eines der besten Bücher überhaupt – sensibel, humorvoll, einfühlsam und einfach ganz wunderbar (und neu als Film in der ARD Mediathek zu sehen)

Wie muss ein Roman sein, den man nicht aus der Hand legt, in dem man ganz drin ist und von dem man wünscht, dass er nicht zu Ende geht? Der nachwirkt, dessen Figuren einen noch lange begleiten, wie gute Freunde? So wie „Louma“ von Christian Schnalke!

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Anna Täuber – Schräge Vögel: SOKO Zwergsäger

⭐⭐⭐⭐⭐

Geniale Truppe auf Mörderjagd, wenn sie nicht gerade Vögel beobachten

Hier sind es in der Tat die Hauptfiguren, die die Geschichte tragen, die den Charme des Romans ausmachen und die für Tempo, Spannung und vor allem Humor sorgen. So macht Lesen Spaß.

Wieder sind sie in einen dubiosen Mordfall verwickelt, die vier Hobby-Ornithologen Harald, 74 und ehemaliger Forensiker, Thilo, 22, Student und sehr verliebt in Emily, Sabine, 56, Mutter und Tochter und somit ständig beschäftigt und in Sorge, sowie Katja, 47, stets das passende Lateinzitat auf dem Lippen tragende Altphilologin, der jedoch oft die Worte fehlen, wenn es um ihre Gefühle geht.

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Clare Chambers – Heimliche Zeilen

⭐⭐⭐

Reicht nicht an ihre anderen Bücher heran – recht dröge Story um einen Erfolglosen

Von Clare Chambers beiden Büchern „Kleine Freuden“ und „Scheue Wesen“ war ich absolut begeistert. Beide zeichnen sich vor allem durch die Sanftheit aus, mit der die Autorin ihre Figuren darstellt, durch das Ausmaß an Empathie, an Verständnis, an Mitgefühl. In beiden Büchern sind Menschen die Protagonisten, die anders sind als die anderen, die scheu sind, zurückhaltend. Ihre Figuren sind liebevoll gezeichnet und wecken Liebe (auch wenn das arg pathetisch klingt) in der Leserin.

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Sven Stricker – Sörensen geht aufs Haus

⭐⭐⭐⭐

Richtig gut geschrieben, aber weniger Krimi als Psycho- und Sozialstudie

Der zweite Sörensen-Krimi von Sven Stricker, den ich gelesen habe. Und schon wie beim letzten Band sah ich beim Lesen stets den Schauspieler Bjarne Mädel vor mir, der den Kommissar im Film verkörpert. Und hörte seine unvergleichliche Art zu sprechen in den Dialogen.

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Susanne Goga – Die Geister von Beelitz

⭐⭐⭐⭐

Leo Wechsler ermittelt undercover – bedingt spannender historischer Krimi

Ich bin großer Fan von Susanne Goga und von ihrer Leo-Wechsler Reihe um den Kommissar, der im Berlin der 20er Jahre unerschrocken und erfolgreich Mörder zur Strecke bringt, nun schon im zehnten Band.

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Megan Nolan – Kleine Schwächen

⭐⭐⭐⭐

Kleine Schwächen mit großer Wirkung – beeindruckende Geschichte um Verlorene

Schon allein der Aufhänger des Romans, die Ausgangssituation, ist herausfordernd, für die Figuren wie für die Leserin. Ein kleines Mädchen stirbt und ein anderes kleines Mädchen soll sie getötet haben.

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VON DER BACKLIST: Susann Pásztor – Von hier aus weiter

⭐⭐⭐⭐⭐

Warmherziger, Mut machender Roman, nicht nur über Trauerbewältigung

Von dieser sehr begabten Autorin stammt auch der Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“, den ich zwar nicht gelesen, dafür aber als Verfilmung mit der wunderbaren Iris Berben gesehen habe. Und der neue Roman steht dem vorigen in überhaupt nichts nach.

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Alexandra Benedict – Böser, böser Wolf

⭐⭐

Mördergeschichte in Märchenform – ungewöhnlich, aber auch wirr und arg schwülstig

Das war leider so gar nicht meins, dieses Buch. Die bisherigen Romane von Alexandra Benedict hatten Charme, waren von gelungenen Figuren getragen und warteten mit überraschenden Twists auf.

Letzteren hat auch das neue Buch durchaus zu bieten, allerdings auf eine Art und Weise, die mir nicht gefiel. Das spricht ganz und gar nicht gegen den Roman, sondern liegt vorrangig an meinem Geschmack und meinen Genre-Vorlieben.

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Fergus Craig – Betreutes Morden

⭐⭐⭐⭐

Mord im Seniorenheim voller ehemaliger Ermittler und Krimineller – oder beidem …

Seit den gelungenen Romanen von Richard Osman über das Seniorenquartett, das stets die schwierigsten Kriminalfälle löst, ist es wohl modern, Krimis zu schreiben, die in Seniorenheimen spielen und/oder deren Ermittlungen von betagten Protagonisten geführt werden.

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