Bringen Sie es zu Papier. Wagen Sie etwas. Es mag schlecht sein, aber es ist die einzige Möglichkeit, etwas Gutes zustande zu bringen.
William Faulkner

Thomas Kastura (Hrsg.) – Mord in der Buchhandlung

Rezension, 22. Oktober 2021

Die üblichen Verdächtigen haben sich hier versammelt und herrlich skurrile, spannende, erheiternde Kriminalgeschichten abgeliefert, deren Handlung sich jeweils in einer Buchhandlung zuträgt. Oder damit in Zusammenhang steht. Zu den 16 in dieser Anthologie vertretenen Autor:innen gehören Tessa Korber, Brigitte Glaser, Ingrid Werner, Heike und Peter Gerdes, Regina Schleheck, Tanja Steinlechner und viele andere. Sie erzählen von plötzlichen Todesfällen bei Übernachtungen in der Buchhandlung, von neidischen und hinterlistigen Nachbarn, die das Leben der Buchhändler sehr schwer machen, bis diese sich zu wehren beginnen.

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Wiebke Busch – Familie ist, wenn man trotzdem lacht

Rezension, 20. Oktober 2021

Ein momentan sehr aktuelles Thema ist der Ausgangspunkt dieses sympathischen, wenn auch etwas oberflächlichen Romans. Der Titel allerdings führt gänzlich in die Irre, denn um Familiengeschichten geht es nicht oder jedenfalls nicht so, dass man es zum Lachen fände.

Die Hamburger Autorin erzählt von der jungen Familie Ruttmann mit Mama Steffi, Papa Arno und den beiden Kindern Lina und Oskar. Vor allem Steffi, die zu Hause die Kinder betreut und den Haushalt schmeißt, sehnt sich nach einer größeren Wohnung, fühlt sich in den drei Zimmern, die sie derzeit bewohnen, beengt. Doch ihre Suche gestaltet sich schwierig, sind doch die schönen Wohnungen zu teuer, die Makler Betrüger und die bezahlbaren Häuser weit draußen auf dem Land.

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Carina Schmidt – Was wissen Heilige vom Leben

Rezension, 18. Oktober 2021

Ein Leben erzählt in einzelnen Kurzgeschichten. Episodenhaft berichtet die in der Eifel aufgewachsene und heute in Mainz lebende Autorin aus dem Leben von Marlene. Und diese Geschichten, die wir lesen, sind heftig, erschütternd – und ausnehmend gut geschrieben.

Wir begegnen Marlene das erste Mal, als sie zwölf Jahre alt ist und allein mit ihrer Mutter lebt. Der Vater ist längst weg und auch ihr großer Bruder hat das Weite gesucht. Denn ihre Mutter Inge ist, man muss es so nennen, eine Zumutung. Sie trinkt exzessiv, sie schlägt ihre Tochter, sie ist ungepflegt, verkommen, ein Messi. Schließlich rettet Thomas seine kleine Schwester und holt sie aus diesen Verhältnissen heraus.

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Alina Bronsky – Barbara stirbt nicht

Rezension, 15. Oktober 2021

Held dieses Romans ist ein herrlich verpeilter Kauz, bei dem man sich als Leserin nicht entscheiden kann, ob man ihn mag oder nicht, ob man ihn bemitleiden oder sich über ihn ärgern soll.

Die erfolgreiche Bestsellerautorin Alina Bronsky erzählt von Walter Schmidt. Rentner und langjähriger Ehemann von Barbara. Die ihn, wie man annehmen darf, all die Zeit hindurch sehr verwöhnt hat, so dass er keinerlei Pflichten im Haushalt übernehmen musste. Walter weiß daher nicht, wie man Kaffee kocht oder gar einen Kuchen backt.

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Paula Hawkins – Wer das Feuer entfacht

Rezension, 13. Oktober 2021

Paula Hawkins, bekannt durch ihren Bestseller „Girl on the train“ legt hier einen hochspannenden Roman vor, der insbesondere von den sehr professionell und tiefgründig ausgearbeiteten Figuren lebt.

Daniel Sutherland wird ermordet auf seinem Boot gefunden, das in einem Kanal in London ankert und ihm als Wohnung diente. Seine Leiche findet seine Nachbarin Miriam, die ebenfalls auf einem Boot lebt. Etwa zum errechneten Zeitpunkt seines Todes wurde in der Nähe seines Bootes die junge Laura gesehen, blutbesudelt und offensichtlich verstört. Verstört von seinem Tod ist auch seine Tante Carla, zumal Davids Mutter, ihre Schwester Angela, gerade erst kürzlich ebenfalls verstorben ist. Deren Nachbarin wiederum ist Irene, eine betagte einsame Dame, die dankbar Lauras Hilfe bei täglichen Erledigungen annimmt.

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Antonia Michaelis – Die Wiederentdeckung des Glücks

Rezension, 11. Oktober 2021

Wie sehr hat mir ein früheres Buch dieser Autorin gefallen. „Mr. Widows Katzenverleih“ ist ein wunderbar poetischer, liebevoll-mystischer Roman mit liebenswerten Figuren. So war ich voller positiver Erwartung, als ich begann, den neuen Roman von Antonia Michaelis zu lesen.

Für den muss man jedoch, glaube ich, in der passenden Stimmung sein. Ich war es wohl nicht, denn er hat mich nicht so erreicht, wie man es von einem so gefühlvollen Roman vermuten sollte.

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Wenn es unter die Haut geht

Blog, 9. Oktober 2021

Die eigenen Texte anderen Menschen vorlesen zu dürfen, ist ein Privileg. Welches wir in diesem Jahr natürlich noch einmal besonders schätzen, durften wir doch in 2020 keine Lesungen veranstalten.

Wenn dann die Zuhörer so gebannt lauschen wie bei unserer Lesung kürzlich, dann ist das für mich noch einmal eine Art der Auszeichnung. Das Thema der Lesung meiner Autorengruppe SiebenSchreiber war „Hautnah“ und ich las meine Erzählung „Irgendwann ist jetzt“, die im Schreibtisch.Literarisches Jounal 2020 der edition federleicht erschienen ist.

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Marc Levy – Das Geheimnis unserer Herzen

Rezension, 8. Oktober 2021

Um es gleich vorwegzusagen: Der Roman hat seine Spannung und irgendwann fängt diese die Leserin ein. Aber insgesamt ist die Handlung, die uns der erfolgreiche französische Autor hier präsentiert, schon etwas an den Haaren herbeigezogen.

Protagonisten sind die 35-jährige Eleanor-Rigby, die in England lebt, und der Kanadier George-Harrison. Ja, in beiden Fällen handelt es sich um die Vornamen. Unabhängig voneinander erhalten die beiden, die sich nicht kennen, Briefe eines Unbekannten, der über ihre Mütter offensichtlich bislang Geheimes zu wissen behauptet.

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Dani Atkins – Heller als alle Sterne

Rezension, 6. Oktober 2021

Dieser kleine Roman, der eigentlich nicht viel mehr ist als eine längere Erzählung, setzt quasi den Schlusspunkt unter einen vorherigen Roman dieser Autorin. Ihre Bücher sind stets Garant für anrührende, leicht kitschige, aber immer hochspannende, tragisch-humorvolle Geschichten.

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Mary Lawson – Im letzten Licht des Herbstes

Rezension, 4. Oktober 2021

Wenn man auf Seite 60 noch nicht erkennt, worum es in einem Roman geht und auf Seite 120 noch immer nicht viel schlauer ist, dann stimmt in meinen Augen etwas nicht mit dem Plot.  Was dann dazu führt, dass man die Lust an dem Roman verliert.

Die in Kanada geborene und in England lebende Autorin erzählt uns mehrere Geschichten, die nebeneinanderher laufen und sich dabei nur hin und wieder berühren. So scheint es zumindest.

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