Janice Hallett – Die Aufführung

⭐⭐⭐⭐⭐

Ein Krimi nur aus Textnachrichten bestehend – spannend, ungewöhnlich, vielschichtig

Das gibt es bereits, Romane, die statt einer offensichtlichen Handlung lediglich aus zwischen zwei Menschen ausgetauschten E-Mails bestehen. So ganz bekannt in „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer. Aber auch in dem wunderbaren Buch „Ist es Liebe? – Nein, es ist …  unmöglich“ von Sarah Lotz.

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Femi Kayode – Gaslight

⭐⭐

Kriminalroman aus Nigeria, der nicht überzeugt

Auf dieses Buch war ich gespannt, auch um mehr über das Land, in dem es spielt, zu erfahren. Der erste in Nigeria spielende Kriminalroman, den ich las. Aber leider konnte er mich nicht überzeugen.

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Andreas Winkelmann – Mord im Himmelreich

⭐⭐⭐⭐

Beschaulicher Camping-Krimi mit sympathischem Personal

Mein erster Roman von diesem Autor, der bislang eher durch Thriller als durch Cosy-Crime-Romane bekannt ist. Hier erzählt er von Mord und anderen Verbrechen auf einem Campingplatz in der Nähe von Potsdam.

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Kai Meyer – Das Haus der Bücher und Schatten

⭐⭐⭐⭐

Das dritte Buch über das Graphische Viertel in Leipzig – mystisch-spannend

Die bisherigen zwei Bände, die sich ebenfalls auf die eine oder andere Weise mit dem berühmten Graphischen Viertel in Leipzig beschäftigen, waren absolute Highlights. Der Handlungsaufbau, die geschickt erschaffene Spannung sowie natürlich das über allem stehende Thema Bücher, all das schuf ein packendes Romanwerk.

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Richard Osman – Wir finden Mörder

⭐⭐⭐⭐⭐

Skurriles Gespann auf Mörderjagd, vielversprechender Beginn einer neuen Reihe

Wer liebt sie nicht, die Krimis von Richard Osman rund um den Donnerstagsmordclub, eine Gruppe unternehmungslustiger Senioren bei der Aufklärung mysteriöser Mordfälle. Nun beginnt der erfolgreiche Autor eine neue Reihe, mit neuen, nicht weniger interessanten Protagonisten.

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Alessandro D’Avenia – Der blinde Lehrer

⭐⭐⭐

Ein Lehrer sorgt für Umwälzungen in einem Gymnasium – nicht gänzlich überzeugende Geschichte

Omero Romeo ist vor einigen Jahren erblindet. Nun möchte er zurück in seinen Lehrberuf, trotz der Schwierigkeiten, die seine Erblindung mit sich bringt. Er bekommt eine Aushilfsstelle als Lehrer für Naturwissenschaften in einer Klasse voller bisher gescheiterter Schüler:innen.

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Sally Page – Das Buch der neuen Anfänge

⭐⭐

Nette Idee um einen Neuanfang, aber leider stilistisch missglückt

Auch wenn die Grundidee, auf der dieser Roman aufbaut, wirklich nicht neu ist, ist sie auf den ersten Blick doch immer wieder vielversprechend. Wenn sie gut umgesetzt und gut geschrieben ist, macht die Geschichte um eine Frau, die nach einer gescheiterten Beziehung einen Neuanfang versucht, immer wieder Spaß.

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K.J. Reilly – Das Verhalten ziemlich normaler Menschen

⭐⭐⭐⭐⭐

Sehr berührender Jugendroman um die Aufarbeitung von Trauer

Wie damit umgehen, wenn die eigene Mutter bei einem Verkehrsunfall getötet wird? Wie die Trauer, die Wut verarbeiten? Und die Rachegefühle.

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Una Mannion – Sag mir, was ich bin

⭐⭐⭐⭐⭐

Psychogramm einer durch ein Verbrechen zerstörten Familie

Der Erstlingsroman dieser Autorin wird für mich immer ein Highlight sein in der Welt der Bücher. „Das Licht zwischen den Bäumen“ war und ist ein ganz besonderes Buch, auf vielfältige Weise.

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Claire Parker – Tee auf Windsor Castle

⭐⭐⭐⭐

Zu Besuch bei Königs – ein Roman voller Lebensweisheiten und ein bisschen Kitsch

Eine junge Frau, die mit den Royals überhaupt so gar nichts im Sinn hat, begleitet eine Freundin auf einer Führung durch Windsor Castle. Ein menschliches Bedürfnis sorgt dafür, dass sie sich im Schloss verläuft und das führt zu einer besonderen Begegnung.

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Elyse Friedman – Die Durchtriebenen

⭐⭐⭐⭐

Die Intrigen der Reichen – Roman einer Familie, voller Wendungen und Klischees

Dass Reichtum nicht glücklich macht, ist eine Binsenweisheit. Und dass reiche Familien vor allem durch Intrigen und Erbstreitigkeiten gekennzeichnet sind, ist ein Klischee.

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Alexandra Benedict – Das mörderische Christmas Puzzle

⭐⭐⭐⭐

Ein Rätsel lösen, um Morde zu verhindern – halbwegs spannender Krimi aus England

Rätsel sind ja das A und O eines Kriminalromans, ist doch der Krimi an sich das Rätsel schlechthin. Von daher macht es Sinn, einen Krimi in Form eines Rätsel, in diesem Fall eines Puzzles aufzubauen.

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Zoe Brisby  – Die Frau, die Weihnachten nicht mochte

⭐⭐⭐⭐

Netter weihnachtlicher Liebesroman, voller Humor und liebenswerten Figuren

Die Geschichte ist ziemlich vorhersehbar und auch eigentlich altbekannt, dennoch macht die Lektüre diese fröhlichen Romans voller sympathischer Figuren sehr viel Spaß.

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Julia Malye – La Louisiane

⭐⭐⭐

Angeblich feministischer Roman, der die Erwartungen jedoch nicht erfüllen kann

Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Umsetzung ist manchmal schmerzhaft, besonders, wenn man mit dem Anspruch gewisse Erwartungen weckt, denen man dann leider nicht gerecht wird.

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Beate Maly – Mord im Stadtpalais

⭐⭐⭐⭐

Kalorienreicher Wohlfühlkrimi aus dem Wien des vorigen Jahrhunderts

Gefühlt nimmt man bei der Lektüre dieses behaglichen Kriminalromans erheblich zu, werden doch permanent verlockend klingende Köstlichkeiten verspeist. Denn die dem ermittelnden Kommissar hilfreich unter die Arme greifende Mila ist eine hervorragende Köchin, die zu verwöhnen weiß.

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Thomas Schlesser – Monas Augen

⭐⭐⭐⭐

Kunstgeschichte in Romanform – interessante Idee etwas unrealistisch umgesetzt

52 mal Kunst in ebenso vielen Wochen besucht ein kleines Mädchen zusammen mit seinem Großvater. Und erlebt so eine Reise zu den berühmtesten Werken in den berühmtesten Museen Frankreichs.

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Volker Klüpfel & Michael Kobr – Lückenbüßer

⭐⭐⭐⭐

Kluftinger im Stress zwischen Mordermittlung und Wahlkampf

So unterhaltsam die Kluftinger-Reihe der beiden Erfolgsautoren ist, so gleich ist auch immer das Schema. Ein komplizierter Mordfall muss aufgeklärt werden, parallel durchleidet Kluftinger ein privates Tal der Tränen und dies ist stets gepaart mit skurrilen Aufeinandertreffen mit seinem Lieblingsfeind Dr. Langhammer. Dazu eine reichlich bemessene Dosis der üblichen Tollpatschigkeit des Kommissars.

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Sven Stricker – Sörensen macht Urlaub

⭐⭐⭐⭐⭐

Viel mehr als ein Krimi – aufwühlender und gleichzeitig humorvoller Roman um einen außergewöhnlichen Ermittler

Nicht der erste erschienene Band, aber der erste, den ich las. Der neue Krimi um den von einer Angststörung geplagten Kommissar Sörensen. Die ersten Bände wurden sehr erfolgreich und absolut gelungen verfilmt, mit dem genialen Bjarne Mädel in der Hauptrolle.

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Ewald Arenz – Zwei Leben

⭐⭐⭐

Dorfidylle, die für zwei Frauen eher zum Gefängnis wird

Es ist ganz sicher eine Binsenweisheit, dass ein Autor nicht immer gleich gut schreibt, dass Leser:innen nicht alle seine Werke gleich gut gefallen. Bei Ewald Arenz ist das für mich sehr ausgeprägt, haben mich doch vor allem zwei seiner bisherigen Romane sehr berührt und überzeugt, andere dagegen konnten mich nicht erreichen.

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Lukas Linder – Charly Broms Dilemma

⭐⭐⭐⭐

Von vergangener Schuld Getriebener kehrt zurück in seinen Heimatort – unterhaltsam-skurriler Roman

Charly Brom, Vater eines kleinen Sohnes, wird durch einen Anruf in seine Vergangenheit zurückgeworfen. Die liegt in seiner Heimat, wo er als Jugendlicher schwere Schuld auf sich geladen zu haben glaubt. Dieser Anruf wirft ihn völlig aus der Bahn, treibt ihn nach Hause, zu Mutter und Großmutter.

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Ella Danz – Nachbarinnen

⭐⭐⭐

Schon wieder ein Roman über Mütter, mit nicht ganz überzeugender Erzählweise

Im Ansatz eine interessante Geschichte, mit dem Stil, in welchem sie umgesetzt wurde, wurde ich allerdings nicht warm. Vier Frauen, Nachbarinnen in einem Mehrfamilienhaus in Berlin, hadern auf die eine oder andere Weise mit ihrem derzeitigen Leben. Dabei hat die eine mehr, die andere eher weniger Grund dazu.

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Joachim H. Peters – On the road to Dingsbums

⭐⭐⭐

Flotter Unterhaltungsroman um einsame Senioren, allerdings auch voller Klischees

Dieser Roman um eine versehentlich entführte Gruppe von Seniorenheimbewohner:innen liest sich flott, man fliegt durch die Seiten und fühlt sich am Ende gut unterhalten. Dabei bleibt das Ganze allerdings auch recht seicht.

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Matt Haig – Die Unmöglichkeit des Lebens

⭐⭐⭐

Mystisch-magische Geschichte über das Leben und den Glauben an Veränderung

Es gibt Bücher dieses Autors, die ich wirklich liebte, die mich berührten und in Traumwelten entführten. Auch dieser neue Roman um die pensionierte Mathematiklehrerin Grace ist voller Magie, voller unerklärlicher Phänomene.

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Jo Lendle – Die Himmelsrichtungen

⭐⭐⭐

Biografie einer mutigen Frau – interessantes Thema unbefriedigend umgesetzt

Grundsätzlich sind Biografien fesselnd, ganz besonders dann, wenn die Person, die im Mittelpunkt steht, eine faszinierende Persönlichkeit ist. Eine Biografie in Romanform ist eine Möglichkeit, das Leben einer solchen Persönlichkeit zu schildern – nicht immer gelingt das jedoch.

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Marcel Huwyler – Frau Morgenstern und das Vermächtnis

⭐⭐⭐⭐⭐

Spannend, komisch und berührend wie immer – ein Krimihighlight

Dass ich glühender Fan sowohl von Marcel Huwyler wie vor allem auch von Violetta Morgenstern bin, ist schon kein Geheimnis mehr. Da musste der sechste Band dieser wunderbaren Krimireihe natürlich bei mir einziehen – und wurde sofort verschlungen.

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Lilly Polansky – Gratulieren müsst ihr mir nicht

⭐⭐⭐⭐

Überleben nach schwerer Krankheit – ein biografischer Roman?

Wenn die Protagonistin den Namen der Autorin trägt, handelt es sich dann dennoch um Fiktion oder erzählt der Roman die Geschichte seiner Verfasserin? Diese Frage bleibt leider unbeantwortet.

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Jane Campbell – Bei aller Liebe

⭐⭐

Drei Menschen, miteinander in Liebe verstrickt, blicken auf ihr Leben zurück

In ihrer Kurzgeschichtensammlung „Kleine Kratzer“ brachte Jane Campbell vieles genial auf den Punkt, blickte in menschliche Seelen, in Frauenseelen, die mit ihren bisherigen Leben hadern. Diese Kurzgeschichten haben mich sehr beeindruckt.

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Irma Nelles – Die Gräfin

⭐⭐

Auf einer wahren Begebenheit beruhender, arg zäher Roman

Die Protagonistin des Romans, Diana von Reventlow-Criminil, hat es wirklich gegeben, ebenso wie den abgeschossenen englischen Fliegerleutnant, der im zweiten Weltkrieg auf ihrer Hallig notlandete.

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Anette Huesmann – Geheimnisse

⭐⭐⭐⭐

Die Polizeiarbeit steht im Vordergrund dieses interessanten, eher konventionellen Krimis

Die Autorin ist selbst Dozentin für Kreatives Schreiben, versteht also ihr Handwerk. Der vorliegende, gerade erschienene Kriminalroman mit einer ungewöhnlichen Ermittlerin im Mittelpunkt, ist auch nicht das erste Buch von Anette Huesmann.

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Judith W. Taschler – Nur nachts ist es hell

⭐⭐⭐

Nicht so überzeugende Fortsetzung einer sehr gelungenen Familiengeschichte

Mit großen Erwartungen sehnte ich die Fortsetzung von „Über Carl reden wir morgen“ herbei, einem Familienroman, der mir absolut gefiel, der mich fesselte, bei dem ich voll und ganz in die Geschichte eintauchen konnte.

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