Lynda Cohen Loigman – Saras Gespür für die Liebe

⭐⭐⭐⭐⭐

Überraschender Roman über Heiratsvermittlerinnen – ganz anders als erwartet

Man erwartet einen mehr oder weniger üblichen Liebesroman, angesichts dieses Titels. Doch was man bekommt, ist wesentlich spannender, überraschend und vor allem thematisiert dieser Roman ein interessantes Thema.

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Arthur Landwehr – Die zerrissenen Staaten von Amerika

⭐⭐⭐⭐

Erschreckende Innenansichten eines gespaltenen Landes

Bei der Lektüre dieses Buches gruselt man sich mehr als bei einem Horror-Roman. Die Szenarien, die der Autor zeichnet, sind erschreckend, verstörend und leider wirken sie zusätzlich wie eine Blaupause für das, was gerade bei uns im Land vor sich geht.

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Lea Stein – Alte Schuld

⭐⭐⭐

Historischer Kriminalfall – wenig Spannung, wenig Plausibilität

Es ist 1948 und Hamburg liegt immer noch in Trümmern. Die aus dem Vorgängerband bereits bekannte Schutzpolizistin Ida Rabe ermittelt wieder, erneut in einem ziemlich verworrenen Fall. Und erneut in einer ziemlich unrealistischen Geschichte.

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Orte zum Staunen in Deutschland

⭐⭐⭐⭐

Nicht nur 52 sehenswerte Ziele – reich bebilderter Fotoband

Ähnlich wie die „52 Eskapaden“-Bände des Verlags ist auch dieser Bildband aufgebaut. Er führt auf 52 überraschende Entdeckungstouren, so der Untertitel des Buchs.

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Natascha Wodin – Der Fluss und das Meer

⭐⭐⭐⭐

Lesenswerte Erzählungen der ukrainischen Schriftstellerin

Natascha Wodins bekanntestes Buch ist sicherlich „Sie kam aus Mariupol“. Gerade jetzt haben ihre Bücher zusätzlich an Bekanntheit gewonnen. Und das völlig zu Recht.

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Kristen Perrin – Das Mörderarchiv

⭐⭐⭐⭐

Cosy Crime um ein Mordopfer, das für die Aufklärung des eigenen Todes sorgt

Allein diese ungewöhnliche Idee weckt die Neugier auf den unterhaltsamen Roman aus England. Eine Frau, deren eigene Ermordung vorhergesagt wurde, sammelt ihr Leben lang Beweise, Verdächtigungen und Spuren auf den- oder diejenige, die sie irgendwann einmal ermorden würde.

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Ganz große Kunst

⭐⭐⭐⭐

Beeindruckender Bildband zeigt beeindruckende Kunststätten der Welt

Wer ein Museum besucht oder eine Opernaufführung, der konzentriert sich auf das Innere der Gebäude, die er oder sie dazu aufsucht, auf das, was drinnen gezeigt wird. Doch die Gebäude selbst sind auch Kunst, sind Kunststätten, die sehenswert sind.

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Triona Walsh – Schneesturm

⭐⭐⭐⭐

Mord auf einer abgelegenen Insel – Solider Krimi aus Irland

Zum 10. Todestag ihres Mannes reisen die früheren Freunde der Inselpolizistin Cara an. Man hat sich lange nicht gesehen, ist sich fremd geworden. Sturm und Schnee schneiden die Insel vom Festland ab, da wird eine Leiche gefunden, jemand aus ihrem Kreis wurde ermordet.

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Kristina Fritz – Die Wolkengucker

⭐⭐⭐⭐

Modernes Märchen mit liebenswerten Mitwirkenden

Ein bisschen arg süßlich ist er ja schon, der neue Roman der deutschen Autorin, die hier unter einem ihrer vielen Pseudonyme schreibt. Die Geschichte um die Menschen, die sich zum Wolkengucken treffen und schnell zu einer Gruppe von Freunden werden, ist berührend, doch eben auch ziemlich kitschig und das Ende lässt sich früh erahnen.

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Gerhard Paul – Die Bundesrepublik

⭐⭐⭐⭐

Ikonografische Fotos aus 75 Jahren unseres Landes

Die Geschichte eines Landes anhand von Fotos zu erzählen, ist vielleicht keine neue, aber in jedem Fall eine faszinierende Idee. Der Historiker Gerhard Paul ist darin ein sehr Erfahrener, hat er doch ähnliche Bücher bisher in großer Zahl veröffentlicht.

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H.S. Palladino – Die den Schnee fürchten

⭐⭐

Ein Thriller, der keiner ist, sich dafür in vielem verzettelt

Dieser Roman hat so wenig Eindruck bei mir hinterlassen, dass ich, um diese Rezension zu schreiben, erst einmal überlegen musste, worum es überhaupt ging. Das einzige, was ich behalten hatte, war, dass ich die Protagonistin Bjørk überhaupt nicht mochte.

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Lorenza Gentile – Das Antiquariat an der Seine

⭐⭐⭐

Etwas zielloser Roman um eine verklemmte junge Frau

Dieser Roman war, laut Klappentext, in Italien ein Bestseller. Das kann ich leider nicht ganz nachvollziehen, denn die Geschichte um Oliva, die nach Paris reist, um ihre verschollene Tante zu suchen, ist weder spannend noch berührend und auch leider nicht gut geschrieben.

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Ralf Kramp – 99 1/2 Orte in der Eifel

⭐⭐⭐⭐

Hier möchte man besser nicht hin – irrwitzig-komische Ausflugsziele

Wer diesen Autor kennt, weiß, dass man mit aller Art von Skurrilem und Überraschendem rechnen sollte. Seine Bücher sind komisch, kriminell gut und niemals langweilig.

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Emily Henry – Die Liebe steckt zwischen den Zeilen

⭐⭐⭐

Nette, aber sehr abgedroschene Liebesgeschichte mit mühsam konstruierten Hürden

Die Bücher dieser Autorin verkaufen sich wie geschnitten Brot und erzählen doch immer nur wieder das Gleiche: Feinde, Ehemalige oder wahlweise alte Freunde werden ein Liebespaar. Vor dem Happy End werden einige Probleme eingebaut, die normalerweise vermutlich niemand zur Kenntnis nehmen würde.

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Jasmin Schreiber – Endling

⭐⭐⭐⭐

Drei Frauen suchen eine vierte – und gleichzeitig ihren eigenen Platz im Leben

Ein Endling ist das letzte Exemplar einer aussterbenden Art. Von dieser Gefahr des Aussterbens sind im Jahr 2041, der Zeit, in der dieser Roman spielt, viele Arten betroffen, viele sind bereits ausgestorben.

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Wolfgang Zehrt – Die Pressemitteilung

⭐⭐⭐⭐

Richtig schreiben für die Zeitung und andere Medien – lehrreiche Anleitung

Heute veröffentlicht man wichtige Informationen nicht mehr nur in der Zeitung. Auch auf diversen anderen Plattformen, sozialen Medien, teilt man mit, was es zu sagen gibt – oder was man für erwähnenswert hält.

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Stephanie Bishop – Der Jahrestag

⭐⭐⭐⭐

Glückliche Ehe oder Abhängigkeitsverhältnis? Unglück oder Mord?

Selten ist man beim Lesen so nah dran an der Protagonistin, die hier auch die Ich-Erzählerin ist. So nah, ja fast in ihr drin und damit in ihren Gefühlen. Das macht diesen Roman so besonders und gleichzeitig auch so schwierig, will man sich nicht zu sehr hineinziehen lassen.

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Zadie Smith – Betrug

⭐⭐⭐⭐

Verwirrender Roman mit einer faszinierenden Protagonistin

So sehr ich mich für die Hauptfigur im Roman, die wunderbare Eliza Touchet, begeistern kann, so ratlos lässt mich das Buch ansonsten zurück. Auf mehreren Zeitebenen, in kurzen und sehr kurzen Episoden, in vielen Rückblicken erzählt die Autorin von Ereignissen im 19. Jahrhundert rund um die Schriftsteller Ainsworth, Dickens und deren Kreis.

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Sabrina Hüsken – Wer braucht schon Weihnachten

⭐⭐⭐⭐

Spritzig-witzige Liebesgeschichte um Weihnachtslust und -frust

Wenn jemand, der Weihnachten und alles, was dazu gehört, so gar nicht mag, dieses Fest ausgerechnet mit einer Person verbringen muss, die jede Vorbereitung exzessiv auf die Spitze treibt, ist der Konflikt vorprogrammiert.

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W.C.Schüssel – Mördchen fürs Örtchen

⭐⭐⭐⭐

Kurzkrimis für kurze oder längere Aufenthalte vor Ort – herrlicher Spaß

Allein schon Titel und Autorenname zaubern mir jedes Mal ein Grinsen ins Gesicht, wenn ich das lese. Wer denkt sich sowas aus? Schlicht genial, finde ich.

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Ewald Arenz – Der Duft von Schokolade

⭐⭐⭐⭐

Pralinésoldat verliebt sich in geheimnisvolle Frau – eine Geschichte wie Karamell

Es geht vor allem um Düfte in diesem Roman aus dem Wien der Kaiserzeit, so dass er, wenn auch gänzlich anders, doch ein wenig an das berühmte „Parfüm“ von Patrick Süßkind erinnert.

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Richard Osman – Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt

⭐⭐⭐⭐⭐

Der Mordclub ermittelt wieder – Krimi mit Tiefgang, spannend und gleichzeitig berührend

Den ersten Band um den Seniorenclub, der immer donnerstags einen Mord aufklärt, habe ich zwar nicht gelesen, dafür alle anderen. Und dieser neue ist in meinen Augen fast der beste bisherige, hat er doch neben der eigentlichen, spannenden und überraschenden Krimihandlung noch weitere Aspekte, die der Autor mit Feingefühl und Empathie behandelt.

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Jonas Jonasson – Wie die Schweden das Träumen erfanden

⭐⭐⭐⭐⭐

Herzerfrischende Geschichte für alle, die den Elch lieben

Dieser kleine Roman macht soviel gute Laune, soviel Spaß, dass man ihn fast gleich noch einmal lesen möchte. Jonas Jonasson, dessen „Hundertjähriger“ immer noch unvergessen ist, hat sich hier eine so leichter, locker-flockige Geschichte ausgedacht, die genau das richtige ist für trübe Novembertage.

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Pip Williams – Die Buchbinderin von Oxford

⭐⭐⭐

Interessante Einblicke in die Buchherstellung vor über 100 Jahren

In England können Frauen im Jahr 1914 noch nicht einfach so studieren. Solche aus ärmeren Verhältnissen schon gar nicht. Und so träumt Peggy weiter davon, irgendwann einmal zu diesen selbstbewussten Frauen zu gehören, die täglich die Gebäude voller Wissen und voller Bücher betreten.

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Ralf Kramp – Tödlich währt am längsten

⭐⭐⭐

Man möchte es nicht erleben – absurde und witzige Krimikurzgeschichten

Wenn einen die Opfer nicht ernst nehmen, weil sie den Überfall für einen Aprilscherz halten, wenn das Paket nicht das enthält, was bestellt wurde, dann kann sich das nur Ralf Kramp ausgedacht haben.

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Susan Fletcher – Florence Butterfield und die Nachtschwalbe

⭐⭐⭐⭐

Fenstersturz im idyllischen Seniorenheim

Mord oder Selbstmord, das ist eine Frage in diesem geruhsam erzählten Roman, der kein Krimi sein will

Dieses Seniorenheim namens Babbington Hall scheint ein Idyll zu sein. Ein wunderschönes altes Haus, liebevoll renoviert, mitten in einem großen Garten, voller mehr oder weniger skurriler alter Menschen. Eine davon die liebenswerte Florence Butterfield, 87 Jahre alt und auf den Rollstuhl angewiesen.

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Markus Orths – Der Pastor und das letzte Hemd

⭐⭐⭐

Tante Erna stirbt – zum dritten Mal. Oder zum vierten? Oder gar nicht?

Am Vorgängerbuch hatte ich viel Spaß, und das nicht nur, weil es ganz in der Nähe meines Wohnortes spielte. Der Humor und die liebevolle Art, wie es dem Autor gelang, die Manierismen, die Verschrobenheiten, die speziellen Ausdrucksweisen und die Gastfreundschaft der Niederrheiner darzustellen, machten einfach Freude.

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Annie Lyons – Der Buchclub: Ein Licht in dunklen Zeiten

⭐⭐⭐⭐⭐

Ein Schmöker, wie er im Buche steht – berührend, spannend, herzerwärmend

Was für ein Buch! Eine Überraschung geradezu, hatte ich doch nicht wirklich erwartet, dass mich dieser Roman derart in seinen Bann zieht. So sehr, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Um fünf Uhr nachmittags begann ich die Lektüre und um halb elf am Abend war das Ende erreicht.

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Colleen Cambridge – Der Cocktail Mörder Club

⭐⭐⭐⭐

Die Haushälterin von Agatha Christie ermittelt wieder

Ich habe ein Faible entwickelt für Kriminalromane, die zu einer Zeit spielen, als die Ermittler:innen noch nicht ständig an ihrem Mobiltelefon hingen, ganz einfach, weil es diese zu ihrer Zeit noch nicht gab. Daher habe ich auch schon den Vorgängerband „Die Dreitagemordgesellschaft“ mit großem Vergnügen gelesen.

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Kai Meyer – Die Bibliothek im Nebel

⭐⭐⭐⭐⭐

Wuchtiger Roman über das Schicksal mehrerer Familien, die durch Bücher verbunden sind

Wie schon in seinem Roman „Die Bücher, der Junge und die Nacht“, der letztes Jahr ein absolutes Highlight für mich war, dreht sich auch sein neues Buch um Bücher, um Bibliotheken, um die Liebe zu Büchern und um die Bücherstadt Leipzig. Auf drei Zeitebenen, atmosphärisch dicht, hochspannend und voller Emotionen erzählt Kai Meyer vom Schicksal der Menschen, die ihr Leben Büchern widmen.

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