
Kein Buch für mich – langweilig, wirr, uninteressant
Ein seltener Fall bei mir, dass ich ein Buch abbreche, nicht zu Ende lese. Nicht nur, weil ich denke, dafür, dass mir ein Verlag unentgeltlich ein Buch zur Verfügung stellt, sollte ich mir auch die Mühe machen, es ganz zu lesen. Sondern, weil ich meine, dass ein Autor, eine Autorin diese Wertschätzung verdient, nämlich, dass wir ein Buch erst dann bewerten, wenn wir es auch bis zum Ende gelesen haben.
Nur, manchmal passt es eben leider gar nicht. Und dies war bei dem Roman hier der Fall. Ich habe mich durch fast die Hälfte der Seiten regelrecht gequält, fand aber auch dann immer noch keinen Einstieg in diese Geschichte.
Ein Mann verschweigt seinen Kindern die Schauspielkarriere der verstorbenen Mutter. Irgendwann finden die Zwillinge, inzwischen halbwegs erwachsen, das dann doch heraus. Doch beide reagieren sehr unterschiedlich, sie hat mehr Verständnis für den Vater als er.
Erzählt wird das Ganze sehr wirr, ständig wird zwischen den Figuren hin und her gesprungen, es gibt keine klar erkennbare Erzählperspektive. Auch in den Erzählzeiten wird ebenso wirr gesprungen, es wird nicht chronologisch erzählt. Dazwischen eingefügt dann noch Rückblicke auf das Leben der Mutter als Schauspielerin.
Das klingt erstmal interessant, weshalb ich das Buch auch lesen wollte. Geschrieben ist es aber, so empfand ich es zumindest, sehr dröge, sehr emotionslos. Ich konnte mich überhaupt nicht in die Figuren oder wenigstens in die Handlung einfühlen und einfinden. So war der Roman am Ende für mich sehr langweilig, die Geschichte hat mein Interesse nicht halten können.
Daher also der Abbruch der Lektüre. Was nur Ausdruck meines Lesegeschmacks ist und nicht bedeutet, dass dieser Roman für andere nicht durchaus lesens- und empfehlenswert sein mag.
Rebecca Fallon – Was wir von ihr wissen
Originaltitel: Family Drama
aus dem amerikanischen Englisch von Juliane Zaubitzer
mare, Juli 2026
Gebundene Ausgabe, 366 Seiten, 25,00 €