Auch den Möbelpackern sind Leute, die Bücher lesen, zuwider. Aber sie haben wenigstens einen guten Grund dafür.
Gabriel Laub

Neu in „meinem“ Regal im Buchladen

Blog, 22. Februar 2025

Gerade durfte ich wieder „mein“ Bücherregal bei der Mayerschen in Mönchengladbach gestalten. Dort kann ich Bücher empfehlen, die mir in der letzten Zeit besonders gut gefallen haben.

Dafür bestellt man extra jeweils ein paar Exemplare, um sie in dem für mich reservierten Regalfach zeigen zu können.

Dazu schreibe ich dann immer ein paar Worte auf ein Kärtchen, warum mich dieses Buch so beeindruckt hat und verweise dann auf meinen Blog, wo man die jeweiligen Rezensionen nachlesen kann.

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Lia Louis – Tausend ungesagte Worte

⭐⭐

Rezension, 21. Februar 2025

Seichter Roman um eine schusselige Protagonistin in Liebes- und anderen Nöten

Der Roman ist voller altbekannter Tropes, voller altbekannter Zutaten und daher bringt er kaum Überraschendes. Dazu kommt eine arg überdrehte Hauptfigur, die zwischen ihrem Ex und dem neuen Schwarm schwankt.

Die Geschichte beginnt ganz witzig und das ist dann doch auch mal eine gute Idee für einen Roman: Millie, eine an sich sehr liebenswürdige junge Frau, eher schüchtern, immer bemüht, zu gefallen, arbeitet am Empfang einer größeren Produktionsfirma. Um sich abzureagieren, Dampf abzulassen, sobald sie sich geärgert oder ungerecht behandelt fühlt, verfasst sie Antwortmails. Die sie jedoch nie abschickt, sondern immer als Entwürfe speichert.

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Susanne Gregor – Halbe Leben

⭐⭐⭐⭐

Rezension, 19. Februar 2025

Zwei Frauen, die das Leben zusammenführt und die trotzdem nicht zusammenkommen

Klaras Mutter Irene hatte einen Schlaganfall und braucht Betreuung. Paulína kommt ins Haus, wird Teil der Familie, wird immer mehr vereinnahmt. Dafür lässt sie ihre eigene Familie, ihre Söhne, in der Slowakei zurück.

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Kristen Perrin – Das Mörderarchiv:  Der Tod, der am Dienstag kommt

⭐⭐⭐⭐

Rezension, 17. Februar 2025

Fortsetzung eines Erfolgsromans, wendungsreich, temperamentvoll, unterhaltsam

Gleich vorab: Wer den wirklich gelungenen ersten Band um das Archiv von Tante Frances nicht gelesen hat, wird es schwer haben mit dem Nachfolgeband. Vieles wird vorausgesetzt, insbesondere die familiären Zusammenhänge und sonstigen Beziehungen zwischen den Figuren, so dass man sich – selbst mit Kenntnis des Vorgängerbands – immer wieder kaum zurechtfindet.

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Sharon Bolton – Winternacht

⭐⭐⭐⭐⭐

Rezension, 14. Februar 2025

Gelungen verwickelter Krimi um Mord, Betrug und Liebe

Auch wenn ich diesen wirklich spannenden Roman nicht unbedingt einen Thriller nennen würde – dazu fehlt es ein wenig an Suspense – so ist er doch ebenso genial konstruiert wie der Roman „Beste Freunde“, den ich von dieser Autorin gelesen und sehr genossen habe.

Diesmal stehen im Mittelpunkt vor allem Frauen. Da ist Olive, zweite Ehefrau des Abgeordneten Michael Anderson. Da ist Gwen, Mutter der verstorbenen ersten Frau Michaels Eloise und da sind die halbwüchsigen Töchter, alle drei lehnen die neue Frau vehement und folgenreich ab.

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Herbert Dutzler – Letztes Glückskeks

⭐⭐⭐

Rezension, 12. Februar 2025

Gemütlicher Krimi aus Österreich

Wieder zeigt es sich, dass es schwer ist, mitten in eine Romanreihe einzusteigen. Man hatte, wenn man wie ich hier bei diesem Roman, den zwölften Fall als ersten liest, keine Gelegenheit, sich mit dem Protagonisten anzufreunden, seine Entwicklung zu verfolgen.

So hatte es der „Gasperlmaier“ schwer, mich zu unterhalten. Ist seine Art, wie er Mordermittlungen betreibt – für die ohnehin eigentlich ganz andere zuständig sind – doch eher behäbig bis gemütlich. Er hätte halt gerne mehr Ruhe, der Herr Dienststellenleiter der Polizei Altaussee. Überhaupt, wo doch seine Kollegin nun auch noch schwanger ist und er ständig meint, sie müsse sich schonen und langsam tun.

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Caspar-Maria Russo – Prinzip Ungefähr

⭐⭐

Rezension, 10. Februar 2025

Temporeicher, stilistisch sehr moderner Roman um zwei Außenseiter

Unter den inzwischen über 800 Rezensionen, die ich verfasst habe, finden sich nur sehr wenige Bücher, die ich abgebrochen habe. Dieses hier ist leider eines davon.

Dabei sind weder die Handlung noch das Thema der Grund. Die Figuren sind durchaus  sympathisch und das Tempo in dieser Geschichte ist sehr hoch. Auch wenn, wie es ja durchaus und bedauerlicherweise öfter vorkommt, der im Klappentext genannte Handlungsteil, wegen welchem man das Buch lesen möchte, erst sehr spät im Roman folgt.

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Beate Maly – Mord im Böhmischen Prater

⭐⭐⭐⭐

Rezension, 7. Februar 2025

Mehlspeisenhaltiger Krimi aus dem Wien der Zwanziger Jahre  

Wenn man erst im neunten Band in eine Krimireihe einsteigt, muss man die Protagonisten erstmal kennenlernen. Das fällt hier nicht schwer, sind doch Ernestine Kirsch und Anton Böck ungemein sympathische Figuren.

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Daniel Glattauer – In einem Zug

⭐⭐⭐⭐⭐

Rezension, 5. Februar 2025

Ein sehr unterhaltsames Gespräch über die Liebe, auf der Fahrt von Wien nach München

Spätestens seit der Einführung des Deutschlandtickets haben auch hierzulande etwas mehr Menschen das Angenehme am Zugfahren entdeckt. Eines davon ist die Gelegenheit zu neuen Bekanntschaften oder doch zumindest zu interessanten Gesprächen.

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Wolf Haas – Wackelkontakt

⭐⭐⭐⭐⭐

Rezension, 3. Februar 2025

Vollkommen absurd, total verdreht und absolut genial

Bei der Lektüre dieses Romans muss man wirklich vollkommen konzentriert sein. Sonst lässt sich den Windungen und Wendungen schwerlich folgen.

Denn im Grunde handelt es sich um einen Roman im Roman im Roman im …
Weil nämlich der eine Protagonist, der Trauerredner Franz Escher, einen Roman liest über einen Ex-Mafioso, der einen Roman liest über einen Trauerredner, der ….

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