Jess Kidd  – Die Insel der Unschuldigen

aus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrence

Mystisch, spannend, facettenreich – lesenswert

Ein auf zwei weit auseinanderliegenden Zeitebenen erzählter Roman, vielschichtig, geheimnisvoll und mystisch. Dabei immer wieder erschreckend und auch brutal, nichts für zartbesaitete Gemüter. Jess Kidd ist eine ganz wunderbare Autorin mit überbordenden Fantasie.

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Freya Sampson – Menschen, die wir noch nicht kennen

aus dem Englischen von Susanne Höbel

Warmherziger Roman um Freundschaft und Treue

Wie in ihrem Debütroman „Die letzte Bibliothek der Welt“ finden sich auch im neuen Buch der englischen Autorin Menschen zusammen, die alle ihr Päcklein zu tragen haben und durch Freundschaft und gegenseitiges Vertrauen sowohl zueinander wie auch aus ihren Problemen heraus finden.

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Imbi Neeme – Die Wahrheit und andere Erinnerungen

aus dem australischen Englisch von Andrea O’Brien

Die Inhaltsangabe und die Beschreibung der beiden Hauptfiguren klangen vielversprechend, machten neugierig und gespannt auf diesen Debütroman aus Australien. Eine Geschichte, die sich um zwei Schwestern dreht, die ihre gemeinsame Vergangenheit aufarbeiten müssen.

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Nancy Olthoff – Augen zu und durch

aus dem Niederländischen von Steffen Haselbach

Ein Roman um einen liebenswerten Außenseiter, der sich ins Leben wagt.

Herman van Dusselen, ein junger, ganz allein lebender Mann, spielt am liebsten mit Murmeln. Er hat eine beachtliche Sammlung an Murmelbahnen, auf welchen er, je nach Stimmung, seine Glaskugeln rollen lässt. Einzige Bezugspersonen sind seine Tante und sein Onkel, da seine Eltern beide bereits verstorben sind. Sie haben ihm ein Auskommen vererbt, so dass er nicht arbeiten gehen muss.

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Sue Teddern – Die besten Wege führen ans Meer

aus dem Englischen von Andrea Fischer

Ein Road-Trip der anderen Art: Unterwegs mit einer Urne.

Annie Stanley weiß nicht wirklich etwas mit sich anzufangen. Als ihr Vater stirbt, kann sie die Wünsche seiner zweiten Frau hinsichtlich des Umgangs mit seiner Asche nicht akzeptieren und entführt kurzerhand die Urne. Ganz spontan und ohne jeden Plan setzt sie sich in einen Zug und fährt nach Norden.

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Frauke Scheunemann – Mord am Haff

Der zweite Band in der Reihe um die Radiomoderatorin Franziska Mai, die mit oder manchmal auch gegen den gutaussehenden Kommissar Kay Lorenz auf Usedom merkwürdige Mordfälle aufklärt.

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Kristina Sanders – Nachts ist man am besten wach

Auch wenn in diesem berührenden Roman manches etwas überzeichnet sein mag, habe ich ihn verschlungen. Er wird mir sicher noch eine ganze Zeit im Gedächtnis bleiben, nicht zuletzt wegen der liebenswerten und lebensechten Figuren, die die Autoren zum Leben erweckt.

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Kristina Hortenbach – Um die Hecke gebracht

Ein Krimi, bei dem bis Seite 140 absolut nichts passiert, ist schlicht am Genre vorbei. Damit ist auch schon fast alles gesagt über dieses – ich muss es so offen zugeben – wirklich sehr langweilige Buch.

Eine langweilige Protagonistin, die sich in langweiligen Dialogen mit langweiligen Nebenfiguren über eine langweilige Gartengestaltung austauscht, das ist nicht das, was ich unter einem spannenden Krimi verstehe.

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Daniel Glattauer – Die spürst du nicht

Was für ein Roman! Dieser Roman vom wunderbaren Daniel Glattauer zieht einem die Schuhe aus. Und man wird ihn so schnell nicht vergessen.

In einzigartiger, bissiger und sehr österreichischer Weise erzählt der Autor, dessen „Gut gegen Nordwind“ wohl heute jeder kennt und liebt, von Ereignissen innerhalb dreier Familien. Die durch einen dramatischen Schicksalsschlag verbunden werden, der sie aber gleichzeitig auch brutal trennt.

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Jochen Gutsch, Maxim Leo – Frankie

Es gibt zahlreiche Bücher, in denen der Erzähler oder die Erzählerin ein Tier ist. Es gibt Schaf-Krimis, Katzen als Ermittler oder wahlweise als Täter, es gibt Gänse, Schweine oder Hunde, die in einem Roman als Protagonist auftreten und uns ihre Erlebnisse erzählen. Und natürlich sind es vor allem die Katzen, die von Autorinnen oder Autoren in ihren Büchern personifiziert werden.

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Mona Nikolay – Hochmut kommt vor dem Farn

Dieser Roman hat ein großes Manko: Er ist viel zu kurz. Nicht, was die Handlung angeht, die so stark und spannend aufgebaut ist, dass man mit hängender Zunge durch die Seiten hechelt und gar nicht schnell gut zur letzten kommen kann. Nein, er ist zu kurz, weil man die beiden Hauptfiguren Manne und Caro nicht verlassen möchte.

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Christian Schnalke – Gewitterschwestern

Zwei Schwestern zwischen denen es beständig blitzt und donnert – selten hat ein Titel besser gepasst als hier. Und wer Geschwister hat, weiß, dass man sich nicht immer wunderbar verträgt. Aber hier erzählt Christian Schnalke, dessen Roman „Louma“ für mich eines der besten Bücher der letzten Jahre war, von zwei Schwestern, Grit und Fiona, die so zerstritten sind, dass sie seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr haben. Ja, man glaubt, sie sprechen nicht einmal dieselbe Sprache.

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Richard Osman- Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel

Donnerstag, der beste Tag zum Morden? Gut, lassen wir das mal dahingestellt sein. Aber zum Lesen ist der Donnerstag ein wirklich guter Tag. Wobei sich der Roman an jedem Tag gut lesen lässt, denn er ist einfach nur herrlich.

Herrlich sind die Figuren, herrlich die komische, wendungsreiche und spannende Geschichte und herrlich die Dialoge zwischen den Charakteren.

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Natascha Keferböck -Salzburger Männerherzen

Das ist bereits der dritte Band der österreichischen Autorin um den Ermittler Raphael Aigner und sein Team in der Kleinstadt Koppelried. Diesmal bekommt er es mit dem Tod des umstrittenen Lokalpolitikers Lanner zu tun. In Verdacht gerät ausgerechnet sein Freund und Kollege.

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Trude Teige – Als Großmutter im Regen tanzte

Trude Teige ist eine bekannte Journalistin und Moderatorin in Norwegen. Ihr Roman erklomm für viele Wochen die Bestsellerlisten, und das nicht ganz unverdient, wie ich finde. Sie erzählt von einem Teil der norwegischen Geschichte, über den erstaunlich wenig bekannt ist. Ihr Roman spielt auf zwei Zeitebenen.

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Sophia Money-Coutts – Mein Herz ist vom Umtausch ausgeschlossen

aus dem Englischen von Ivana Marinović

Auch die sympathischste Protagonistin kann einen Roman, den man so oder ähnlich schon hundertmal gelesen hat, nicht retten. Dieser neue Roman der englischen Autorin hat mich leider einigermaßen enttäuscht, was aber sicher an den hohen Erwartungen lag, die ihr voriges Buch in mir geweckt hat. Dieses nämlich hatte mir ausnehmend gut gefallen und so begann ich die Lektüre des neuen umso erwartungsfroher.

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Sophie Cousens – Alles beginnt mit dir und mir

aus dem Englischen von Babette Schröder

Wie gut gefiel mir der vorige Roman dieser Autorin. In dem Buch „Unsere Zeit ist immer“ erzählte sie von zwei Menschen, die zufällig am selben Tag am selben Ort geboren wurden und sich dreißig Jahre später zum ersten Mal begegnen. Eine wirklich berührende und herzerwärmende Liebesgeschichte.

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Nina Polak – Zuhause ist ein großes Wort

aus dem Niederländischen von Stefanie Ochel

Der Zugang zu diesem Buch fiel mir zugegebenermaßen schwer. Dabei ist die Protagonistin durchaus sympathisch, der Schreibstil ungewöhnlich und fesselnd, die Handlung interessant.

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Robert Habeck & Andrea Paluch – Hauke Haiens Tod

Von ihrem gemeinsamen Roman „Sommergig“, den ich im letzten Jahr lesen und besprechen durfte, war ich restlos begeistert. Ein leichter Jugendroman, mit großem Einfühlungsvermögen und perfekt passender Sprache.

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Jojo Moyes – Mein Leben in deinem

aus dem Englischen von Karolina Fell

Ein Buch ganz nach meinem Herzen, voller mutiger und starker Frauen, die sich nicht unterkriegen lassen, sondern sich, auch wenn sie erst verzagt sind, am Ende durchsetzen. Und auch wieder ein wunderbarer Roman von Jojo Moyes, deren letzte mich nicht immer überzeugen konnten, waren sie doch recht schmonzettig.

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Julietta Henderson – Die besten Fehler meines Lebens

aus dem Englischen von Juliane Zaubitzer

Zugegeben, anfangs tat ich mich schwer mit dem Protagonisten des neuen Romans dieser Autorin, deren vor zwei Jahren erschienenes Debüt ein absolutes Highlight war. Zu Beginn habe ich sehr gefremdelt mit Danny, empfand ich ihn als anstrengend, gelinde gesagt und fand so gar keinen Zugang zu ihm.

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Axel S. Meyer – Der Sonne so nah

Die ungemein fesselnden, dabei nie langweiligen Lebensgeschichten zweier Pioniere der Luftfahrt. Otto Lilienthal und Ferdinand von Zeppelin – ihnen beiden folgen wir durch ihr Kindheit und Jugend, beobachten sie bei den mal gelungenen, mal missglückten Versuchen, sich in die Lüfte zu erheben.

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Lisa Unger – Das makellose Mädchen

aus dem Amerikanischen von Anke Angela Grube

Über eine Dating-App gerät Protagonistin Wren an Adam, einen Mann, der genau ihren Wunschvorstellungen entspricht und in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Doch plötzlich ist er verschwunden und ein Detektiv steht vor ihrer Tür, auf der Suche nach dem Mann, den sie in ihr Leben gelassen hat.

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Kyra Groh – Du bist mein Lieblingsgefühl

Eine RomCom mit durchaus nicht unsympathischen Hauptfiguren, ein Pärchen, das sich finden möchte, aber sich nicht finden zu dürfen glaubt. Dazwischen ein paar ernste Untertöne im Zusammenhang mit der Familiengeschichte des männlichen Protagonisten. Von daher gute Voraussetzungen für einen unterhaltsamen Roman. Doch leider hat er auch seine Schwächen.

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Susanne Kristek – Die nächste Depperte

Der Untertitel dieses Romans lautet: Von einer, die auszog, um Autorin zu werden. Und eigentlich trifft beides nicht zu, denn weder ist es im Grunde ein Roman, noch geht es darum, Autorin zu werden. Dennoch hat dieses Buch seine guten Seiten, aber eben auch solche, die mir nicht so ganz zusagten.

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Abla Alaoui – Bissle Spätzle Habibi

Um es gleich mal vorwegzusagen: würde man diesen knapp 500-Seiten-Roman um 250 Seiten kürzen, er würde nichts einbüßen, dafür aber umso mehr gewinnen. Auch, weil die von Cover und Titel geweckten Erwartungen, einen heiteren, ja komischen Roman um einen Culture Clash zu bekommen, nicht wirklich erfüllt werden.

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Stephan Michels – Harper: Collateral Damage

Dies ist der zweite Roman, den der Autor bereits über seinen Protagonisten Simon Harper veröffentlicht. Diesmal begibt sich der frühere Elitesoldat aus eigenem Antrieb auf die Suche nach der Lösung in einem vertrackten Fall.

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Karin Smirnoff – Wunderkind

aus dem Schwedischen von Ursel Allenstein

Ein Roman, der wehtut, der anstrengt. Ein Roman, den man liest, obwohl man ihn nicht lesen will, den man abbricht, obwohl man weiterlesen möchte.

In Ich-Form erzählt Agnes ihre Geschichte. Ihre Geschichte als Tochter von Anitamama. Anita, die alles ist, nur ganz sicher nicht das, was das Wort „Mama“ bedeutet. Von Geburt an hasst, ja verabscheut Anita ihre Tochter, gibt ihr die Schuld an ihrem eigenen Versagen, dem Ende ihrer vermeintlichen Karriere, dem Verlust ihrer Schönheit, dem Verlassensein.

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Sarah Crossan – Toffee

aus dem Englischen von Beate Schäfer

Dieser Roman zieht einem den Boden unter den Füßen weg, nur um einem dann sofort eine Hand zu reichen. Er ist so intensiv und gleichzeitig schrecklich und so wunderschön, dass man lachen und weinen möchte, gleichzeitig und parallel. Er ist furchtbar traurig und gleichzeitig voller Hoffnung.

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Claire Keegan – Das dritte Licht

aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser

Dieses Buch zu beschreiben ist gar nicht einfach, denn es ist so  kurz und doch so übervoll an Gefühl. Der Inhalt ist schnell erzählt: Ein kleines Mädchen, welches in der gesamten Erzählung namenlos bleibt, wird vom Vater zu Verwandten gebracht. Die Mutter ist schon wieder schwanger, ein weiterer Mund wird zu stopfen sein und bis zur Geburt soll das Mädchen nun bei dem kinderlosen Ehepaar bleiben.

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