Ruprecht Frieling – Ich habe ein Buch geschrieben: Was nun?

Wer, wenn nicht ein erfahrener Verleger, Autor und Kritiker, wäre prädestiniert, uns zu erklären, welche Schritte es braucht, um ein Buch unter das Volk zu bringen? Ruprecht Frieling bringt diese Voraussetzungen mit und veröffentlicht darüber hinaus selbst Rezensionen und Blogbeiträge.

In dem schmalen Band schildert der Autor knapp und kurz gefasst die Fallstricke, Geheimnisse und Tricks, die es zu beachten gibt, wenn man das Wort „Ende“ unter den eigenen Text gesetzt hat. Dabei geht er auf rechtliche Dinge ein, wie Urheberrecht, Pseudonyme, Titelschutz, aber ebenso auf gestalterisches wie das Cover, Lektorat und Korrektorat.

Viele der kleinen Abschnitte beschäftigen sich mit der Ausarbeitung des Exposés, den Regeln für das Manuskript, das man einem Verlag vorlegen möchte oder welches man vielleicht im Selfpublishing herausbringen will. Den Fachjargon erläutert er dabei so, dass man ihn versteht. Der Autor hält sich dabei insoweit zurück, dass er jeweils nur erklärt, aber nicht bewertet oder berät. Die nötigen Schlussfolgerungen muss man dann schon selbst ziehen, zum Beispiel ob man mit einer Agentur zusammenarbeiten möchte oder die Manuskripte selbst an die Verlage senden.

Doch auch mit dem darüber hinausgehenden Part befasst sich dieses Buch. So mit der Werbung, dem Nutzen von sozialen Medien, dem Umgang mit der Presse. Und schließlich erwähnt es sogar noch die finanziellen Aspekte, stellt die Frage, ob man vom Schreiben leben kann und was wohl das Finanzamt damit zu tun hat.

Alles in allem kein Buch mit großem Tiefgang, alle Themen werden nur angeritzt. Für einen Einstieg, für einen ersten Überblick ist dieser Ratgeber aber durchaus geeignet. Vertiefende Literatur sollte man aber in jedem Fall themenbezogen hinzuziehen.

Ruprecht Frieling – Ich habe ein Buch geschrieben: Was nun?
Kampenwand Verlag, März 2021
Taschenbuch, 146 Seiten, 12,85 €

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