Ich habe mir nie vorgenommen, zu schreiben. Ich habe damit angefangen, als ich mir nicht anders zu helfen wusste.
Herta Müller

Susanne Völler und Lucia Lehmann – 52 kleine & große Eskapaden in und um Köln

Jessica Niedergesäß - 52 kleine & große Eskapaden in und um Düsseldorf

Rezension, 3. November 2021

Auch ohne sich auf den Weg zu machen und die genannten Eskapaden zu erleben, machen diese beiden Bücher großen Spaß, erfreuen das Auge, wecken Vorfreude auf interessante und abwechslungsreiche Touren.

Der Aufbau ist in beiden Büchern gleich: geordnet nach der Länge des Ausflugs – eine kleine Auszeit von vier Stunden, eine ganze Tagestour oder ein komplettes Wochenende – bieten sie vielfältige Anregungen. Ob man sich nun mehr für die Natur, mehr für Geschichte, für Kulinarisches oder Architektur interessiert, ob man lieber zu Fuß unterwegs ist oder mit dem Rad, für jeden und jede findet sich etwas in diesen handlichen und wunderschön gestalteten Büchern.

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Magische Momente

Blog, 2. November 2021

Darf’s ein bisschen prickeln? So wie Sekt im Bauchnabel? Wenn du so etwas magst, dann habe ich das Richtige für dich: magic moments.

Eine Sammlung magischer Kurzgeschichten – und darin meine prickelnde Geschichte „Das ist keine Übung“, in der es um ein nicht ganz ungestörtes Rendezvous geht. Nadine Burri hat diesen Wettbewerb ausgeschrieben und meine kleine Erzählung ist eine derjenigen, die sie für ihren Sammelband ausgewählt hat. Für mich ist das eine große Freude, welche durch das wunderschöne, wahrhaft magische Cover dieses kleinen, feinen Buches mindestens verdoppelt wird.

Diese magische Sammlung kannst du als E-Book oder als Printausgabe beziehen. Gönne dir doch auch ein paar Magische Momente.

Niklas Frank – Meine Familie und ihr Henker

Rezension, 1. November 2021

Es kann sich sicher niemand vorstellen, wie es ist, als Kind eines hochrangigen Nazi-Verbrechers aufzuwachsen und zu leben. Den Namen eines solchen Mannes zu tragen, die Taten zu kennen und das ein Leben lang mit sich herumzutragen. Wenn man dazu noch in der eigenen Familie eher Verständnis für den Täter als für die Opfer findet, muss es geradezu grausam sein.

Solch ein Leben hat, so ergibt es sich für mich aufgrund des vorliegenden Buchs, Niklas Frank geführt.

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Ray Bradbury – Zen in der Kunst des Schreibens

30. Oktober 2021

Um einmal gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Dies ist das erste Buch über das Kreative Schreiben aus dem Autorenhaus Verlag, das mich enttäuscht. Oder besser ausgedrückt: das meine Erwartungen nicht erfüllt hat.

Wer kennt ihn nicht? Ray Bradbury, seines Zeichens Meister der Science-Fiction, Autor so berühmter Bücher wie Fahrenheit 451 und Die Mars-Chroniken sowie Hunderter Kurzgeschichten. Der 2012 verstorbene Schriftsteller war auch Autor unzähliger Essays über das Schreiben. Und genau davon sind im vorliegenden Buch einige vereint.

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Angelika Koch – Die Eifel und die blinde Wut

Rezension, 29. Oktober 2021

Wieder ein Eifelkrimi. Diese Faszination der Krimiautor:innen für die Eifel überrascht mich stets von neuem.  Aber selten wird man dann enttäuscht, also funktionieren hier Kriminalromane offensichtlich immer wieder gut.

Und dieser hier hat mir sogar ausnehmend gut gefallen. Vor allem weil hier einmal ein Protagonist die Handlung beherrschte, der mit viel Sympathie, mit Tiefgang und Verständnis ausgearbeitet und geschildert ist.

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Carla Berling – Was nicht glücklich macht, kann weg

Rezension, 27. Oktober 2021

Das ist wieder einmal so ein Titel, der keinerlei Bezug zum Inhalt des Buches hat. Manchmal frage ich mich wirklich, wie ein Verlag zu solchen unpassenden Titeln kommt, die noch dazu die falschen Erwartungen wecken.

Denn dieser Titel hier, zusammen mit dem Cover, vermittelt den Eindruck, man habe einen heiteren, unbeschwerten Roman vor sich, der locker-flockig unterhält. Doch weit gefehlt, das Buch von Carla Berling, von der ich bereits den Roman „Der Alte muss weg“ mit großem Vergnügen gelesen habe, hat viel mehr Tiefgang und Ernst, als man anhand eben von Titel und Cover erwartet.

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Margit Kruse – Fröhliches Morden überall

Rezension, 25. Oktober 2021

Leider hat mich dieser Roman so gar nicht fröhlich gestimmt. Denn hier stimmt wenig, es hapert am Stil, an der Handlung, die Dialoge lassen zu wünschen übrig und dann gibt es noch ziemlich heftige Fehler, die einfach nicht passieren dürfen.

Zwei Kommissare, Margit und Thomas, fahren gemeinsam in den Weihnachtsurlaub. Zu diesem Zweck haben sie sich ein gemütliches Ferienhaus gebucht in idyllischer Gegend. Doch die Idylle ist nur Schein, denn beide haben ihre jeweiligen Mütter mitgenommen in diesen Urlaub, der daher wenig erholsam gerät. Insbesondere, da eine der beiden alten Damen kurz nach der Ankunft erschlagen aufgefunden wird.

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Thomas Kastura (Hrsg.) – Mord in der Buchhandlung

Rezension, 22. Oktober 2021

Die üblichen Verdächtigen haben sich hier versammelt und herrlich skurrile, spannende, erheiternde Kriminalgeschichten abgeliefert, deren Handlung sich jeweils in einer Buchhandlung zuträgt. Oder damit in Zusammenhang steht. Zu den 16 in dieser Anthologie vertretenen Autor:innen gehören Tessa Korber, Brigitte Glaser, Ingrid Werner, Heike und Peter Gerdes, Regina Schleheck, Tanja Steinlechner und viele andere. Sie erzählen von plötzlichen Todesfällen bei Übernachtungen in der Buchhandlung, von neidischen und hinterlistigen Nachbarn, die das Leben der Buchhändler sehr schwer machen, bis diese sich zu wehren beginnen.

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Wiebke Busch – Familie ist, wenn man trotzdem lacht

Rezension, 20. Oktober 2021

Ein momentan sehr aktuelles Thema ist der Ausgangspunkt dieses sympathischen, wenn auch etwas oberflächlichen Romans. Der Titel allerdings führt gänzlich in die Irre, denn um Familiengeschichten geht es nicht oder jedenfalls nicht so, dass man es zum Lachen fände.

Die Hamburger Autorin erzählt von der jungen Familie Ruttmann mit Mama Steffi, Papa Arno und den beiden Kindern Lina und Oskar. Vor allem Steffi, die zu Hause die Kinder betreut und den Haushalt schmeißt, sehnt sich nach einer größeren Wohnung, fühlt sich in den drei Zimmern, die sie derzeit bewohnen, beengt. Doch ihre Suche gestaltet sich schwierig, sind doch die schönen Wohnungen zu teuer, die Makler Betrüger und die bezahlbaren Häuser weit draußen auf dem Land.

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Carina Schmidt – Was wissen Heilige vom Leben

Rezension, 18. Oktober 2021

Ein Leben erzählt in einzelnen Kurzgeschichten. Episodenhaft berichtet die in der Eifel aufgewachsene und heute in Mainz lebende Autorin aus dem Leben von Marlene. Und diese Geschichten, die wir lesen, sind heftig, erschütternd – und ausnehmend gut geschrieben.

Wir begegnen Marlene das erste Mal, als sie zwölf Jahre alt ist und allein mit ihrer Mutter lebt. Der Vater ist längst weg und auch ihr großer Bruder hat das Weite gesucht. Denn ihre Mutter Inge ist, man muss es so nennen, eine Zumutung. Sie trinkt exzessiv, sie schlägt ihre Tochter, sie ist ungepflegt, verkommen, ein Messi. Schließlich rettet Thomas seine kleine Schwester und holt sie aus diesen Verhältnissen heraus.

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