Herta Müller
Tami Fischer – Booklover Journal: Für alle, die das Lesen lieben
Rezension, 22. November 2021 
Dem Untertitel dieses liebevoll gestalteten Buchs ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Er sagt schon fast alles, was man darüber wissen muss.
Ein wenig erinnert dieses Buch an die Freundschaftsbücher, die man in der Schule mit den Klassenkameraden austauscht, die nach Hobbys, Lieblingsessen und Lieblingsschulfächern fragen. Ähnlich gestaltet ist auch dieses Journal, nur dreht es sich hier nicht um Freunde, sondern eben um Bücher.
(mehr …)Jonathan Carroll – Das Land des Lachens
Rezension, 19. November 2021 
Ein Buch für Träumer, Fantasten und kindliche Gemüter. Ein Buch, das überrascht mit absurden Wendungen, mit unerwarteten Stilbrüchen und wundersamen Figuren. Ein Buch, das Freude macht.
Der Roman war der erste des amerikanischen Autors Jonathan Carroll, veröffentlicht 1980. Er erzählt von Thomas Abbey, Sohn eines berühmten Schauspielers und Lehrer an einer Privatschule. Vor allem aber ist er glühender Fan der Bücher von Marshall France, eines geheimnisvollen Autors von fantastischen Kinderbüchern. France, inzwischen verstorben, gab nie Interviews und es existieren auch keine Biografien über ihn. Da reift in Thomas die Idee, eine solche zu schreiben.
(mehr …)Volker Klüpfl/Michael Kobr – Morgen, Klufti, wird’s was geben
Rezension, 17. November 2021
Ein herrlicher Spaß und ein gelungenes Adventsgeschenk für alle Klufti-Fans. Aber: Hätte es das gebraucht? Die Antwort muss sich jede Leserin und jeder Leser selbst geben.
Kluftinger ist in Weihnachtsvorfreude. Sein Enkelkind wird kommen und seine Erika schmückt den Weihnachtsbaum und wird ein formidables Menu zubereiten. Doch gerade Erika macht einen Strich durch seine Pläne: Sie fällt von der Leiter und damit für die diversen Vorbereitungen, die noch erledigt werden müssen, aus.
Viktor Zeller – Lotto, Toto, tot
Rezension, 15. November 2021
Eine Kölner Tippgemeinschaft auf Verbrecherjagd. Daraus macht der Autor eine sehr unterhaltsame, wenn auch simpel gestrickte Geschichte. Hauptfigur ist Anton Gruber, seines Zeichens Inhaber eines Kiosks und Single. Letzteres möchten er und seine Freunde, eben besagte Tippgemeinschaft, ändern. Also suchen sie für ihn eine Frau auf einem Online-Datingportal.
Es kommt, wie es kommen muss. Nach einigen schiefgegangenen Rendezvous begegnet Anton, genannt Toni, seiner Traumfrau. Greta, so nennt sie sich, ist genauso, wie er sich eine Frau wünscht. Sie erzählt ihm von einem Exmann, der sie bedroht, er will ihr helfen. Doch dann erscheint sie nicht zu einer Verabredung, ist nicht mehr erreichbar für Toni.
Das Dorf der Schreibenden
Blog, 13. November 2021 ~ 1 Kommentar 
Es fühlt sich manchmal ein wenig an wie ein Klassentreffen: wenn ich das Glück und die Freude habe, eine Geschichte von mir in einer Anthologie zu veröffentlichen und dann das Inhaltsverzeichnis dieser Sammlung an Texten studiere, begegne ich dort immer wieder Autorinnen und Autoren, die ich aus Foren, von Instagram, von gemeinsamen Wettbewerben und anderen Gelegenheiten kenne und mit denen ich mich gerne austausche. Auch die Welt der Schreibenden ist halt ein Dorf.
(mehr …)Elke Pistor – Kling und Glöckchen
Rezension, 12. November 2021
Auf Elke Pistor ist Verlass. Ihr Name verspricht gute Unterhaltung, spritzig, witzig, mit einer gut abgemessenen Dosis Spannung. Wenn man dann noch die entsprechende Deko, den Schnee und die Liebe draufpackt, dann haben wir alle Zutaten zu einem stimmungsvollen, fröhlichen Weihnachtskrimi.
Die Kölner Autorin Elke Pistor ist mir vor allem durch ihre wunderbar abgedrehten Kurzkrimis bekannt sowie durch die immer gut ausgearbeiteten Charaktere. Im vorliegenden Buch ist die Protagonistin, passenderweise mit dem Namen Janne Glöckchen, eine leicht chaotische, erratisch agierende junge Frau, die mit der wachsenden Anzahl an Leichen in ihrer Umgebung schwer zu tun hat.
(mehr …)Rita Falk – Rehragout-Rendezvous
Rezension, 10. November 2021
Vorab gleich dieses Bekenntnis: Ich bin rettungsloser Fan von Franz Eberhofer und seiner Sippe. Diese herrlich verschrobene Familie, diese absolut sinnentleerten Konversationen, dieses hinterwäldlerische Hinterbayern – ich liebe es.
Aber dennoch: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Mittlerweile geraten die Kriminalfälle in den Romanen derart in den Hintergrund, dass das Etikett „Provinzkrimi“ eigentlich ein Schwindel ist. Denn ehrlicherweise muss man zugeben, dass es eher eine Provinzposse ist, mit ein wenig Kriminalkolorit darin.
Bethany Clift – Die Letzte macht das Licht aus
Rezension, 8. November 2021
Wenn die Fiction von der Realität überholt wird…
Das hat sich die Autorin dieses hochspannenden und psychologisch fesselnden Thrillers auch nicht träumen lassen. Sie begann 2018 an ihrem Roman zu schreiben. Ein Roman um die letzte Überlebende einer tödlichen Pandemie. Drei Monate nach Unterzeichnung ihres Buchvertrags erfuhr sie zum ersten Mal von dem in China aufgetretenen Virus. „Ich habe ein Buch über eine fiktionale Pandemie geschrieben, das während oder während der Nachwehen einer echten Pandemie erscheinen wird.“ (Nachwort, S. 461)
Text – Musik – Bild
Ein Kaleidoskop der besonderen Art
Blog, 6. November 2021 
Wenn alles passt, dann ist das ein magisches Erlebnis.
Ein solches durfte ich erfahren, als wir, meine Autorengruppe SiebenSchreiber, eingeladen wurden, für das Kaleidoskop der Sinne, eine Veranstaltung von ProArte in Erkelenz, Geschichten zu schreiben, zu welchen wir uns von Kunstwerken – Bilder, Skulpturen, Schmuckstücke – inspirieren lassen sollten. Das Besondere daran war, dass gleichzeitig Musiker gebeten wurden, zu denselben Kunstwerken Musikstücke zu kreieren. Dabei wurden die jeweiligen Autoren, Künstler und Musiker einander nicht bekannt gemacht, wir konnten uns also untereinander nicht austauschen.
(mehr …)Uwe M. Schneede – Paula Modersohn-Becker
Rezension, 5. November 2021
Spätestens seit einem Aufenthalt in Worpswede bin ich Fan von Paula Modersohn-Becker (1876-1907). Aber nicht nur ihre Bilder begeistern mich, vor allem die Frau und ihre Geschichte faszinieren. Nachdem ich nun kürzlich, zusätzlich zur Lektüre dieses Buches, auch noch eine umfangreiche Ausstellung ihrer Werke in der Schirn in Frankfurt/Main besuchen konnte, ist vieles wieder sehr präsent.
Paula Modersohn-Becker ist mit ihrer Art der Malerei nicht immer auf Gegenliebe gestoßen.