Natascha Keferböck – Im Flachgau wartet der Tod

Da sind sie wieder alle, die Einwohner von Koppelried. Der Frauenschwarm Raphael Aigner, seine resolute Schwester Gabi,  die gutaussehende Kneipenwirtin Marie und die diversen Sonderlinge des Dorfes werden wieder einmal in einen Mordfall verwickelt.

Diesmal handelt es sich bei dem Opfer der Tat jedoch um Raphaels und Gabis lange verschollene Mutter. Was dazu führt, dass Kommissar Raphi natürlich auf besondere Weise in die Ermittlungen eingebunden ist. Er erfährt viel über die Mutter, an die er keine Erinnerung mehr hatte, da sie verschwand, als er noch sehr klein war.

Wie immer gibt es auch in diesem Krimi reichlich Verdächtige, unzählige falsche Spuren, dubiose Verwicklungen und überraschende Wendungen. Und wie im Vorgängerband „Bierbrauerblues“, dem im Frühjahr erschienenen Debüt der österreichischen Autorin Natascha Keferböck, verwickelt sich auch Raphis Herz immer mal wieder mit den diversen Damen seiner Umgebung. Aber auch Gabi hat inzwischen ihr Herz verloren.

Auch wer nicht des örtlichen Dialekts mächtig ist, hat seine Gaudi an diesem Roman. Manchmal ist es ein wenig arg, sind die Dialoge so übermächtig dialektgefärbt, dass man als Nicht-Österreicherin schon ein paar Verständnisprobleme großzügig überlesen muss. Alles in allem aber mochte ich den Roman fast so sehr wie den ersten Band um den sympathischen jungen Kommissar, der wegen seines kleinen Sohnes den Job in der Großstadt aufgab, als seine Frau starb.

Viele skurrile Menschen treten auf in der Geschichte, die immer neue Haken schlägt, immer neue Geheimnisse aus dem Leben von Raphis Mutter aufdeckt. Eine spannende, unterhaltsame Handlung hat sich die Autorin einfallen lassen.

Und natürlich möchte man wissen, wie es weitergeht mit Raphi, Marie, dem kleinen Felix, mit Gabi und den anderen. Vielleicht schreibt Natascha Keferböck ja bereits weiter…

Natascha Keferböck – Im Flachgau wartet der Tod
emons, Oktober 2021
Taschenbuch, 303 Seiten, 13,00 €


Schau auch hier: Natascha Keferböck – Bierbrauerblues

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