Viktor Zeller – Lotto, Toto, tot

Eine Kölner Tippgemeinschaft auf Verbrecherjagd. Daraus macht der Autor eine sehr unterhaltsame, wenn auch simpel gestrickte Geschichte. Hauptfigur ist Anton Gruber, seines Zeichens Inhaber eines Kiosks und Single. Letzteres möchten er und seine Freunde, eben besagte Tippgemeinschaft, ändern. Also suchen sie für ihn eine Frau auf einem Online-Datingportal.

Es kommt, wie es kommen muss. Nach einigen schiefgegangenen Rendezvous begegnet Anton, genannt Toni, seiner Traumfrau. Greta, so nennt sie sich, ist genauso, wie er sich eine Frau wünscht. Sie erzählt ihm von einem Exmann, der sie bedroht, er will ihr helfen. Doch dann erscheint sie nicht zu einer Verabredung, ist nicht mehr erreichbar für Toni.

Hier nun treten seine Freunde Tom, Sebastian und Erol in Aktion. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche und geraten unversehens in eine Entführung. Dabei kommt schließlich Toni selbst in Verdacht, doch seine Kumpel halten zu ihm.

All das ist wie gesagt sehr simpel gestrickt. Die Figuren sind recht eindimensional, dabei aber sympathisch und liebenswert. Für diejenigen Leser, die sich in Köln auskennen, gibt es ausreichend Lokalkolorit, so beispielsweise bei klandestinen Verfolgungen oder während der Suche nach einem Entführungsopfer. Manches ist etwas mühsam konstruiert, manche Spuren zu plump ausgelegt, um die Leserin auf die falsche Fährte zu locken. Erols merkwürdigerweise im Laufe der Geschichte immer stärker werdenden Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache irritieren.

Alles in allem ist dieser Roman flott und flüssig geschrieben, unterhaltsam, mit einem überschaubaren, aber sympathischen Personal, dem man gerne wiederbegegnen möchte. Daher ist auf einen weiteren „Fall“ der Tippgemeinschaft zu hoffen.

Viktor Zeller – Lotto, Toto, tot
Oktopus, September 2021
Taschenbuch, 171 Seiten, 14,90 €

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