Dani Atkins – Heller als alle Sterne

Dieser kleine Roman, der eigentlich nicht viel mehr ist als eine längere Erzählung, setzt quasi den Schlusspunkt unter einen vorherigen Roman dieser Autorin. Ihre Bücher sind stets Garant für anrührende, leicht kitschige, aber immer hochspannende, tragisch-humorvolle Geschichten.

Hier nun handelt es sich sozusagen um das letzte Kapitel, mit dem sie ihren Roman „Sag ihr, ich war bei den Sternen“ abschließt. In diesem Buch erzählte sie von Maddie, die nach einem schweren Unfall jahrelang im Koma lag. Als der Unfall geschah, war sie schwanger und den Ärzten war es gelungen, das Kind zu retten. Als Maddie aus dem Koma erwachte, lebte die kleine Hope bei ihrem Vater und seiner Frau. Maddie hatte damals mühsam ins Leben zurückgefunden, als sie ganz plötzlich erneut ins Koma fiel. So endete dieser Roman.

Nun also die Fortsetzung auf wenigen Seiten. Maddie erwacht erneut, doch diesmal sind zehn Jahre vergangen. Wieder kämpft sie, schafft es, aus dem Krankenhaus zu kommen, geheilt und imstande, allein zu leben. Ihre Mutter, dement und im Pflegeheim, sowie ihre Tochter Hope, die offensichtlich ihr Herz an einen falschen Mann verloren hat, bereiten Maddie Sorge. Doch zum Glück gibt es jemanden, der zu ihr steht und ihr stets zu Hilfe eilt. Aber Maddie kann sich nicht in ein neues Glück fallen lassen, weil sie Angst hat, vielleicht erneut in ein jahrelanges Koma zu fallen.

All das ist genauso schmalzig und kitschig, wie alle Romane von Dani Atkins. Doch genauso wie diese verschlingt man auch die gerade einmal 90 Seiten dieses kleinen Buchs. Weil die Figuren so lebendig sind, weil die Autorin es perfekt versteht, die Gefühle ihrer Figuren zu beschreiben, so dass sie Widerhall finden in den Gefühlen der Leserin. Trotzdem fragt man sich in prosaischen Momenten, ob es dieses Buchs bedurft hat. Die Frage sollte sich jede selbst beantworten.

Dani Atkins – Heller als alle Sterne
aus dem Englischen von Anne-Marie Wachs
Knaur, September 2021
Klappenbroschur, 93 Seiten, 8,00 €


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