In Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit.
Thomas Carlyle

Christine Brand – Bis er gesteht

Rezension, 30. August 2021

Allein schon wegen des ungewöhnlichen, aber wirkungsvollen Aufbaus ist dieser Kriminalroman absolut gelungen. Hinzu kommen ein besonderer Schreibstil, der gerade wegen der durchgängigen Neutralität, der reportagenhaften Distanz die Handlung umso mehr unter die Haut gehen lässt. Hier kommt deutlich die frühere Tätigkeit der Autorin als Gerichtsreporterin zum Ausdruck.

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Hanna Aden – Finde den Weg zu deiner Story

Blog, 27. August 2021

Um einmal ausnahmsweise mit Äußerlichkeiten zu beginnen: dieses Workbook ist eine Augenweide – zumindest für Liebhaber von verspielten Dekors.

Hanna Aden, Lehrerin und Schriftstellerin, bietet in ihrem Institut Seminare und Coaching für Autor:innen an, unter demselben Titel wie ihr Workbook. Dieses spiralgebundene und damit sehr benutzerfreundliche Buch begleitet eine Autorin auf ihrem Weg zum Roman und beginnt lange vor dem ersten Satz.

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Janine Adomeit – Vom Versuch, einen silbernen Aal zu fangen

Rezension, 25. August 2021 ~ 1 Kommentar

Ein überzeugendes Debüt einer deutschen Autorin, von der man hofft, mehr lesen zu dürfen. Die Geschichte, die Janine Adomeit erzählt, wird vor allem getragen von den interessanten, vielschichtigen und überraschenden Charakteren, Menschen, die mit ihrem Schicksal hadern und sich ihm entgegenstellen wollen. Doch nicht allen gelingt das.

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Ulrike Herwig – Das Glück am Ende der Straße

Rezension, 23. August 2021

Ein Roman mit allen Zutaten für eine herzerwärmende Geschichte. Aber genau das ist in meinen Augen auch das – zugegeben kleine – Manko an dem unterhaltsamen Buch der deutschen Autorin, die bereits unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlicht hat. Denn es sind eben leider alles sehr bekannte Zutaten.

Der Plot wird aus zwei Sichten erzählt, die eine ist Elli, genannt Elvis, eine ältere obdachlose Frau, die regelmäßig auf einer Bank im Park sitzt und die gut betuchten Bewohner eines Villenviertels beobachtet. Die zweite Perspektive ist Lisa, eine dieser Bewohnerinnen, Ehefrau vom technikbesessenen Mark und Mutter dreier mehr oder weniger anstrengender Sprösslinge.

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Freya Sampson – Die letzte Bibliothek der Welt

Rezension, 20. August 2021

Wieder ein Roman, in dem eine Bibliothek gerettet werden soll. Eine schöne, herzerwärmende, wenn auch leicht kitschige, hausbackene Geschichte, die uns die englische Autorin erzählt. Ein wenig haben mich die Story und die handelnden Personen an den Roman „Die Buchhandlung“ von Penelope Fitzgerald erinnert. Besonders die Hauptfiguren ähneln sich sehr.

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Andreas Izquierdo – Revolution der Träume

Rezension, 18. August 2021

Die langersehnte Fortsetzung eines meiner Lieblingsbücher des vergangenen Jahres „Schatten der Welt“. Die Handlung schließt fast nahtlos an den Vorgängerband an, beginnt im November 1918, mit der Absetzung des deutschen Kaisers und der Ausrufung der Republik.

Vorangeschickt sei der Hinweis, dass manches in dieser Fortsetzung ohne die Kenntnis des ersten Bandes nur teilweise verständlich ist. Die Vorgeschichte der drei Protagonisten bedingt ihr Handeln in der Nachkriegszeit entscheidend, genau wie die Begegnungen mit ihren alten Freunden und Feinden. Es wird einiges aus dem ersten Teil erwähnt, aber in angenehm unaufdringlicher Weise.

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Regina Schleheck – Mörderisches vom Niederrhein

Rezension, 16. August 2021

Eine entscheidende Kritik an diesem Band mit Kurzkrimis muss ich gleich am Anfang loswerden, denn es fehlt genau das, was man am Anfang des Lesens von Kurzprosa sucht: ein Inhaltsverzeichnis. Für mich ein großes Manko dieser Sammlung. So fällt es schwer, Texte wiederzufinden oder sie nach Gusto auszuwählen.

12 Kriminal-Erzählungen bündelt dieses Buch der am Niederrhein heimischen Autorin, 12 ganz unterschiedliche und doch recht ähnliche Geschichten. Die sich alle, wie der Titel verheißt, in dieser Region zwischen Xanten und Aachen zutragen.

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Anne Mette Hancock – Narbenherz

Rezension, 13. August 2021

Wenn man eine zusammenhängende Reihe von Romanen liest, mit wiederkehrenden Protagonistinnen, dann ist es ein wenig wie das Wiedertreffen von guten Bekannten. So zumindest war mein Gefühl, als ich diese Fortsetzung des Sensationserfolgs „Leichenblume“ der dänischen Autorin in die Hand nahm. Mit dem ersten Band hatte sie sämtliche Bestsellerlisten gestürmt. Und es ist zu erwarten, dass dieser zweite Roman um Heloise Kaldan dem in nichts nachstehen wird. Mich hat er jedoch nicht ganz so sehr begeistert wie die erste Folge.

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Stefan Hornbach – Den Hund überleben

Rezension, 11. August 2021

Romane um Krankheit gehen immer zu Herzen, berühren die Leserinnen. Wenn die Krebserkrankung zusätzlich noch einen jungen Mann trifft, der gerade am Beginn seines Erwachsenenlebens steht, erschüttert es umso mehr.

Der Debütroman des jungen deutschen Autors Stefan Hornbach, der bereits mit Theaterstücken Furore gemacht und Preise eingesammelt hat, dreht sich genau darum.

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Doris Knecht – Die Nachricht

Rezension, 9. August 2021

Zunächst einmal ist der Titel des Romans irreführend, denn die Hauptfigur erhält nicht eine, sondern sehr viel verstörende Nachrichten. Und diese beleidigenden Nachrichten erreichen nicht nur sie, sondern auch ihre Familie, ihre Freunde und Kollegen.

Doris Knecht, eine vielfach ausgezeichnete österreichische Autorin, ist bekannt für ihre sehr eigene Sprache. Diese kommt im vorliegenden neuen Buch wieder zum Ausdruck.

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