Ich habe mir nie vorgenommen, zu schreiben. Ich habe damit angefangen, als ich mir nicht anders zu helfen wusste.
Herta Müller

Regina Schleheck – Mörderisches vom Niederrhein

Rezension, 16. August 2021

Eine entscheidende Kritik an diesem Band mit Kurzkrimis muss ich gleich am Anfang loswerden, denn es fehlt genau das, was man am Anfang des Lesens von Kurzprosa sucht: ein Inhaltsverzeichnis. Für mich ein großes Manko dieser Sammlung. So fällt es schwer, Texte wiederzufinden oder sie nach Gusto auszuwählen.

12 Kriminal-Erzählungen bündelt dieses Buch der am Niederrhein heimischen Autorin, 12 ganz unterschiedliche und doch recht ähnliche Geschichten. Die sich alle, wie der Titel verheißt, in dieser Region zwischen Xanten und Aachen zutragen.

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Anne Mette Hancock – Narbenherz

Rezension, 13. August 2021

Wenn man eine zusammenhängende Reihe von Romanen liest, mit wiederkehrenden Protagonistinnen, dann ist es ein wenig wie das Wiedertreffen von guten Bekannten. So zumindest war mein Gefühl, als ich diese Fortsetzung des Sensationserfolgs „Leichenblume“ der dänischen Autorin in die Hand nahm. Mit dem ersten Band hatte sie sämtliche Bestsellerlisten gestürmt. Und es ist zu erwarten, dass dieser zweite Roman um Heloise Kaldan dem in nichts nachstehen wird. Mich hat er jedoch nicht ganz so sehr begeistert wie die erste Folge.

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Stefan Hornbach – Den Hund überleben

Rezension, 11. August 2021

Romane um Krankheit gehen immer zu Herzen, berühren die Leserinnen. Wenn die Krebserkrankung zusätzlich noch einen jungen Mann trifft, der gerade am Beginn seines Erwachsenenlebens steht, erschüttert es umso mehr.

Der Debütroman des jungen deutschen Autors Stefan Hornbach, der bereits mit Theaterstücken Furore gemacht und Preise eingesammelt hat, dreht sich genau darum.

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Doris Knecht – Die Nachricht

Rezension, 9. August 2021

Zunächst einmal ist der Titel des Romans irreführend, denn die Hauptfigur erhält nicht eine, sondern sehr viel verstörende Nachrichten. Und diese beleidigenden Nachrichten erreichen nicht nur sie, sondern auch ihre Familie, ihre Freunde und Kollegen.

Doris Knecht, eine vielfach ausgezeichnete österreichische Autorin, ist bekannt für ihre sehr eigene Sprache. Diese kommt im vorliegenden neuen Buch wieder zum Ausdruck.

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Tayari Jones – Das Jahr, in dem wir verschwanden

Rezension, 6. August 2021

Es ist ja bekannt, dass Erstlingswerke von Autor:innen es oft schwer haben, einen Verlag zu finden. Erst, wenn das zweite oder dritte Buch der Autorin ein Erfolg war, werden die Frühwerke ebenfalls herausgegeben. Dabei stellt sich dann manches Mal heraus, dass die ersten Ablehnungen vielleicht nicht ganz unbegründet waren. Denn die Erfolge der weiteren Romane besagen nichts über die Qualität der Debüts.

Für den vorliegenden Roman von Tayari Jones fällt es mir schwer, genau dies zu beurteilen. Von ihrem im vergangenen Jahr erschienenen Roman „Das zweitbeste Leben“ war ich wirklich begeistert und ich bedaure, dass ich ihr anderes Buch „In guten wie in schlechten Tagen“ bislang noch nicht lesen konnte.

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Minu D. Tizabi – Revolution morgen 12 Uhr

Rezension, 4. August 2021

Eine Autorin, die mit 14 Abitur macht und mit 22 ihr Medizinstudium beendet, schreibt nun auch noch einen Roman. In diesem Debüt erzählt sie von Sean Christophe, einem 24-jährigen Mann, der sich selbst in die Psychiatrie einweist, weil er unter heftigen Angststörungen leidet. Dort erhält er jeden Abend mysteriöse Anrufe, bei denen lediglich unverständliches französisches Kauderwelsch an sein Ohr dringt. Bis zu dem Tag, an dem er eine Verbindung zu erkennen glaubt zwischen den Anrufen und Dingen, die er täglich erlebt. So wie seine Entdeckung des Plakats mit dem titelgebenden Aufruf „Revolution morgen 12 Uhr“.

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Tessa Korber – Alte Freundinnen

Rezension, 2. August 2021

Freundschaft ist etwas sehr Kostbares, besonders wenn sie über viele Jahre existiert. Eine solche Freundschaft besteht zwischen Franziska, Annabel, Nora und Luise, die sich seit ihren Studienzeiten kennen. Jede ist anders und ihre Lebenswege sind völlig unterschiedlich, dennoch haben sie über die  vielen Jahre zusammengehalten, standen einander zur Seite, teilten Freud und Leid. Und sie hatten einen Traum: im Alter wollten sie zusammenziehen, eine WG bilden.

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Ingrid Werner – CharakterCards

31. Juli 2021

Mach dir ein Bild! So könnte der Untertitel dieses Ratgebers lauten. Dabei ist der Tipp, sich von den Figuren in deinem Roman oder deiner Geschichte ein Bild zu machen, ja nicht neu. Auch ich habe das mal versucht, dem Vorschlag eines anderen Bloggers folgend, und suchte mir dafür im Internet Fotos von Menschen, die meinen Vorstellungen meiner Figuren entsprachen.

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Andrea Schomburg & Irmela Schautz – Der geheime Ursprung der Redensarten

Rezension, 30. Juli 2021 ~ 1 Kommentar

Schon das im vergangenen Jahr erschienene Buch der beiden Verfasserinnen „Der geheime Ursprung der Wörter“ hat mich begeistert und wunderbar unterhalten. Nun bringen die Beiden einen weiteren Band heraus und das Vergnügen ist genauso groß.

Wir fragen uns doch alle hin und wieder, woher wohl die Redensart „Jemandem nicht das Wasser reichen können“ stammt oder welchen Ursprung der Spruch „Sich etwas hinter die Ohren schreiben“ hat.

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Marc Roger – Die Bücher des Monsieur Picquier

Rezension, 28. Juli 2021

Wenn ein kultivierter, belesener ehemaliger Buchhändler und ein 18-jähriger ungelernter Hilfsarbeiter aufeinandertreffen, erwartet man eher keine innige Freundschaft zwischen ihnen. Doch genau diese entwickelt sich, als der junge Grégoire, als Hilfskraft in der Küche eines Seniorenheims tätig, dem alten Mann begegnet.

Das Zimmer von Monsieur Picquier ist voller Bücher, die er aus seiner Buchhandlung rettete, als er diese schließen musste. Seine Parkinson-Erkrankung macht es ihm unmöglich, noch darin zu lesen. So bittet er Grégoire, ihm vorzulesen.

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