Albert Einstein
Lisa Jewell – Was damals geschah
Rezension, 12. Januar 2022 
Zugegeben, es gab am Anfang mehrere Momente, wo ich den Roman weglegen wollte. Es kam keine Spannung auf, die aus drei Perspektiven erzählte Geschichte nahm zu langsam Fahrt auf. Vor allem bei einer der Perspektiven erschloss sich sehr lange nicht, worum es eigentlich geht.
Doch dann packt einen die Story, die so abgedreht ist, so aberwitzig und vor allem so viele unerwartete Twists hat, dass man definitiv niemals ahnt, worauf es hinausläuft.
(mehr …)Ragnar Jónasson – Frost
Rezension, 10. Januar 2022 
Ist es nun ein Krimi, ein Thriller oder eher ein Psychogramm? Der Roman setzt in gewisser Weise die Reihe um die Kommissarin Hulda fort, auch wenn sie in diesem Band nur eine Nebenrolle spielt.
Hauptfigur ist Helgi, dem man im dritten Band um Hulda bereits begegnet ist, denn er wird ihr Nachfolger im Kommissariat. Doch noch ist es nicht soweit, noch arbeitet Helgi an seiner Abschlussarbeit des Studiums. Das Thema, das er sich gewählt hat, beschäftigt sich mit einem sogenannten Cold Case, einem ungeklärten Mordfall vor dreißig Jahren. Damals wurde in einem Tuberkulosekrankenhaus eine Schwester ermordet, später kam noch ein weiterer Todesfall hinzu.
(mehr …)Torsten Körner – Die Kanzlerin am Dönerstand
Rezension, 7. Januar 2022 
Vermutlich gibt es bereits unzählige Bücher über Angela Merkel und sehr wahrscheinlich werden im Laufe der nächsten Jahre noch viel mehr dazukommen. Dennoch bin ich überzeugt, dass dieses hier etwas Besonderes ist und bleiben wird.
Torsten Körner, der mir durch sein Buch „In der Männerrepublik“ bekannt wurde, das ich letztes Jahr lesen durfte, legt hier etliche spannende, unterhaltsame, hintergründige Miniaturen aus dem Leben unserer inzwischen Alt-Kanzlerin vor.
(mehr …)Anne Gesthuysen – Wir sind schließlich wer
Rezension, 5. Januar 2022 
Ihren Roman „Wir sind doch Schwestern“ habe ich sehr gemocht. Er hatte Tiefgang, die Figuren waren authentisch, nachvollziehbar. Das kann man leider von dem neuen Roman von Anne Gesthuysen nicht sagen.
Dennoch habe ich ihn verschlungen, denn unterhaltsam ist er gleichwohl. Doch bleibt er durchweg seicht, auf Groschenheft-Niveau. Das liegt nicht nur an den adeligen Protagonisten, die wie aus der Zeit gefallen wirken. Die Figuren sind oberflächlich, flach, ohne Kontur, ohne Profil. Sie wirken wie fehlbesetzte Schauspieler, die mit ihrer Rolle fremdeln.
(mehr …)Grégoire Delacourt – Die wärmste aller Farben
Rezension, 3. Januar 2022 
Ob man einen Roman mag oder nicht, hängt ja oft davon ob, ob man die Hauptfiguren mag oder nicht. Bei dem vorliegenden Buch des französischen Bestseller-Autors bin ich deswegen hin und her gerissen. Denn die eine Hauptfigur beginnt man zu lieben, während die andere einfach nur abstoßend, unsympathisch ist.
Die Handlung spielt zur Zeit der Gelbwesten-Proteste in Frankreich. Pierre engagiert sich dabei an vorderster Front – wobei der Begriff Front hier tatsächlich wörtlich zu verstehen ist. Denn es hat den Anschein, als wähne sich Pierre im Krieg. Mit jedem und allen.
(mehr …)Mein Schreibjahr 2021
Blog, 1. Januar 2022 
Am Anfang eines Jahres liegt noch so viel vor dir, gute Vorsätze, Pläne, vielleicht der eine oder andere Schrecken. Im Rückblick dann stellst du fest, dass es gar nicht so schlimm kam, wie du befürchtet hattest. Im Gegenteil, wenn wir zurückschauen, sehen wir doch meist nur noch das Gute, das uns widerfuhr.
Und so blicke ich mit glücklichem Stolz zurück auf dieses Jahr 2021. Trotz oder vielleicht gerade wegen all der Misslichkeiten, Einschränkungen und Unwägbarkeiten haben wir doch alle das Beste daraus gemacht. Ich durfte viel schreiben und einiges veröffentlichen. Darüber freue ich mich wie immer ganz wahnsinnig.
(mehr …)Mein Lesejahr 2021
31. Dezember 2021 
Wenn ich so durch die Liste all der Bücher schaue, die ich im abgelaufenen Jahr gelesen habe, so gab es ganz viele echte Highlights, Romane und Sachbücher, die mir lange in Erinnerung bleiben werden. Das macht es schwer, nur ein Dutzend auszuwählen, um euch meine Jahres-Lieblinge noch einmal vorzustellen.
Natürlich gab es auch heftige Flops, Bücher, die mich wirklich enttäuscht haben, unter den gelesenen. Immerhin waren es in 2021 exakt 162 Bücher, die ich lesen durfte. Dafür auch noch einmal ein tief empfundener Dank an alle Verlage und Verlagsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter.
(mehr …)Marcel Huwyler – Frau Morgenstern und der Verrat
Rezension, 31. Dezember 2021 ~ 1 Kommentar 
Hier also nun Band zwei dieser genialen Reihe um die pensionierte Grundschullehrerin Violetta Morgenstern, die ihre ganz eigenen Auffassung von Moral und Gerechtigkeit hat. Ihr Motto lautet: Strafe muss sein.
Diesmal bekommen sie und ihr Partner Miguel nicht den Auftrag, jemanden zu beseitigen. Es gab einen Anschlag auf eine sehr beliebte Politikerin, der aufgeklärt werden soll. Die Beiden werden in das Ermittlerteam aufgenommen, ihre besonderen Fähigkeiten werden gebraucht.
(mehr …)Marcel Huwyler – Frau Morgenstern und das Böse
Rezension, 29. Dezember 2021 
Nachdem ich von Band drei so begeistert war, konnte ich mich natürlich nicht lange zurückhalten. Und so habe ich schnellstmöglich auch die ersten beiden Bände dieser genialen Krimis um die Auftragsmörderin Violetta Morgenstern gelesen. Hier nun also Band eins, in dem wir erfahren, wie es dazu kommt, dass Frau Morgenstern im Auftrag von TELL den einen oder anderen Menschen „entsorgen“ soll.
(mehr …)Gerbrand Bakker – Die 3 gibt es nicht
Rezension, 27. Dezember 2021 
Wer kennt es nicht: man wandert einen markierten Wanderweg entlang und plötzlich fehlt eine Markierung. Wo geht es nun weiter? Geradeaus oder doch links abbiegen? Wo ist das Zeichen, die 1, der man die ganze Zeit gefolgt ist?
Über diesen Mangel an Markierungen, an Zeichen, die den Wanderer auf dem rechten Weg führen, hat sich Gerbrand Bakker auch einmal geärgert. Doch er beließ es nicht dabei, sondern beschloss, Abhilfe zu schaffen.
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