Ich habe mir nie vorgenommen, zu schreiben. Ich habe damit angefangen, als ich mir nicht anders zu helfen wusste.
Herta Müller

Sie oder ich

Die richtige Erzählform finden

Blog, 14. Mai 2022

Eine Werbung für ein Workshop, die ich dieser Tage las, brachte mich auf das heutige Thema: Magst du Romane, die in Ich-Form erzählt werden? Oder liest du lieber in der dritten Person geschriebene Bücher?

Diese Frage ist sowohl aus Sicht einer Lesenden wie auch für Schreibende von großer Wichtigkeit. Und die Meinungen gehen dabei ganz weit auseinander, für die einen wie die anderen.

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Judith W. Taschler – Über Carl reden wir morgen

Rezension, 13. Mai 2022

Ich mag Familienepen über mehrere Generationen sehr und ich mag die Bücher von Judith W. Taschler. Also war es keine Frage, dass ich auch ihren neuesten Roman unbedingt lesen wollte. Und ich habe es keineswegs bereut.

Sie erzählt die Geschichte der Familie Brugger, die im österreichischen Mühlviertel in einem kleinen Ort die Mühle betreibt. Beginnend im frühen 19. Jahrhundert verfolgt die Autorin die Geschicke der Familie über mehr als 100 Jahre.

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Larry Beinhart – Crime: Kriminalromane und Thriller schreiben

11. Mai 2022

Warum braucht es eigenen Ratgeber für das Schreiben von Kriminalromanen? Wodurch unterscheidet es sich, ob man einen Liebesroman oder einen Thriller verfasst? Wer sich diese Fragen immer mal wieder gestellt hat, sollte dieses Buch lesen.

Larry Beinhart, sehr erfolgreicher Autor von Romanen und Drehbüchern, erklärt auf leichtfüßige und wunderbar spannende Art, was es braucht, um einen erfolgreichen Krimi zu schreiben. Dabei fand ich seine Ratschläge, seine Tipps und Anregungen, die vor allem auf seiner eigenen Erfahrung beruhen, so nützlich, dass man die meisten davon voll und ganz auf jedes Genre anwenden kann.

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Monika Peetz – Sommerschwestern

Rezension, 9. Mai 2022

Es ist eine sehr alltägliche Geschichte, die uns die Erfolgsautorin hier erzählt. Die Geschichte einer Familie, deren Kommunikations- und sonstigen Probleme jeder aus eigenem Erleben kennen kann.

Die vier erwachsenen Schwestern Doro, Yella, Amelie und Helen werden von ihrer Mutter Henriette zu einem Familienwochenende herbeizitiert. Stattfinden soll das Treffen in Bergen in den Niederlanden, einem kleinen Touristenort, an welchem die Familie, als die Mädchen noch klein waren, regelmäßig den Jahresurlaub verbrachte. Diese Routine endete abrupt, als während eines dieser Urlaube der Vater ums Leben kam.

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Delphine Papin & Bruno Tertrais – Atlas der Unordnung

aus dem Französischen von Birgit Lamerz-Beckschäfer

Rezension, 6. Mai 2022

Wer hätte gedacht, dass ein Buch, ein Atlas über Grenzen, so spannend und interessant sein könnte. Nun sind Grenzen auch gerade jetzt und eigentlich immer ein spannendes, weil hochpolitisches und damit brisantes Thema.

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Mikael Bergstrand – Zusammen ist es Freundschaft

aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs

Rezension, 4. Mai 2022

Zwei ganz besondere Figuren prägen diesen Roman, zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Und dennoch werden sie Freunde.

Vor allem der einsame Ingemar Modig ist eine Figur, die man einfach mögen muss. Ja, man möchte ihn in den Arm nehmen, trösten und beschützen vor der Welt, die ihm so grausam vorkommt. Und da ist Dalia, das fußballverrückte Mädchen aus Syrien, mutig ohne Rücksicht auf Verluste, beladen mit leidvollen Erinnerungen.

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Elizabeth George – Meisterklasse

aus dem Englischen von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann

2. Mai 2022

So recht weiß ich nicht, wie ich dieses Buch rezensieren soll. Denn zum einen ist es, entgegen der Aussage der Autorin in ihrem Vorwort, doch nur ein aufgehübschter Abklatsch ihres vor etlichen Jahren erschienenen Buchs „Wort für Wort“. Und zum zweiten bestehen sicher mehr als die Hälfte der 400 Seiten des Buchs aus Zitaten aus einem ihrer Romane, seitenlangen Zitaten, wo kurze Absätze gereicht hätten, um das, worum es geht, zu belegen.

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Zettelwirtschaft

Ordnung im kreativen Chaos

Blog, 30. April 2022

Neulich las ich ein Buch über das Kreative Schreiben (die Rezension folgt bald), in dem viel Wert auf die Recherche gelegt wurde, vor allem auch, was das Setting betrifft. Das brachte mich mal wieder zu der Frage: wie hält man Ordnung in dem Chaos, zwischen den Bergen von Notizzetteln, Karten und Fotos, Links, Schreibkladden und gespeicherten Dateien? Wie Ordnung halten beim Schreiben? Ordnung in den Gedanken, in den Ideen, den Notizen und den Entwürfen? Wohin mit all den losen Zetteln, auf die wir mal unterwegs, mal auf dem Nachttisch etwas aufgeschrieben haben, das uns zu diesem Zeitpunkt so wichtig war, dass es unbedingt für die Nachwelt erhalten bleiben musste?

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Julia Mattera – Der Koch, der zu Möhren und Sternen sprach

aus dem Französischen von Monika Buchgeister

Rezension, 29. April 2022

Ein liebenswerter Grantler mit eigenwilligen Macken, eine wunderschöne Landschaft und dazu noch gutes Essen – also die perfekten Zutaten zu einem perfekten Roman. Die selbst im Elsass geborene Autorin siedelt die Handlung ihres ersten Romans für Erwachsene eben dort an und erzählt von Robert, dem Koch, der in der von seiner Schwester Elsa betriebenen Auberge für die kulinarischen Genüsse der Gäste sorgt.

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Frauke Scheunemann – Der Tote im Netz

Rezension, 27. April 2022

Frauke Scheunemann ist, sowohl allein wie auch im Duett mit ihrer ebenso fleißig schreibenden Schwester, eine erfolgreiche Autorin, vor allem von humorvollen, unkomplizierten Romanen. Nun also erfüllt sie sich selbst einen Wunsch und wechselt ins Krimifach. Ihr neuer Roman spielt auf Usedom, der langgestreckten Ostseeinsel.

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