Henry Miller
Jeanette Limbeck – Die Farben der Revolution
⭐⭐⭐⭐⭐
Rezension, 3. März 2025
Fesselnder Schmöker um zwei faszinierende historische Figuren in dramatischer Zeit
Selbst wenn mich gerade diese Epoche und dieses Land rund um die Ereignisse der Französischen Revolution nicht ohnehin schon immer sehr interessiert und beschäftigt hätten, hätte dieser absolut gelungene Roman mich trotzdem in seinen Bann ziehen müssen.
Denn die sehr fähige Autorin, deren Vorgängerbuch „Die Fliegerinnen“ mir bereits ausnehmend gut gefiel, schafft es, in ihrem Roman über die Liebe zwischen einer der prägendsten Gestalten dieser Zeit, Maximilien Robespierre, und seiner Verlobten, Eléonore Duplay, alles zu vereinen, was ein gutes Buch ausmacht.
(mehr …)VON DER BACKLIST: Sarah Crossan – Toffee
⭐⭐⭐⭐⭐
Rezension, 28. Februar 2025
Höchst berührender Roman um ein verzweifelt verlorenes Mädchen
Dieser Roman zieht einem den Boden unter den Füßen weg, nur um einem dann sofort eine Hand zu reichen. Er ist so intensiv und gleichzeitig schrecklich und so wunderschön, dass man lachen und weinen möchte, gleichzeitig und parallel. Er ist furchtbar traurig und gleichzeitig voller Hoffnung.
Wenn man dieses Buch aufschlägt, irritiert es, denn zuerst weckt es den Anschein, als handele es sich um einen Gedichtband. Die Zeilen sind kurz, brechen mitten im Satz um, manche Kapitel bestehen nur aus ein oder zwei Sätzen. Doch wenn man sich einliest, fallen lässt in diese Erzählung, dann packt sie, hält einen fest und lässt auch nicht los, wenn die letzte Seite umgeblättert ist.
(mehr …)Alexandra Stiglmaier – Törtchen, Tod und Techtelmechtel
⭐⭐
Rezension, 26. Februar 2025
Sehr bairischer Krimi voller Dialekt, passenden Typen und reichlich derbem Witz
Eine Tote in der Gefriertruhe – auch etwas, was man wirklich nicht jeden Tag entdeckt und schon gar nicht entdecken möchte. Doch genau das geschieht und Elli Fuchs, ihres Zeichens eigentlich Sanitärfachverkäuferin, fühlt sich gedrängt, die Hintergründe zu erforschen. Denn natürlich ist die in der Truhe gefundene Frau keines natürlichen Todes gestorben.
(mehr …)Emily Rudolf – Das Dinner
⭐⭐
Rezension, 24. Februar 2025
Mäßig spannender Krimi um ein Jahre zurückliegendes Verbrechen
Im Ansatz eine gute Plot-Idee: Eine Gruppe von Freund:innen findet sich zu einem Krimi-Dinner zusammen, welches sich als die von allen vor Jahren miterlebte Geschichte des Verschwindens einer jungen Frau aus ihrem Kreis herausstellt. Doch dem Roman fehlt es an Spannung, an Twists und an fesselnden Charakteren. Auch der Schreibstil ist wenig herausfordernd, eher simpel.
(mehr …)Neu in „meinem“ Regal im Buchladen
Blog, 22. Februar 2025
Gerade durfte ich wieder „mein“ Bücherregal bei der Mayerschen in Mönchengladbach gestalten. Dort kann ich Bücher empfehlen, die mir in der letzten Zeit besonders gut gefallen haben.
Dafür bestellt man extra jeweils ein paar Exemplare, um sie in dem für mich reservierten Regalfach zeigen zu können.
Dazu schreibe ich dann immer ein paar Worte auf ein Kärtchen, warum mich dieses Buch so beeindruckt hat und verweise dann auf meinen Blog, wo man die jeweiligen Rezensionen nachlesen kann.
(mehr …)Lia Louis – Tausend ungesagte Worte
⭐⭐
Rezension, 21. Februar 2025
Seichter Roman um eine schusselige Protagonistin in Liebes- und anderen Nöten
Der Roman ist voller altbekannter Tropes, voller altbekannter Zutaten und daher bringt er kaum Überraschendes. Dazu kommt eine arg überdrehte Hauptfigur, die zwischen ihrem Ex und dem neuen Schwarm schwankt.
Die Geschichte beginnt ganz witzig und das ist dann doch auch mal eine gute Idee für einen Roman: Millie, eine an sich sehr liebenswürdige junge Frau, eher schüchtern, immer bemüht, zu gefallen, arbeitet am Empfang einer größeren Produktionsfirma. Um sich abzureagieren, Dampf abzulassen, sobald sie sich geärgert oder ungerecht behandelt fühlt, verfasst sie Antwortmails. Die sie jedoch nie abschickt, sondern immer als Entwürfe speichert.
(mehr …)Susanne Gregor – Halbe Leben
⭐⭐⭐⭐
Rezension, 19. Februar 2025
Zwei Frauen, die das Leben zusammenführt und die trotzdem nicht zusammenkommen
Klaras Mutter Irene hatte einen Schlaganfall und braucht Betreuung. Paulína kommt ins Haus, wird Teil der Familie, wird immer mehr vereinnahmt. Dafür lässt sie ihre eigene Familie, ihre Söhne, in der Slowakei zurück.
(mehr …)Kristen Perrin – Das Mörderarchiv: Der Tod, der am Dienstag kommt
⭐⭐⭐⭐
Rezension, 17. Februar 2025
Fortsetzung eines Erfolgsromans, wendungsreich, temperamentvoll, unterhaltsam
Gleich vorab: Wer den wirklich gelungenen ersten Band um das Archiv von Tante Frances nicht gelesen hat, wird es schwer haben mit dem Nachfolgeband. Vieles wird vorausgesetzt, insbesondere die familiären Zusammenhänge und sonstigen Beziehungen zwischen den Figuren, so dass man sich – selbst mit Kenntnis des Vorgängerbands – immer wieder kaum zurechtfindet.
(mehr …)Sharon Bolton – Winternacht
⭐⭐⭐⭐⭐
Rezension, 14. Februar 2025
Gelungen verwickelter Krimi um Mord, Betrug und Liebe
Auch wenn ich diesen wirklich spannenden Roman nicht unbedingt einen Thriller nennen würde – dazu fehlt es ein wenig an Suspense – so ist er doch ebenso genial konstruiert wie der Roman „Beste Freunde“, den ich von dieser Autorin gelesen und sehr genossen habe.
Diesmal stehen im Mittelpunkt vor allem Frauen. Da ist Olive, zweite Ehefrau des Abgeordneten Michael Anderson. Da ist Gwen, Mutter der verstorbenen ersten Frau Michaels Eloise und da sind die halbwüchsigen Töchter, alle drei lehnen die neue Frau vehement und folgenreich ab.
(mehr …)Herbert Dutzler – Letztes Glückskeks
⭐⭐⭐
Rezension, 12. Februar 2025
Gemütlicher Krimi aus Österreich
Wieder zeigt es sich, dass es schwer ist, mitten in eine Romanreihe einzusteigen. Man hatte, wenn man wie ich hier bei diesem Roman, den zwölften Fall als ersten liest, keine Gelegenheit, sich mit dem Protagonisten anzufreunden, seine Entwicklung zu verfolgen.
So hatte es der „Gasperlmaier“ schwer, mich zu unterhalten. Ist seine Art, wie er Mordermittlungen betreibt – für die ohnehin eigentlich ganz andere zuständig sind – doch eher behäbig bis gemütlich. Er hätte halt gerne mehr Ruhe, der Herr Dienststellenleiter der Polizei Altaussee. Überhaupt, wo doch seine Kollegin nun auch noch schwanger ist und er ständig meint, sie müsse sich schonen und langsam tun.
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