Herta Müller
Über kurz oder lang
Blog, 3. November 2019 ~ 2 Kommentare
Soll man/frau überhaupt Kurzgeschichten schreiben? Oder doch lieber gleich einen, den Roman? Oder, anders gefragt, warum sollten wir das eine tun und das andere lassen? Müssen wir uns überhaupt für eins entscheiden?
(mehr …)Martin Suter: Allmen und der Koi
Rezension, 28. Oktober 2019
Wahrscheinlich ist es ein Sakrileg, so etwas zu sagen und wahrscheinlich liegt es einfach an mir. Doch der Roman von Martin Suter hat mich ziemlich gelangweilt. Es ist nicht der erste Allmen-Roman von ihm, den ich lese und andere habe ich in der Verfilmung mit Heino Ferch im Fernsehen gesehen. Was, nebenbei bemerkt, den unerwünschten Effekt hatte, dass ich beim Lesen permanent die Schauspieler aus den Filmen vor mir sah. Etwas, das natürlich nicht unüblich ist, wenn man ein Buch liest, welches verfilmt wurde, oder wie hier Teil einer verfilmten Reihe ist.
Annette Wieners: Das Mädchen aus der Severinstraße
Rezension, 27. Oktober 2019
Annette Wieners kann gute Bücher schreiben. Spannende Krimis mit interessanten Charakteren und aktionsreicher Handlung. Sehr gerne habe ich ihre bisher drei Bücher gelesen um eine Friedhofsgärtnerin und ehemalige Kriminalbeamtin, die ihre Vergangenheit verarbeiten muss und in die Aufklärung übler Verbrechen hineingezogen wird.
Von dem vorliegenden Buch aber kann man leider nicht sagen, dass es ihr gelungen ist. Natürlich ist es für eine Rezensentin schwer, die Handlung eines Romans zu bewerten, der auf der Familiengeschichte der Autorin beruht. Aber auch bei familiärer Vergangenheitsbewältigung in Form eines Romans darf man packenden Schreibstil, fesselnden Handlungsverlauf, gut ausgearbeitete, sympathische und sich entwickelnde Charaktere erwarten.
(mehr …)Jess Kidd: Heilige und andere Tote
Rezension, 22. Oktober 2019
Schließen Sie die Tür, ziehen Sie die Vorhänge vor, dimmen Sie das Licht. Und dann: Genießen Sie.
Genießen Sie die Fantasie von Jess Kidd. Die allerdings dann nichts für Sie ist, wenn Sie eher der nüchterne Typ sind, der sachliche Beschreibungen, geheimnislose Charaktere mag. Dann lassen Sie das Licht wieder herein und legen Sie dieses Buch fort.
Sonst aber: Genießen Sie. Jess Kidd zieht in ihren Bann. Wenn sie die Geschichte von Maud und Cathal erzählt.
(mehr …)Alice Hasters: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten
Rezension, 18. Oktober 2019
Was ich nicht bedacht hatte, als ich mir dieses Buch zur Rezension wünschte, war, dass es für mich als weiße schwer wird, das Buch zu rezensieren. Nicht wegen des Buchs. Sondern weil das, was ich darüber schreibe, nicht losgelöst von meiner Hautfarbe zu betrachten ist. Kritisiere ich, mache ich mich dann des Rassismus verdächtig? Lobe ich, schmeichele ich mich dann ein und will doch nur von meinem eventuellen Rassismus ablenken?
Brian Flynn: Die Morde von Mapleton (1929)
Rezension, 14. Oktober 2019
Wie überaus entspannend, wie wohltuend geruhsam. Ein Krimi ohne ständige Handytelefonate, ohne hektische Facebook-Postings, ohne Schießerei und Autojagd. Und ohne einen physisch oder psychisch angeschlagenen Ermittler.
Edward Carey: Das außergewöhnliche Leben eines Dienstmädchens namens PETITE, besser bekannt als Madame Tussaud
Rezension, 10. Oktober 2019
Ich stecke immer in den kleinen Ecken und Nischen dieser Welt. Ich dränge mich niemandem mit großem Gepolter auf. Ich suche mir eine Lücke und richte mich dort ein. (Seite 313)
Anna Maria Grosholtz wird 1761 im Elsass geboren und zieht im Alter von sieben Jahren mit ihrer Mutter nach Bern. Bei Dr. Curtius soll ihre Mutter als Haushaltshilfe arbeiten, doch sie stirbt und Marie nimmt ihre Stelle ein.
Ein Zeichen setzen
Blog, 6. Oktober 2019
Ich gestehe, dass mir das Überarbeiten meiner Geschichten mindestens so viel Freude macht wie das Schreiben an sich. Das Feilen, Ausbessern, Justieren, das Nachhören und Spüren: Wie fühlt sich das an, was da steht? Passt dieses Wort? Fehlt jenes? Sollte ich das lieber streichen?
Roy Jacobsen: Die Unsichtbaren
Rezension, 28. September 2019
Fast ein Kilogramm wiegt das Buch, aber nicht nur deshalb ist der Roman ein schweres, ein gewichtiges Werk.
Die Unsichtbaren erzählt von den Bewohnern der kleinen norwegischen Insel Barrøy, dem verwitweten Martin, seinem Sohn Hans mit seiner Frau Marie und ihrer gemeinsamen Tochter Ingrid sowie Barbro, Hans‘ Schwester. Die Handlung setzt ein, als Ingrid drei Jahre alt ist, einige Jahre vor Beginn des ersten Weltkriegs.
Lorna Neuber: Restorative Yoga
Rezension, 18. September 2019
Endlich ein Yoga-Buch für Bewegungs-Legastheniker…
Scherz beseite: das Buch von Lorna Neuber ist durchaus empfehlenswert. Es geht nicht um Yoga zur Kräftigung von Muskeln oder um den Sonnengruß. Die Autorin vermittelt in ihrem Buch die Form der Restorative Yoga zur Entspannung. Oder wie der Untertitel lautet: Ruhe und Kraft durch Entspannung.