Kategorie: Roman
Sally Smith – Der Tote in der Crown Row
⭐⭐⭐⭐⭐
Ungemein vielschichtiger Krimi um einen Richtermord in London im Jahr 1901
Wenn eine Kronanwältin einen Kriminalroman schreibt, der unter Kronanwälten und Lordrichtern spielt, dann kann man davon ausgehen, dass Setting, Figuren und Stimmung des Romans authentisch sein können. Das genau ist hier der Fall, auch wenn die Autorin ihren absolut gelungenen Debütroman im London des Jahres 1901 ansiedelt.
(mehr …)Erin Bow – Alpakas, Agate und mein neues Leben
⭐⭐⭐⭐⭐
Sehr berührende und auch heitere Geschichte um Traumata und ihre Bewältigung
Wer möchte schon in einem Ort mit dem Namen Augen-zu-und-durch wohnen? Ganz einfach: Ein Junge, der nicht gefunden werden möchte. Dieser Junge ist Simon, der ein enormes traumatisches Erlebnis verkraften muss und mit diesem Ereignis unter seinem Namen ganz leicht im World Wide Web zu finden ist.
(mehr …)Freya Sampson – Ms Darling und ihre Nachbarn
⭐⭐⭐⭐⭐
Warmherzige Geschichte über die Schwierigkeit, denen zu helfen, die sich nicht helfen lassen wollen
Wieder hat diese wunderbare Autorin einen herzerwärmenden Roman verfasst, voller liebenswerter Gestalten, die alle ihr Päckchen zu tragen haben und sich schwer tun, Hilfe anzunehmen.
Im Mittelpunkt steht die titelgebende Ms Dorothy Darling – auf dem Ms besteht sie ostentativ. Sie ist inzwischen weit über 70, lebt seit vielen Jahren allein in ihrer Erdgeschosswohnung in einem etwas in die Jahre gekommenen, einst sehr herrschaftlichen Mietshaus. In der Wohnung ihr gegenüber wohnt der etwa gleichaltrige Joseph, der eine neue Untermieterin aufnimmt. Diese, die sich Kat nennt, zieht sofort den Unwillen Dorothys auf sich, einfach nur, weil Kat pinkfarbene Haare und einen zerfransten Rucksack hat.
(mehr …)Janice Hallett – Die Engel von Alperton
⭐⭐⭐⭐
Hochspannender, sehr verwickelter Krimi in Form von Notizen und Aufzeichnungen
Erneut stellt diese geniale Autorin einen Roman vor, der lediglich in Form von Sprachnachrichten, Mails, Notizen und Transskripten von Aufnahmen eine spannende, wenn auch sehr verzwickte Geschichte erzählt.
Deren Inhalt man kaum geschickt zusammenfassen kann, so komplex ist das Ganze. Im Grunde geht es um einen Mord und mehrere Selbstmorde, geschehen vor 18 Jahren in Zusammenhang mit einer Gruppe, einer Art Sekte, die sich die Engel von Alperton nannten.
(mehr …)Johanna Swanberg – Sommer ohne Plan
⭐⭐⭐
Wirre Geschichte um eine junge Frau, die sich als etwas ausgibt, was sie nicht ist
Eine junge Frau, die alles hat – Erfolg, Freunde, Halt und Zukunft – wirft das alles weg aus Enttäuschung über eine vergangene Liebe. Sie beginnt zu trinken, statt wie bisher als Managerin eines erfolgreichen Restaurants arbeitet sie als Regaleinräumerin in einem Billigladen, statt in ihrer bisherigen schicken Wohnung wohnt sie in einem schäbigen Kellerzimmer.
(mehr …)Dana Lukas – Eichhörnchenglück
⭐⭐⭐⭐
Etwas seichter, aber netter Roman um ein verkorkstes Mutter-Tochter Verhältnis
Ich-Erzählerin Annike kommt nach Hause in ihr Elternhaus, weil ihr Onkel Theo sie darum gebeten hat. Denn ihre Mutter Edith liegt nur noch im Bett, weigert sich, ihr Zimmer zu verlassen, lässt sich stattdessen von ihrem Bruder Theo bedienen und umsorgen.
Annike hat schon seit jeher kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter und nun, einige Monate nach dem Tod ihres Vaters ist es auch nicht besser. Beide finden keinen Zugang zueinander, jedes Wort wird verdreht, jede Unterhaltung endet im Streit. Annike, inzwischen Mitte Vierzig, hat nie einen sogenannten „anständigen“ Beruf erlernt, verdient ihr Geld mehr schlecht als recht als Musikerin, lebt in einer WG, hat ganz offensichtlich kein Interesse daran, eine eigene Familie zu gründen oder ein „geregeltes“ Leben zu führen.
(mehr …)Caroline Day – Mein Name ist Hope Nicely. Hope wie Hoffnung und Nicely wie nett.
⭐⭐⭐⭐
Anstrengende Geschichte um eine junge Frau mit Handicap
Eigentlich wäre dieses Buch ein Roman genau nach meinem Geschmack. Denn ich mag besondere Protagonist:innen, Figuren mit Ecken, Kanten und scharfem Profil und vor allem Charaktere, die Ausnahmen sind, die gerade wegen ihres Andersseins interessant sind.
Und Hope Nicely, die Hauptfigur in dieser Geschichte, ist ganz sicher besonders. Was sie nicht müde wird, immer wieder zu betonen. Wodurch die Lektüre aber leider sehr anstrengend wird.
(mehr …)Elaine Garvey – Die Frau hinter der Bühne
⭐⭐⭐
Mauerblümchen in der rauen Welt des Theaters – nicht gänzlich überzeugende Geschichte
Dies ist wieder einmal so ein Roman, dessen Protagonistin mir fremd blieb, in deren Gefühlswelt ich mich nur schwer einfühlen konnte. Dabei ist Mairéad, die aus einem irischen Dorf nach London kam mit dem Traum, Theaterregisseurin zu werden, durchaus sympathisch.
(mehr …)Nadine Monfils – Magritte und Georgette
⭐⭐⭐
Der berühmte Maler als Hobbydetektiv – etwas zäher Krimi aus Brüssel
An diesen Roman bin ich mit recht großen Erwartungen herangegangen. Das liest man schließlich nicht oft, einen Kriminalroman mit einer historischen Person als Hobbyermittler. Doch so recht konnte mich die Geschichte um eine Mordserie an jungen Frauen nicht fesseln.
(mehr …)VON DER BACKLIST: Ann Patchett – Der Sommer zu Hause
⭐⭐⭐⭐⭐
Ein Wohlfühlroman der Meisterklasse – ohne Drama, ohne Action, aber wunderschön
Er ist nicht spannend, er zeigt keine Action, keine Dramatik, es gibt keine romantische Liebe und kein Happy End. Aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ist dieser Roman etwas ganz Besonderes, etwas ganz besonders Schönes.
(mehr …)Andreas Schnabel – Der Tod segelt mit
⭐⭐⭐⭐⭐
Tempo- und actionreicher Krimi auf und am Meer
Zugegeben, die Handlung ist ziemlich weit hergeholt, die vielen Beteiligten machen den Roman etwas verwirrend und auch der Humor, der schon sehr gut unterhält, ist manchmal etwas unpassend, aber insgesamt bietet dieser Krimi, der schon fast ein Thriller ist, rasante Unterhaltung mit einem abwechslungsreichen Personal und etlichen überraschenden Twists.
(mehr …)Anna Täuber – Schräge Vögel: SOKO Neuntöter
⭐⭐⭐⭐⭐
Hobby-Ornithologen als Hobby-Detektive – eine wirklich absolut gelungene Krimikomödie
Ein echtes Highlight unter der Schwemme an Kriminalromanen, zumal an den sogenannten Cosy Crimes. Voller sehr sympathischer, ja liebenswerter Charaktere, mit Ecken und Kanten und genau deswegen so lebensecht.
Zu Beginn der Handlung kennen sie sich noch gar nicht so genau, die bislang 5 Menschen, die sich, ohne feste Verabredung aber dennoch regelmäßig sonntags am frühen Morgen zur Vogelbeobachtung auf dem dafür vorhandenen Turm einfinden.
(mehr …)Eric Berg – Der Küstenpfad
⭐⭐⭐
Solider Krimi um einen Mord innerhalb einer Wandergruppe
Grundsätzlich mag ich Krimis mit „Hobbydetektiven“ sehr gern, fast sogar lieber als solche mit professionellen Ermittlern, also Kommissaren. Allerdings muss auch ein solcher Kriminalroman plausibel, schlüssig und realistisch sein.
In diesem Krimi steht zum wiederholten Mal die Journalistin Doro Kagel im Mittelpunkt. Sie hat bereits in vorigen Büchern des Autors erfolgreich Kriminalfälle aufgeklärt, an denen die Polizei gescheitert ist. Diesmal nun geht es um einen Mord innerhalb einer Wandergruppe, die über mehrere Tage hinweg an der Ostsee entlang gewandert ist.
(mehr …)Carla Capellmann – Über Stock und Mörderstein
⭐⭐⭐
Wandern kann tödlich sein, zumal wenn Diamanten im Spiel sind – netter Krimi aus der Eifel
Es ist schon eine Herausforderung, mehrere Tage durch die Eifel zu wandern – nicht nur in körperlicher Hinsicht – wenn man in einer Gruppe von Menschen unterwegs ist, zwischen denen nicht nur Freundschaft herrscht. Diese Erfahrung macht Privatdetektivin Ellen Engels, die im Auftrag einer Goldschmiedin deren Ehemann beobachten soll.
(mehr …)Ena Fitzbel – Rätsel haben kurze Beine
⭐⭐⭐
Schatzsuche in einem alten Haus in der Bretagne, fröhlich und temperamentvoll
Wer schon einmal in der Bretagne war, weiß, dass hier das perfekte Setting ist für geheimnisvolle Häuser, mysteriöse Piratengeschichten und verwegene Helden.
Ein solches Haus voller Geheimnisse und verschlossener Türen erbt die junge Jade. Mit ihrem kleinen Dackel Rimbaud reist sie an, um die Villa auf Vordermann zu bringen und dann zu verkaufen. Ein verdächtig interessierter Immobilienmakler taucht auch sogleich auf.
(mehr …)Georg Heinzen – Ich schenk dir einen Mord
⭐⭐
Langweiliger Krimi um eine ausgestorbene Pflanze
So witzig und vielversprechend der Titel dieses Romans klingt, so langweilig ist sein Inhalt. Da ist das Setting, die berühmte Côte d’Azur, noch das spannendste an dieser Geschichte. Dazu kommt ein sehr betulicher, sehr geruhsamer Erzählstil, der noch das letzte Tempo tötet.
(mehr …)Hedda Anders – Tot überm Weidezaun
⭐⭐⭐
Seichter und mäßig spannender Krimi um eine verschwundene Leiche auf dem platten Land
So nett und sympathisch das Personal dieses Kriminalromans ist, so gelingt es ihm doch nicht, zu fesseln. Dafür fehlt es an Tempo und Spannung, an Verwicklungen und Geheimnissen. Dafür ist deutlich zu erkennen, dass hier eine neue Krimireihe gestartet werden soll.
Deren Protagonistin die ehemalige Kommissarin Wencke Dierksen ist. Sie hat einen Hof mit mehreren Alpakas geerbt, den Dienst quittiert und lebt nun, mit nur noch einem dieser Tiere namens Christopher, auf dem platten Land, in einem Dorf, in dem jeder jeden kennt und alle alles über alle wissen. Denkt man zumindest.
(mehr …)Natalie Cooper – Freitags im Mondlicht
⭐⭐⭐⭐
Turbulente Liebesgeschichte, humorvoll und emotional, mit gelungenem Twist
Elliott ist fort, verschwunden, weg, seit ein paar Jahren nun schon. Und seither verbringt Iris ihre Freitagabende auf einer Parkbank, denkt an ihn und nagt vor allem an ihren Schuldgefühlen. Da passt es ihr überhaupt nicht, dass sich doch tatsächlich ein Fremder ganz unverfroren neben sie auf „ihre“ Bank setzt. Und sie dann auch noch in ein Gespräch verwickelt.
Natürlich ahnt man, worauf das hinauslaufen wird. Zumal sich sehr schnell herausstellt, dass besagter Fremder der neue Unternehmensberater ist, der in der Firma, für die Iris als Ingenieurin arbeitet, Mängel aufdecken soll und – so die Befürchtung – auch sicher einige Stellen kürzen will. Was selbstredend bedeutet, dass man diesen Mann so gar nicht mögen kann und darf.
(mehr …)Charlotte Lucas – Luzie in den Wolken
⭐⭐⭐
Herzerweichend kitschiger, tränenrühriger Liebesroman
Dass Liebesromane grundsätzlich vorhersehbar sind, gehört zum Genre. Schon beim Lesen der Klappentexte weiß man meist, wer wen warum wie am Ende kriegt. Nur wie lange es bis dorthin dauert und wie viele Hindernisse sich die Paare auf dem Weg zum Happy End selbst in den Weg legen, daran unterscheiden sich diese Roman in der Regel.
Diese Hindernisse legen natürlich nicht die Figuren sich selbst in den Weg, sondern die Autorin. Die es hier ein wenig übertreibt, dabei penetrant auf die Tränendrüse und die Kitschtube drückt, so dass die Lektüre irgendwann weniger unterhält als anstrengend wird.
(mehr …)VON DER BACKLIST: Sarah Lotz – Ist es Liebe? Nein – es ist … unmöglich
⭐⭐⭐⭐⭐
Backlist: Bücher, die ich in der Vergangenheit vorgestellt habe und die es wert sind, noch einmal erwähnt zu werden.
Wer hätte das gedacht? Dieses Buch überrascht und das auf jeder Seite. Wer aufgrund des (leider ziemlich unpassenden) Titels einen seichten, vorhersehbaren Liebesroman erwartet, wird vielleicht enttäuscht, bekommt dafür aber einen absolut spannenden Roman mit fesselnder Handlung und vielen erstaunlichen Wendungen.
(mehr …)Marcel Huwyler – Der Herr Wälti
⭐⭐⭐⭐⭐
Genialer neuer Roman des genialen Schweizer Autors mit genialen Protagonisten
Nicht immer funktioniert es, wenn Autoren aus ihren bisherigen Erfolgen eine Nebenfigur zum Protagonisten einer neuen Reihe machen. Dass es diesem Autor, dessen großer Fan ich bin, gelingen würde, ist hingegen keine Überraschung.
Er macht aus dem Taxifahrer Wälti, der in der Reihe um die Privatermittlerin Eliza Roth-Schild diese zu ihren Einsätzen fuhr und ihr auch stets zur Seite stand, hier nun die Hauptfigur. Wälti, der aus seinem Vornamen ein großes Geheimnis macht – was für einen witzigen running gag sorgt – trauert Eliza hinterher, die zu ihrem Lebensgefährten nach New York zieht (sich eine Rückkehr in die Schweiz aber zum Glück offen hält).
(mehr …)Angelika Waldis – Aufräumen
⭐⭐⭐⭐
Ehefrau will mit ihrem Mann abrechnen – nicht gänzlich überzeugende Geschichte
Bei diesem Roman bin ich völlig hin und her gerissen. Und das nicht nur, weil wieder einmal der Klappentext absolut in die Irre führt, gaukelt er doch, wenn auch vielleicht unbeabsichtigt, vor, es handele sich um einen leichtfüßigen, humorvollen Roman. Ein Roman, in dem eine Frau nach jahrzehntelanger Ehe plant, ihren Gatten zu ermorden.
Neben diesem leichten Ärger über den falsche Erwartungen weckenden Klappentext ärgerte ich mich während der Lektüre auch permanent über die Protagonistin. Diese ist auf der Reise nach Genua zu ihrem Ehemann, um diesen aus der Welt zu räumen.
(mehr …)Anne C. Voorhoeve – Chicken impossible
⭐⭐⭐⭐⭐
Zwei Schwestern und vier Hühner – Familie ist lebensgefährlich
Dass dies der erste Krimi für Erwachsene ist, den diese Autorin veröffentlicht, mag man kaum glauben. So genial ist der Mix aus tierischem Spaß und emotionalem Familienzwist, so perfekt die Balance zwischen Humor und Drama, zwischen ironischem Witz und höchster Spannung.
Dabei kommt der Roman in einem ganz harmlosen Gewand daher, meint man, eine lustige Geschichte aus der Sicht tierischer Ermittler zu lesen, wie man sie beispielsweise von Leonie Swann oder anderen kennt. Doch dieser Roman ist anders.
(mehr …)Volker Klüpfel – Wenn Ende gut, dann alles
⭐⭐⭐⭐
Etwas plump humoriger Roman um ein eigentlich sehr ernstes Thema
Wer kennt diesen Autor nicht, der schon so viele Bände rund um den knorrigen Kommissar Kluftiger zusammen mit seinem Co-Autor Michael Kobr veröffentlicht hat. Nachdem Kobr kürzlich seine Solokarriere als Schriftsteller begonnen hat, nun also auch von Klüpfel sein erstes solo verfasstes Buch, das sich als Krimi anpreist, aber eher doch keiner ist.
Denn die Krimigeschichte im Plot ist irgendwie eher Nebensache, obwohl diese sich um ein aktuelles und sehr ernstes Thema dreht. Doch der in meinen Augen recht platte Humor, der Witz um des Witzes willen überdeckt diese Handlung doch leider zu sehr.
(mehr …)Liz Moore – Der Gott des Waldes
⭐⭐⭐⭐
Zeitlich und personell verworrener, aber nicht unspannender Roman um Reich und Arm
Dieser durchaus interessante Roman vereint sieben Zeitebenen und acht Erzählperspektiven. Da nützt auch die einigermaßen gelungene Story nichts, man verliert immer wieder den Überblick, wer was gerade erzählt und wann sich das zuträgt.
Was dazu führte, dass ich weder einen Zugang zu den vielen Figuren fand noch einem Handlungsstrang problemlos folgen konnte. Dabei ist die Geschichte, die hier erzählt wird, eigentlich fesselnd genug, auch wenn sie ziemlich weitschweifig und mit recht vielen Nebensträngen daherkommt.
(mehr …)Ian Moore – Mord im Chateau
⭐⭐⭐
Trotz sympathischem Personal eher langweiliger, zu oft abschweifender Kriminalroman
Nun folgt also die dritte Episode um das ungleiche Paar Richard und Valérie, die beiden selbsternannten Detektive. Oder Sicherheitsleute, wie sie sich in diesem Band nennen, in dem sie eine Filmcrew beschützen sollen.
Hauptrolle in besagtem Film spielt eine Nichte Valéries, weswegen diese auch sehr besorgt ist. Denn Lionel, so der Name der Schauspielerin, wird bedroht, gestalkt, verfolgt. Richard hingegen soll all die am Filmset beteiligten Menschen schützen während des Drehs auf einem Schloss in der Nähe des Dorfs, in welchem Richard ein kleines Hotel betreibt, dessen Dauergast inzwischen Valérie ist.
(mehr …)Susann Pásztor – Von hier aus weiter
⭐⭐⭐⭐⭐
Warmherziger, Mut machender Roman, nicht nur über Trauerbewältigung
Von dieser sehr begabten Autorin stammt auch der Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“, den ich zwar nicht gelesen, dafür aber als Verfilmung mit der wunderbaren Iris Berben gesehen habe. Und der nun erschienene neue Roman steht dem vorigen in überhaupt nichts nach.
Voller Einfühlungsvermögen, emotional ohne rührselig zu werden, erzählt die Autorin von Marlene. Ihr Mann ist tot, nach dreißig Jahren Ehe. Er war sehr krank gewesen, war selbst Arzt, konnte seinen Zustand daher einschätzen und hatte beschlossen, sich das Leben zu nehmen. Nun ist Marlene plötzlich allein, nachdem ihr Mann ihre ganze Ehe hindurch alles regelte, alles bestimmte.
(mehr …)Arne M. Boehler – Sonst stirbt sie
⭐⭐⭐⭐⭐
Solider Krimi um die Entführung eines Babys aus einer dysfunktionalen Familie
Wenn es in einem Krimi um Kindesentführung geht, dann entsteht schon allein aus diesem Fakt erhebliche Spannung, weil, nicht nur, aber besonders all diejenigen, die selbst Kinder haben, sich um das Opfer sorgen und mit den Eltern fühlen. Wenn es dazu dem Autor gelingt, die Figuren facettenreich zu gestalten und auch die Ermittler mit Profil und interessantem Hintergrund zu versehen, sind alle Zutaten vorhanden.
(mehr …)Janine Adomeit – Die erste halbe Stunde im Paradies
⭐⭐⭐⭐⭐
Ein Roman um Zusammenhalt, Enttäuschung und Verzeihen, großartig erzählt
Wer schon länger meine Rezensionen liest, weiß, dass ich monoperspektivisch erzählte Romane bevorzuge. Somit hatte das neue Buch der wirklich sehr begabten Janine Adomeit – ihr vorheriger Roman „Vom Versuch, einen silbernen Aal zu fangen“ hatte mich bereits begeistert – schon vorab gute Chancen, denn es erzählt die Geschichte von Anne und ihrem älteren Bruder Kai durchgängig und konsequent nur aus Sicht der jungen Frau.
(mehr …)Ida Tannert – Crime im Heim
⭐⭐⭐⭐
Mord statt Hamlet auf der Bühne im Seniorenheim – unterhaltsamer Krimi
Nicht der erste und sicher nicht der letzte Kriminalroman, der in einem Seniorenheim spielt. Auch dieser setzt auf Humor, auf liebevoll-ironisch gezeichnete Figuren mit mehr oder weniger skurrilen Marotten sowie auf verschlungene Pfade zur Auflösung.
Ida Tannert, die unter ihrem Namen Tessa Korber bereits mehrere erfolgreiche und lesenswerte Romane veröffentlicht hat, lässt eine Gruppe von Senioren ein Theaterstück planen. Es soll Hamlet aufgeführt werden und Impresario Friedhelm legt sein ganzes Herzblut in dieses Spiel. Doch dann wird der Mops Ophelia tot aufgefunden und wenig später sogar noch eine weitere Leiche.
(mehr …)