Logik wird dich von A nach B bringen. Phantasie wohin du willst.
Albert Einstein

Melissa Harrison – Weißdornzeit

Rezension, 8. Juli 2022

Es geht in diesem Roman vor allem ruhig zu, betulich, beschaulich. Trotzdem entwickelt diese Geschichte eine gewisse Spannung, eine Art Faszination.

Mehrere Handlungsfäden laufen langsam aufeinander zu, erzählt aus den jeweiligen Perspektiven. Da sind zum einen Kitty und Howard, die ihren Lebensabend auf dem Land verbringen wollten und daher vor einiger Zeit aus London fort und in ein kleines Dorf gezogen sind. Kitty vor allem erfüllt sich damit einen Lebenstraum, sie findet im der Landschaft immer wieder Motive für ihre Malerei. Howard, dessen Hobby alte Radiogeräte sind, fühlt sich auf dem stillen Land nicht ganz so wohl, er vermisst das Getriebe der Großstadt.

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Robert Habeck & Andrea Paluch – Sommergig

Rezension, 6. Juli 2022

Andrea Paluch und Ihr Ehemann Robert Habeck (ja, genau der) schreiben ja schon eine ganze Weile zusammen Romane, vor allem Jugendbücher. Dieses, im Original bereits 2009 erschienen, war nun das erste, das ich von dem Autorenpaar las und ich muss sagen, es hat sich gelohnt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der 17jährige Tom, der mit seinem Vater zusammenlebt. Seine Mutter ist vor Jahren gestorben, Vater und Sohn haben lange Zeit in Amerika gelebt.

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Markus Orths – Tante Ernas letzter Tanz

Rezension, 4. Juli 2022

Zugegeben, der Roman hat mich vor allem deswegen neugierig gemacht, weil er in der Nähe meines Wohnorts spielt. Dass die Lektüre auch noch großen Spaß macht, ist wie ein zusätzlicher Bonus.

Ich-Erzähler Benno besucht seine Eltern im kleinen Städtchen Niederkrüchten. Seine Mutter Irma und Vater Paul leben dort seit gefühlten Jahrhunderten und sind somit Teil der Gemeinschaft. Dazu gehört vor allem Klärchen, die beste Freundin von Bennos Mutter und direkte Nachbarin seines Elternhauses. Die Nähe geht soweit, dass es sogar eine extra eingebaute Tür von einem Reihenhaus zum anderen gibt.

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Unter Gleichgesinnten

Lesung in Bingen am Rhein

Blog, 2. Juli 2022

Kennst du das, dieses Gefühl, unter Menschen zu sein, die dich verstehen? Die so ticken wie du und die die gleichen Interessen haben wie du? Dann verstehst du, dass ich am vergangenen Wochenende mich so richtig und rundherum wohlgefühlt habe.

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Julia Bruns – Die Langeweile stirbt zuletzt

Rezension, 1. Juli 2022

Was für ein Spaß! Und was für ein geniales Personal, das diesen Roman bevölkert! Wer dieses Buch gelesen hat, verweigert entweder für immer den Einzug in ein Seniorenheim – oder er kann es überhaupt nicht abwarten, bis es soweit ist.

Ich-Erzähler Helmut Katuschek, seines Zeichens pensionierter Kriminalkommissar, lebt seit einer Weile zusammen mit seiner Angetrauten Margot in einem Seniorenheim. Gegen seinen Willen, das muss betont werden, denn er hält sich eigentlich noch für zu jung für diesen Wohnort, seine Margot jedoch, mit einem recht biestigen, auf jeden Fall aber dominanten Charakter ausgestattet, hat den Einzug ins Heim beschlossen und Helmut musste mit.

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Christine Brand – Stiller Hass

Rezension, 29. Juni 2022

Der zweite Band in der neuen Reihe um die Fernsehjournalistin Milla Nova. Diesmal geht es um hochrangige Politiker, die in üble Machenschaften verwickelt sind.

Wieder recherchiert die toughe Journalistin auf eigene Faust. Sie wird durch Zufall Zeugin eines Bombenalarms im Parlament, bedroht wird ein zwielichtiger Politiker. Es scheint, als sei nicht nur er in einen Kinderpornographie-Skandal verstrickt.

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Bert Wagendorp – Ferrara

aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Rezension, 27. Juni 2022

Dieser Roman ist die Fortsetzung eines Bestsellers mit dem Titel „Ventoux“. Leider gibt der Verlag in seinem Programm darauf keinen Hinweis, man wird erst durch einen Aufkleber auf dem Cover darauf aufmerksam gemacht.

Doch auch ohne den ersten Band zu kennen, findet man schnell hinein in diese Geschichte um vier Männer, alle knapp über 50 und auf der Suche nach etwas, das sie selbst nicht benennen können. Ist es das Leben, das sie verpasst zu haben glauben? Ist es die Liebe, die irgendwann verloren ging? Oder suchen sie gar nicht, weil sie längst alles gefunden haben, ihnen dies aber nicht bewusst ist?

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Karin Kalisa – Fischers Frau

Rezension, 24. Juni 2022

Die Geschichten zweier Frauen, die sich nie begegneten, erzählt mit hoher sprachlicher Finesse.

Ende der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts ereilte die Fischer der Ostsee ein dreijähriges Fangverbot. Nun mussten sie nicht nur eine Beschäftigung, sondern auch vor allem neue Einkommensquellen finden. Da überrascht es, dass ihnen ausgerechnet das Knüpfen von Teppichen geeignet erschien. Doch in der Tat begannen die Fischer, feinste Teppiche zu erschaffen, nach unterschiedlichen Knüpftechniken, mit immer wechselnden Motiven aus ihrem Alltag, Schiffe, Fische und das Meer.

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Christine Brand – Kalte Seelen

Rezension, 22. Juni 2022

Dass diese Autorin richtig gute Krimis schreiben kann, habe ich entdeckt als ich im vergangenen Jahr ihren Roman „Bis er gesteht“ lesen durfte. Ein unfassbar spannender Thriller um einen Mord innerhalb einer Familie, vor allem aus Vernehmungsprotokollen bestehend.

Nun hat sie zwei neue Romane vorgelegt, mit einer Fernsehjournalistin namens Milla Nova als Protagonistin. „Kalte Seelen“ ist der erste in der Reihe. Er dreht sich um unidentifizierte Tote, die in Gewässern der Schweiz gefunden werden.

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Ruprecht Frieling – Wie Autoren ihre unbewussten Kräfte aktiv nutzen können

20. Juni 2022 ~ 1 Kommentar

Es gibt Bücher, die braucht man nicht. Leider gilt das auch für das vorliegende, mit einer gewissen Einschränkung. Denn obgleich der Autor nichts als Binsenweisheiten aneinanderreiht, macht es eben doch hin und wieder Sinn, sich auch diese mal wieder in Erinnerung zu rufen. Eben um aus den unbewussten Kräften zu schöpfen.

Ruprecht Frieling, bekannt als Blogger, Autor und Verleger, rät uns in seinem Buch zu verschiedenen Methoden, uns zu motivieren, zu Ideen zu kommen und bei der Stange zu bleiben.

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