Ich habe mir nie vorgenommen, zu schreiben. Ich habe damit angefangen, als ich mir nicht anders zu helfen wusste.
Herta Müller

Julia Bruns – Tote brauchen keinen Strandkorb

Rezension, 23. Juni 2023

Witziger Senioren-Krimi mit skurrilen Figuren und spritzigen Dialogen

Schon den Vorgängerband um den Kriminalkommissar a.D. Helmut Katuscheck, der gegen seinen Willen im Seniorenheim lebt, mochte ich sehr. Das Setting ist ungewohnt und deswegen macht es besonderen Spaß. Die Figuren sind liebenswert-absonderlich und die Handlung zwar nicht hochdramatisch, aber doch ausreichend spannend.

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Richard Coles – Der Tote in der Dorfkirche

Rezension, 21. Juni 2023

Etwas zu betulich-altmodischer Krimi aus England mit etlichen Mängeln

In diesem von einem englischen Pfarrer geschriebenen Kriminalroman ist der Hobby-Ermittler ein … Pfarrer. Was vielleicht die etwas arg betuliche Erzählweise und die recht ausschweifenden Beschreibungen und Kommentierungen erklärt.

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Sharon Gosling – Lighthouse Bookshop

⭐⭐⭐⭐⭐

Rezension, 19. Juni 2023

Ein Wohlfühlroman um Freundschaft, Geheimnisse und gegenseitiges Vertrauen

Dies ist bereits der zweite Roman, den ich von dieser Autorin gelesen habe, und er gefiel mir um Längen besser als ihr voriger. Jener war recht dröge, ein bisschen langatmig, um nicht zu sagen langweilig.

Ganz anders der neue, der ein richtiges Wohlfühlbuch ist. Ein bisschen märchenhaft, mit ein bisschen viel Zuckerguss, aber sehr liebenswert. Und dabei auch noch spannend.

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Jonas Schaible – Demokratie im Feuer

Rezension, 16. Juni 2023

Spannende Darstellung einer neuen Realität

Der Spiegel-Journalist, der in diesem Buch deutlich macht, wie sehr ihm das Thema Klimawandel am Herzen liegt, entwirft mit dem Konzept einer wehrhaften Klimademokratie eine Vision eines an die neuen Realität angepassten politischen System.

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Magie im Alltag

Eine magische Neuerscheinung

Blog, 15. Juni 2023

Magie im Alltag – so lautete das Thema für die diesjährige Anthologie des Schreiblust-Verlags.

Einsendeschluss war wie immer der 31.Dezember des vergangenen Jahres. Und ich habe es diesmal gerade noch rechtzeitig geschafft, meine Kurzgeschichte einzusenden. Ihr Titel: Wenn die Magie verraucht.

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Emily Winston – Der Mordclub von Shaftesbury: Ein Herz und eine tote Seele

Rezension, 14. Juni 2023

Nette Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte in englischer Idylle

Rosamunde Pilcher meets Inspector Barnaby. Das Beste an diesem Roman, wie auch am Vorgängerband, sind die Beschreibungen des Settings. Die idyllische Kleinstadt südlich von London mit ihren typisch britisch-skurrilen Einwohnern – man fühlt sich sofort heimisch und wohl. Und erwartet stets, dass Barnaby um die Ecke kommt und den Fall löst.

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Salma El-Wardany – Alles, was wir uns nicht sagen

aus dem Englischen von Melike Karamustafa und Bettina Hengesbach

Rezension, 12. Juni 2023

Drei junge Frauen auf dem Weg zu sich selbst – empathisch, aber auch langatmig und schwülstig

Kees, Malak und Jenna sind seit der Schulzeit befreundet. Die Musliminnen leben in England nicht immer nach den Regeln ihrer Religion. Malak und Kees haben beide weiße Freunde, die sie vor ihren Familien verheimlichen, Jenna lebt ihr Leben freizügig, ohne jedoch gewisse Grenzen zu überschreiten.

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Ehrlich währt am längsten

Was erwartest du von einer Rezension?

Blog, 11. Juni 2023

Wie alles haben auch Rezensionen zwei Seiten, also sowohl Vorteile wie Nachteile. Wobei ich eigentlich keine gravierenden Nachteile erkennen kann, außer, man macht beim Verfassen der Buchbesprechung grobe Fehler. Aber dennoch haben manche Menschen Vorbehalte gegen Rezensionen, sie bilden sich einfach gerne selbst ihre Meinung. Was ihr gutes Recht ist und dem auch überhaupt nichts widerspricht. Jedenfalls geben viele Leserinnen und Leser dies als Grund an, warum sie niemals Rezensionen lesen. Sie wollen sich nicht beeinflussen lassen, sagen sie.

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Philip Ellis – Liebe und andere Schwindeleien

aus dem amerikanischen Englischen von Melike Karamustafa

Rezension, 9. Juni 2023

Gelungene Liebeskomödie um zwei liebenswerte Gauner

Eine witzige und spritzige Liebes- und Gaunerkomödie, die Spaß macht, trotz ihrer genrebedingten Vorhersehbarkeit. Es bleibt genug Überraschendes in dieser Geschichte um eine stets klamme junge Frau, die plant, den Diamantring ihrer Freundin zu stehlen.

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Emily Henry – Happy Place: Urlaub mit dem Ex

aus dem amerikanischen Englisch von Katharina Naumann

Rezension, 7. Juni 2023

Vorhersehbare Geschichte um die Wiederbelebung einer Beziehung

Wenn eine Autorin oder ein Autor mit einem Buch erfolgreich war, dann ist es verständlich, dass er oder sie sich wünscht, dass sich dieser Erfolg mit dem nächsten Roman wiederholt. Dafür dann aber mehr oder weniger noch einmal das gleiche oder doch zumindest ein sehr ähnliches Buch zu schreiben, scheint mir zu kurz gedacht.

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