Arthur Koestler
Carlo Masala – Wenn Russland gewinnt: Ein Szenario
⭐⭐⭐⭐⭐
Rezension, 16. April 2025
Leider nicht unmögliche Zukunftsvision, erschreckend realistisch
„Wir haben uns daran gewöhnt, dass am Ende alles gut ausgeht“ (Klappentext)
Es ist der 27. März 2028 – Russische Truppen erobern die estnische Kleinstadt Narwa und die Insel Hilumaa in der Ostsee. Der Angriff auf das Baltikum hat begonnen. Das ist die Ausgangslage des Szenarios, welches der Militärexperte Carlo Masala in seinem Buch „Wenn Russland gewinnt“ entwickelt. Ein Szenario, das, wie der Autor schreibt, im Bereich des Möglichen liegt.
(mehr …)Carla Capellmann – Über Stock und Mörderstein
⭐⭐⭐
Rezension, 14. April 2025
Wandern kann tödlich sein, zumal wenn Diamanten im Spiel sind – netter Krimi aus der Eifel
Es ist schon eine Herausforderung, mehrere Tage durch die Eifel zu wandern – nicht nur in körperlicher Hinsicht – wenn man in einer Gruppe von Menschen unterwegs ist, zwischen denen nicht nur Freundschaft herrscht. Diese Erfahrung macht Privatdetektivin Ellen Engels, die im Auftrag einer Goldschmiedin deren Ehemann beobachten soll.
(mehr …)Ena Fitzbel – Rätsel haben kurze Beine
⭐⭐⭐
Rezension, 11. April 2025
Schatzsuche in einem alten Haus in der Bretagne, fröhlich und temperamentvoll
Wer schon einmal in der Bretagne war, weiß, dass hier das perfekte Setting ist für geheimnisvolle Häuser, mysteriöse Piratengeschichten und verwegene Helden.
Ein solches Haus voller Geheimnisse und verschlossener Türen erbt die junge Jade. Mit ihrem kleinen Dackel Rimbaud reist sie an, um die Villa auf Vordermann zu bringen und dann zu verkaufen. Ein verdächtig interessierter Immobilienmakler taucht auch sogleich auf.
(mehr …)Christian Stöcker – Männer, die die Welt verbrennen
⭐⭐⭐⭐
Rezension, 9. April 2025
Appell gegen die Ignorierung des Klimawandels
„Zu Beginn eine Warnung: Für Leserinnen und Leser, die sich mit der Klimakrise und ihren Ursachen noch nicht allzu intensiv beschäftigt haben, klingen Teile dieses Buchs womöglich wie frei erfundene Verschwörungstheorien. Das ist aber ein falscher Eindruck. Es handelt sich bei allem, was auf den folgenden Seiten berichtet wird, um belegbare Fakten.“ (S.9)
(mehr …)Georg Heinzen – Ich schenk dir einen Mord
⭐⭐
Rezension, 7. April 2025
Langweiliger Krimi um eine ausgestorbene Pflanze
So witzig und vielversprechend der Titel dieses Romans klingt, so langweilig ist sein Inhalt. Da ist das Setting, die berühmte Côte d’Azur, noch das spannendste an dieser Geschichte. Dazu kommt ein sehr betulicher, sehr geruhsamer Erzählstil, der noch das letzte Tempo tötet.
(mehr …)Hedda Anders – Tot überm Weidezaun
⭐⭐⭐
Rezension, 4. April 2025
Seichter und mäßig spannender Krimi um eine verschwundene Leiche auf dem platten Land
So nett und sympathisch das Personal dieses Kriminalromans ist, so gelingt es ihm doch nicht, zu fesseln. Dafür fehlt es an Tempo und Spannung, an Verwicklungen und Geheimnissen. Dafür ist deutlich zu erkennen, dass hier eine neue Krimireihe gestartet werden soll.
Deren Protagonistin die ehemalige Kommissarin Wencke Dierksen ist. Sie hat einen Hof mit mehreren Alpakas geerbt, den Dienst quittiert und lebt nun, mit nur noch einem dieser Tiere namens Christopher, auf dem platten Land, in einem Dorf, in dem jeder jeden kennt und alle alles über alle wissen. Denkt man zumindest.
(mehr …)Natalie Cooper – Freitags im Mondlicht
⭐⭐⭐⭐
Rezension, 2. April 2025
Turbulente Liebesgeschichte, humorvoll und emotional, mit gelungenem Twist
Elliott ist fort, verschwunden, weg, seit ein paar Jahren nun schon. Und seither verbringt Iris ihre Freitagabende auf einer Parkbank, denkt an ihn und nagt vor allem an ihren Schuldgefühlen. Da passt es ihr überhaupt nicht, dass sich doch tatsächlich ein Fremder ganz unverfroren neben sie auf „ihre“ Bank setzt. Und sie dann auch noch in ein Gespräch verwickelt.
Natürlich ahnt man, worauf das hinauslaufen wird. Zumal sich sehr schnell herausstellt, dass besagter Fremder der neue Unternehmensberater ist, der in der Firma, für die Iris als Ingenieurin arbeitet, Mängel aufdecken soll und – so die Befürchtung – auch sicher einige Stellen kürzen will. Was selbstredend bedeutet, dass man diesen Mann so gar nicht mögen kann und darf.
(mehr …)Charlotte Lucas – Luzie in den Wolken
⭐⭐⭐
Rezension, 31. März 2025
Herzerweichend kitschiger, tränenrühriger Liebesroman
Dass Liebesromane grundsätzlich vorhersehbar sind, gehört zum Genre. Schon beim Lesen der Klappentexte weiß man meist, wer wen warum wie am Ende kriegt. Nur wie lange es bis dorthin dauert und wie viele Hindernisse sich die Paare auf dem Weg zum Happy End selbst in den Weg legen, daran unterscheiden sich diese Roman in der Regel.
Diese Hindernisse legen natürlich nicht die Figuren sich selbst in den Weg, sondern die Autorin. Die es hier ein wenig übertreibt, dabei penetrant auf die Tränendrüse und die Kitschtube drückt, so dass die Lektüre irgendwann weniger unterhält als anstrengend wird.
(mehr …)VON DER BACKLIST: Sarah Lotz – Ist es Liebe? Nein – es ist … unmöglich
⭐⭐⭐⭐⭐
Rezension, 28. März 2025
Backlist: Bücher, die ich in der Vergangenheit vorgestellt habe und die es wert sind, noch einmal erwähnt zu werden.
Wer hätte das gedacht? Dieses Buch überrascht und das auf jeder Seite. Wer aufgrund des (leider ziemlich unpassenden) Titels einen seichten, vorhersehbaren Liebesroman erwartet, wird vielleicht enttäuscht, bekommt dafür aber einen absolut spannenden Roman mit fesselnder Handlung und vielen erstaunlichen Wendungen.
(mehr …)Marcel Huwyler – Der Herr Wälti
⭐⭐⭐⭐⭐
Rezension, 26. März 2025
Genialer neuer Roman des genialen Schweizer Autors mit genialen Protagonisten
Nicht immer funktioniert es, wenn Autoren aus ihren bisherigen Erfolgen eine Nebenfigur zum Protagonisten einer neuen Reihe machen. Dass es diesem Autor, dessen großer Fan ich bin, gelingen würde, ist hingegen keine Überraschung.
Er macht aus dem Taxifahrer Wälti, der in der Reihe um die Privatermittlerin Eliza Roth-Schild diese zu ihren Einsätzen fuhr und ihr auch stets zur Seite stand, hier nun die Hauptfigur. Wälti, der aus seinem Vornamen ein großes Geheimnis macht – was für einen witzigen running gag sorgt – trauert Eliza hinterher, die zu ihrem Lebensgefährten nach New York zieht (sich eine Rückkehr in die Schweiz aber zum Glück offen hält).
(mehr …)