Axel S. Meyer – Der Sonne so nah

Die ungemein fesselnden, dabei nie langweiligen Lebensgeschichten zweier Pioniere der Luftfahrt. Otto Lilienthal und Ferdinand von Zeppelin – ihnen beiden folgen wir durch ihr Kindheit und Jugend, beobachten sie bei den mal gelungenen, mal missglückten Versuchen, sich in die Lüfte zu erheben.

(mehr …)

Lisa Unger – Das makellose Mädchen

aus dem Amerikanischen von Anke Angela Grube

Über eine Dating-App gerät Protagonistin Wren an Adam, einen Mann, der genau ihren Wunschvorstellungen entspricht und in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Doch plötzlich ist er verschwunden und ein Detektiv steht vor ihrer Tür, auf der Suche nach dem Mann, den sie in ihr Leben gelassen hat.

(mehr …)

Herlinde Koelbl – Metamorphosen

In der langen Reihe meiner Projekte ist es das erste Mal, dass keine Menschen zu sehen sind. Doch ein Thema, das sich durch meine Arbeiten zieht, ist geblieben: Veränderung, Vergänglichkeit.“  Mit diesen Sätzen beginnt das sehr kurze Vorwort, das die Fotokünstlerin ihren Fotos vorangestellt hat.

(mehr …)

Kyra Groh – Du bist mein Lieblingsgefühl

Eine RomCom mit durchaus nicht unsympathischen Hauptfiguren, ein Pärchen, das sich finden möchte, aber sich nicht finden zu dürfen glaubt. Dazwischen ein paar ernste Untertöne im Zusammenhang mit der Familiengeschichte des männlichen Protagonisten. Von daher gute Voraussetzungen für einen unterhaltsamen Roman. Doch leider hat er auch seine Schwächen.

(mehr …)

Susanne Kristek – Die nächste Depperte

Der Untertitel dieses Romans lautet: Von einer, die auszog, um Autorin zu werden. Und eigentlich trifft beides nicht zu, denn weder ist es im Grunde ein Roman, noch geht es darum, Autorin zu werden. Dennoch hat dieses Buch seine guten Seiten, aber eben auch solche, die mir nicht so ganz zusagten.

(mehr …)

Abla Alaoui – Bissle Spätzle Habibi

Um es gleich mal vorwegzusagen: würde man diesen knapp 500-Seiten-Roman um 250 Seiten kürzen, er würde nichts einbüßen, dafür aber umso mehr gewinnen. Auch, weil die von Cover und Titel geweckten Erwartungen, einen heiteren, ja komischen Roman um einen Culture Clash zu bekommen, nicht wirklich erfüllt werden.

(mehr …)

Stephan Michels – Harper: Collateral Damage

Dies ist der zweite Roman, den der Autor bereits über seinen Protagonisten Simon Harper veröffentlicht. Diesmal begibt sich der frühere Elitesoldat aus eigenem Antrieb auf die Suche nach der Lösung in einem vertrackten Fall.

(mehr …)

Lana Bastašić – Mann im Mond

aus dem Bosnischen von Rebekka Zeinzinger

Ich brauchte ganz schön lange, um Papa zu erwürgen.“ (S. 9).

Es sind verstörende Texte, die die kroatische Autorin in diesem Band mit Erzählungen versammelt. Es sind Geschichten um und über Kinder, Kinder, die unter ihren Eltern leiden, die an ihren Eltern leiden. Kinder, die sich gegen dieses Leiden wehren, mit teils erschreckenden, teils folgerichtigen Methoden.

(mehr …)

Karin Smirnoff – Wunderkind

aus dem Schwedischen von Ursel Allenstein

Ein Roman, der wehtut, der anstrengt. Ein Roman, den man liest, obwohl man ihn nicht lesen will, den man abbricht, obwohl man weiterlesen möchte.

In Ich-Form erzählt Agnes ihre Geschichte. Ihre Geschichte als Tochter von Anitamama. Anita, die alles ist, nur ganz sicher nicht das, was das Wort „Mama“ bedeutet. Von Geburt an hasst, ja verabscheut Anita ihre Tochter, gibt ihr die Schuld an ihrem eigenen Versagen, dem Ende ihrer vermeintlichen Karriere, dem Verlust ihrer Schönheit, dem Verlassensein.

(mehr …)

Sarah Crossan – Toffee

aus dem Englischen von Beate Schäfer

Dieser Roman zieht einem den Boden unter den Füßen weg, nur um einem dann sofort eine Hand zu reichen. Er ist so intensiv und gleichzeitig schrecklich und so wunderschön, dass man lachen und weinen möchte, gleichzeitig und parallel. Er ist furchtbar traurig und gleichzeitig voller Hoffnung.

(mehr …)

Das Erbe der Welt

So beeindruckend wie der Inhalt ist auch der Umfang dieses Buches. Schwergewichtig, monumental und bedeutsam, so möchte ich diese Jubiläumsausgabe zum 50 jährigen Bestehen des UNESCO-Welterbes bezeichnen.

(mehr …)

Claire Keegan – Das dritte Licht

aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser

Dieses Buch zu beschreiben ist gar nicht einfach, denn es ist so  kurz und doch so übervoll an Gefühl. Der Inhalt ist schnell erzählt: Ein kleines Mädchen, welches in der gesamten Erzählung namenlos bleibt, wird vom Vater zu Verwandten gebracht. Die Mutter ist schon wieder schwanger, ein weiterer Mund wird zu stopfen sein und bis zur Geburt soll das Mädchen nun bei dem kinderlosen Ehepaar bleiben.

(mehr …)

Lea Stein – Altes Leid

Eine von Kriegs- und Nachkriegserlebnissen geprägte junge Frau wird 1947 eine der ersten Polizistinnen in Hamburg. Als „Weibliche Polizei“ dürfen sie Schutzpolizeidienst machen, den Schwarzmarkt kontrollieren, bei Razzien dabei sein und ansonsten vor allem Bürodienst leisten.

(mehr …)

Felicitas Fuchs – Hanne: Die Leute gucken schon

Dieser Roman ist der zweite Teil der autobiographisch gefärbten Trilogie, dessen ersten Band „Minna“ ich sehr gerne gelesen habe. Die unter diesem Pseudonym schreibende Carla Berling setzt hier nun die Geschichte ihrer Familie fort, im Mittelpunkt steht – oder eher soll stehen – Minnas Tochter Hanne.

(mehr …)

Nella Beinen – Todesengel am Niederrhein

Dieser Roman bildet offensichtlich den Auftakt zu einer neuen Krimireihe um den Kommissar Olli Rattke vom Niederrhein. Die selbst ebenfalls in dieser Region lebende Autorin stellt einen flüssig geschri ebenen und nie wirklich langweiligen Krimi mit erfrischend natürlichen Figuren und durchweg lebensechten Dialogen vor.

(mehr …)

Ewald Arenz – Die Liebe an miesen Tagen

Eine Liebesgeschichte, die etwas dröge beginnt, in der Mitte an Tempo und Inhalt gewinnt, um dann ein bisschen arg rührselig zu enden. Wie immer bei Ewald Arenz ist an dem Roman stilistisch gar nichts zu bemängeln, klingen seine Sätze wie aus einem Poesiealbum. Die Handlung jedoch lässt ein wenig zu wünschen übrig.

(mehr …)

Simon Strauss – Zu zweit

Eine meisterhaft erzählte, geschickt Stimmungen erzeugende Geschichte mit einem, wie wir heute wissen, gar nicht mehr so unwahrscheinlichen Ausgangsszenario. Dazu ein zwischen Genie und Irrsinn schwankender Protagonist, der wiederum zwischen absurden und scheinbar folgerichtigen Aktionen schwankt. Und eine zweite, fast ebenso verstörte und verstörende Protagonistin.

(mehr …)

Anna-Maria Caspari – Ginsterhöhe

Eine spannende Zeit in einer interessanten Region bildet den Hintergrund für den neuen Roman der Autorin, die in eben dieser Region auch zuhause ist.

Über die Spanne von 1919 bis 1949 erzählt sie die Geschichte des Dorfes Wollseifen in der Eifel, welches erst durch den Bau des Urftstaudamms und später aufgrund der Nähe zur NS-Ordensburg Vogelsang zweifelhafte Berühmtheit erlangte. Heute würde man diesen Ort vergeblich suchen, denn nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet komplett geräumt und zum Truppenübungsplatz umgewidmet.

(mehr …)

Weit – Landschaften für die Seele

Hier ist der Untertitel sozusagen Programm. Ohne viel erläuternden Text, nur mit kurzen Informationen zum Ort der Aufnahme, präsentiert dieser wunderschöne Band faszinierende Fotos von Landschaften der ganzen Welt.

(mehr …)

Oliver Schütte – Die Kunst der Drehbuchentwicklung

Von seinem Buch über die Kunst der Dialoggestaltung war ich restlos begeistert. Und auch dieses über die Entwicklung von Drehbüchern hat mich voll und ganz überzeugt. Wer schreiben will, wer wirklich gut schreiben will, kommt an diesen Büchern von Oliver Schütte nicht vorbei.

(mehr …)

Rebecca Ryan – Weil morgen ein neuer Tag beginnt         

Eine liebenswert-verpeilte junge Frau, die eine Liste abarbeiten möchte, um ihre Durchschnittlichkeit abzulegen, ist die Protagonistin dieses Debütromans aus England.

Emily Turner ist erschüttert, als sie erkennt, dass sie in all ihren Eigenschaften absoluter Durchschnitt ist. Ihre Größe, ihr Aussehen, ihre Zukunft, ihr Job und ihre Freizeitaktivitäten, alles entspricht genau dem statistischen Durchschnitt der englischen Bevölkerung. Das muss sich ändern, beschließt sie und erstellt eine Liste der Dinge, die sie, jeweils eins pro Monat, in ihrem Leben ändern möchte.

(mehr …)

Elke Weiler, Andrea Lammert u.a. – 52 kleine & große Eskapaden in Deutschland: Mit dem Fahrrad

Eines ist schade, nämlich dass ich dieses Buch im Winter bekommen habe, denn die Touren, die man in diesem Buch anschauen kann, die möchte man eigentlich sofort machen. Sich gleich aufs Rad schwingen und losfahren.

(mehr …)

Aurélien Vilette – Verlassenes Deutschland

Dieses Buch habe ich mit sehr unterschiedlichen Gefühlen durchgeblättert, gelesen und angeschaut. Zum einen bin ich unglaublich beeindruckt von den wirklich faszinierenden Fotos, die einen ergreifen,  berühren und  – das ist der zweite Gefühl – sehr traurig machen. Dieser Verfall, der sich in diesen Fotos manifestiert, ist so bedrückend und erschreckend, dass man eigentlich nur weinen kann.

(mehr …)

Technoseum Mannheim (Hrsg.) – Auf Empfang. Die Geschichte von Radio und Fernsehen

Dieses Buch ist der Katalog zur Großen Sonderausstellung, die 2022 im Technoseum, dem Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, stattfand.

Es ist ungemein fesselnd und spannend, darin die Geschichte der Technik von Funk und Fernsehen zu entdecken. Vorangestellt sind zahlreiche Essays und Aufsätze über Radio und Fernsehen und die Medien früher und heute. Das füllt etwa die Hälfte des Buches und liefert einen interessanten historischen und technischen Abriss zum Thema. Dass dabei manches nur für Insider oder Experten verständlich sein mag, ist erwartbar, aber in meinen Augen kein Problem.

(mehr …)

Judith Wilms – Wenn dein Herz woanders wohnt

Eine allein erziehende junge Frau möchte mal Abstand zu Alltag und Sorgen und auch zu ihrem Ex, der in der Nähe ihrer Wohnung lebt. Also bezieht sie ein Zimmer als Untermieterin, verbringt die Wochenenden dort, an denen ihr kleiner Sohn bei seinem Vater ist.

(mehr …)

Jean Gabriel Causse – Justine und die Rettung der Welt

Ein vielleicht leider gar nicht so absurder Plot, der mitreißt, der spannend und tiefgründig ist und unbedingt nachdenklich macht, das zeichnet diesen Roman aus Frankreich aus.

Denn wer könnte sich nicht, auch mit weniger Fantasie, ausmalen, dass das Internet plötzlich selbständig zu agieren beginnt, ein regelrechtes Eigenleben entwickelt. Genau das geschieht in diesem Buch, das dabei aber nicht auf schockierende und dramatisierende Ereignisse setzt, sondern auch optimistische Blicke in die Zukunft erlaubt.

(mehr …)

Glendy Vanderah – Ein Nest voller Träume

Eine wirklich ungemein spannende und sehr ungewöhnliche Geschichte mit interessantem Plot und interessanten Figuren, das ist dieser Roman. Der darüber hinaus noch sachlich fundiert ist, denn die Verfasserin ist ebenso wie ihre Protagonistin Ornithologin, weiß daher, wovon sie erzählt.

(mehr …)

Emanuela Valentini – Die toten Mädchen vom Monte Argento

Eine junge Frau kehrt in ihr Dorf zurück. Eine Leiche wird gefunden. Ein Mädchen verschwindet. Damit beginnt, grob gesagt, dieser Roman aus Italien. Natürlich stehen all diese Dinge in Zusammenhang und daraus webt die Autorin in ihrem Debütroman eine verwirrende und verworrene Geschichte.

(mehr …)

Bonni Goldberg – Raum zum Schreiben

Vom Titel des Buchs sollte man sich nicht in die Irre führen lassen. Es geht nicht darum, einen Raum zum Schreiben zu finden, das passende Zimmer, den ruhigen Tisch in der Ecke eines Cafés. Es geht vielmehr darum, dem Schreiben Raum im eigenen Leben zu geben.

Um dies zu erreichen, um vielleicht das tägliche Schreiben zu erreichen, braucht es Inspiration. Und genau darum geht es Bonni Goldberg. Nach einem kurzen Vorwort folgen 200 Inspirationen zum Schreiben.

(mehr …)

Susanne Goga – Glasgow Girls

Es ist ja schon eine rechte Schmonzette, die uns die Mönchengladbacher Autorin abseits ihrer so bekannten historischen Berlinkrimi-Reihe vorstellt. Eine Schmonzette, die sich aber herrlich flüssig liest, die man geradezu verschlingt. Mir jedenfalls ging es so, dass ich spätestens ab Seite 10 das Buch nicht mehr aus der Hand legen mochte.

(mehr …)