VON DER BACKLIST: Christian Schnalke -Louma

⭐⭐⭐⭐⭐

Eines der besten Bücher überhaupt – sensibel, humorvoll, einfühlsam und einfach ganz wunderbar (und neu als Film in der ARD Mediathek zu sehen)

Wie muss ein Roman sein, den man nicht aus der Hand legt, in dem man ganz drin ist und von dem man wünscht, dass er nicht zu Ende geht? Der nachwirkt, dessen Figuren einen noch lange begleiten, wie gute Freunde? So wie „Louma“ von Christian Schnalke!

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Ziemlich beste Verbrecher von Sunil Mann

Klappentext:

Alois Mistelzweig, gescheiterter Pianist, und Berta Bartók, pensionierte Köchin mit zweifelhafter Vergangenheit, können sich nicht ausstehen. Doch wie das Leben so spielt, wohnen sie gemeinsam in der Zürcher Villa ihrer verstorbenen Arbeitgeberin und halten sich mit Gelegenheitsdiebstählen über Wasser. Als ihnen eines ihrer Opfer auf die Spur kommt und mit der Polizei droht, sehen sich die beiden Senioren gezwungen, der Frau einen Deal anzubieten: keine Anzeige, dafür suchen sie nach ihrer verschwundenen Freundin. Schon bald kriegen die zwei es mit Erpressung und einer Leiche im Wald zu tun – dabei liegt unter dem Birnbaum in ihrem Garten ihr größtes Problem begraben.

Erscheinungsdatum:24.03.2026

Umfang:352 Seiten

Verlag:GRAFIT

Anna Täuber – Schräge Vögel: SOKO Zwergsäger

⭐⭐⭐⭐⭐

Geniale Truppe auf Mörderjagd, wenn sie nicht gerade Vögel beobachten

Hier sind es in der Tat die Hauptfiguren, die die Geschichte tragen, die den Charme des Romans ausmachen und die für Tempo, Spannung und vor allem Humor sorgen. So macht Lesen Spaß.

Wieder sind sie in einen dubiosen Mordfall verwickelt, die vier Hobby-Ornithologen Harald, 74 und ehemaliger Forensiker, Thilo, 22, Student und sehr verliebt in Emily, Sabine, 56, Mutter und Tochter und somit ständig beschäftigt und in Sorge, sowie Katja, 47, stets das passende Lateinzitat auf dem Lippen tragende Altphilologin, der jedoch oft die Worte fehlen, wenn es um ihre Gefühle geht.

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Clare Chambers – Heimliche Zeilen

⭐⭐⭐

Reicht nicht an ihre anderen Bücher heran – recht dröge Story um einen Erfolglosen

Von Clare Chambers beiden Büchern „Kleine Freuden“ und „Scheue Wesen“ war ich absolut begeistert. Beide zeichnen sich vor allem durch die Sanftheit aus, mit der die Autorin ihre Figuren darstellt, durch das Ausmaß an Empathie, an Verständnis, an Mitgefühl. In beiden Büchern sind Menschen die Protagonisten, die anders sind als die anderen, die scheu sind, zurückhaltend. Ihre Figuren sind liebevoll gezeichnet und wecken Liebe (auch wenn das arg pathetisch klingt) in der Leserin.

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Shared Desk von Laura Dickerman

Klappentext:

Die neue mobile Arbeitsweise ihres Unternehmens zwingt die New Yorker Lektorin Rebecca Blume dazu, sich ihren Schreibtisch von nun an mit einem Kollegen einer anderen Abteilung zu teilen. Als die beiden um das unveröffentlichte Manuskript eines kürzlich verstorbenen Schriftstellers konkurrieren, wird das Dauer-Geplänkel um einen vernachlässigten Kaktus auf ihrem shared desk zum geringsten ihrer Probleme. Dann erfährt Rebecca, dass ihre Mutter und die Witwe des berühmten Autors in den 1980er Jahren Kolleginnen bei seiner Literaturzeitschrift waren. Bis ein schicksalhafter Tag ihr Leben für immer veränderte …

Erscheinungsdatum:25.03.2026

Umfang:448 Seiten

Verlag:FISCHER Scherz

Sven Stricker – Sörensen geht aufs Haus

⭐⭐⭐⭐

Richtig gut geschrieben, aber weniger Krimi als Psycho- und Sozialstudie

Der zweite Sörensen-Krimi von Sven Stricker, den ich gelesen habe. Und schon wie beim letzten Band sah ich beim Lesen stets den Schauspieler Bjarne Mädel vor mir, der den Kommissar im Film verkörpert. Und hörte seine unvergleichliche Art zu sprechen in den Dialogen.

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Monika Hoffmann – Kreatives Schreiben für Dummies

⭐⭐⭐⭐

Auf typische Dummies-Art – Ratgeber für Anfänger im Schreiben von Belletristik oder Sachbüchern

Wer die Dummies-Reihe kennt, weiß, wie diese Bücher aufgebaut sind. Das Sinnvollste darin ist vermutlich der Rat, man müsse die Bücher nicht unbedingt von vorne nach hinten durchlesen bzw. -arbeiten, sondern sich das, was interessiert, herauspicken.

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Schräge Vögel: SOKO Zwergsäger von Anne Täuber

⭐⭐⭐⭐⭐

Klappentext:

Harald, Katja, Thilo und Sabine sind Vogelbeobachter. Im Grabenstätter Moos am Chiemsee haben sie schon die ein oder andere seltene Vogelart aufgespürt. Dieses Mal stoßen sie jedoch in der nahegelegenen Schrebergartensiedlung auf eine ornithologische Sensation: einen Zwergsäger! Und daneben – eine Leiche. Ausgerechnet der Eder, Erzfeind von Haralds Freund, dem Renntaubenzüchter Muggenhammer, liegt tot in dessen Garten. Erdrosselt. Und Muggenhammer ist Hauptverdächtiger Nr. 1.

Den Vogelbeobachtern erscheint diese Falllösung allzu einfach, weshalb sie eigene Ermittlungen anstellen. Dabei stoßen sie nicht nur auf allerlei Ungereimtheiten zum Tathergang, sondern auch auf bittere Rivalitäten im Vogelzüchter-Business und wenig Verbündete beim ortsansässigen Vogelfreunde-Verein.

Erscheinungsdatum:11.03.2026

Umfang:336 Seiten

Verlag:FISCHER Scherz

Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman

Klappentext:

Tief unter der Erde werden neununddreißig Frauen gefangen gehalten. Während das elektrische Licht Tag und Nacht verschwimmen lässt, sitzt ein junges Mädchen – die vierzigste Gefangene – allein und ausgestoßen in der Ecke. »Ich, die ich Männer nicht kannte« ist so feministisch wie »Der Report der Magd« und so existentiell wie »Die Wand«: Ein moderner Klassiker, internationaler Verkaufserfolg und BookTok-Hit in neuer deutscher Übersetzung.

In einem unterirdischen Gefängnis sitzen neununddreißig Frauen. Was übertage geschehen ist, wissen sie nicht: Wurde die Welt verlassen, von einem Virus verwüstet? Die Frauen können sich nicht erinnern, wie sie in den Käfig gelangt sind, haben jegliches Zeitgefühl verloren und nur eine vage Ahnung von ihrem alten Leben. Ihre Aufseher, sechs schweigsame Männer in Uniform, sprechen nicht mit ihnen und berühren sie nur, um sicherzustellen, dass keine von ihnen versucht, sich das Leben zu nehmen. Eines Tages ertönt ein Alarm, und die Wachen verschwinden; die Tür steht offen. Als erste wagt jene vierzigste Gefangene den ersten Schritt, die nichts als das Gefängnis kannte. Doch anders als erhofft, finden die Frauen draußen nicht die Freiheit, sondern eine Welt, die sie nicht wiedererkennen und in der sie lernen müssen, sich gemeinsam zurechtzufinden.

Erscheinungsdatum:14.03.2026

Umfang:224 Seiten

Verlag:Klett-Cotta

Susanne Goga – Die Geister von Beelitz

⭐⭐⭐⭐

Leo Wechsler ermittelt undercover – bedingt spannender historischer Krimi

Ich bin großer Fan von Susanne Goga und von ihrer Leo-Wechsler Reihe um den Kommissar, der im Berlin der 20er Jahre unerschrocken und erfolgreich Mörder zur Strecke bringt, nun schon im zehnten Band.

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Megan Nolan – Kleine Schwächen

⭐⭐⭐⭐

Kleine Schwächen mit großer Wirkung – beeindruckende Geschichte um Verlorene

Schon allein der Aufhänger des Romans, die Ausgangssituation, ist herausfordernd, für die Figuren wie für die Leserin. Ein kleines Mädchen stirbt und ein anderes kleines Mädchen soll sie getötet haben.

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Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy

⭐⭐⭐⭐⭐

Klappentext:

Nach sechzig Jahren in Australien kehrt Helen Cartwright in den kleinen Ort in der Nähe von Oxford zurück, in dem sie geboren wurde. Sie kauft ein kleines Haus mit senfgelber Tür und führt ein zurückgezogenes Leben: Jeder Tag eine Wiederholung des vorherigen, als ob es sogar für den Tod eine Warteschlange gäbe. Doch dann nimmt Helens Leben eine plötzliche Wendung, als ein unerwarteter Gast in Form einer gutmütigen Maus auftaucht. Ihre anfänglichen Versuche, die Maus wieder loszuwerden, führen sie in den Tierhandel, die Bibliothek, den Eisenwarenladen. Während die Maus in der Küchenspüle aus einem kleinen Flaschendeckel trinkt, tritt Helen wieder in Kontakt mit ihren Nachbarn – und begibt sich auf eine unerwartete Reise zurück zu sich selbst. Denn egal, was wir für uns geplant haben: Manchmal hat das Leben seine eigenen Pläne.

Erscheinungsdatum:14.03.2026

Umfang:256 Seiten

Verlag:Klett-Cotta

Mörder bei die Fische von Hedda Anders

⭐⭐⭐

Klappentext:

Eigentlich hat sich Ex-Kommissarin Wencke Dierksen auf ihren Bauernhof im Dörfchen Sorum an der Elbe zurückgezogen, weil sie mit dem Verbrechen nichts mehr zu tun haben wollte. Doch dann wird ausgerechnet der alljährliche Sorumer Angelwettbewerb, die «Aalnacht», zum Tatort – denn dieses Jahr hat der «Aalkönig» nicht den längsten Aal, sondern einen Toten an der Angel!
Das Opfer, der eigenbrötlerische Tierrechtler Peter Hacke, war bekannt dafür, des Öfteren heimlich Ställe und Gatter zu öffnen, um die Tiere der Sorumer Bauern freizulassen. Sannen die Viehbesitzer etwa auf Rache? Auch auf dem Hamburger Fischmarkt hat er sich mit seinen Tierschutz-Aktionen Feinde gemacht, mit Matjes-Klaus hat er sich vor zwei Wochen sogar noch geprügelt. Könnte ein wütender Fischhändler Peter Hacke ermordet haben?
Wencke und ihr Kollege Theo ermitteln im Dorf- und Fischmarktmilieu. Wen hat Peter Hacke mit seinen Aktionen noch verärgert? Und was hat es mit der traditionsreichen «Aalnacht» wirklich auf sich?

Erscheinungsdatum:13.03.2026

Umfang:240 Seiten

Verlag:ROWOHLT Taschenbuch

Andere nennen es Urlaub von Franka Bloom

⭐⭐

Klappentext:

Nie hätte Netti gedacht, dass sie in diesem Sommer das Meer sehen würde. Urlaub war schon lange nicht mehr drin bei all dem Stress und den Geldsorgen. Und dann ist da noch ihr Vater Bruno. Seit er alleine ist, schaut sie fast täglich bei ihm vorbei. Doch nun braucht Netti dringend eine Auszeit, um endlich mal durchzuatmen und ihr eigenes Leben zu ordnen. Deshalb sagt sie auch sofort zu, als sich ihr eine Mitfahrgelegenheit nach Italien bietet. Um den Vater soll sich solange ihre Schwester Ellen kümmern. Ellen hingegen findet: Bruno muss mal raus, warum kann er nicht mit nach Italien? Aber … Urlaub mit Papa? Netti ist wenig begeistert. Doch sie ahnt nicht, welche Überraschungen dieser Sommer noch für sie bereithält

Erscheinungsdatum:13.03.2026

Umfang:384 Seiten

Verlag:ROWOHLT Taschenbuch

Nein sagen von Matthias Brandt

⭐⭐⭐⭐⭐

Klappentext:

Angesichts der neuen Bedrohung der Demokratie durch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit erinnert der Schauspieler Matthias Brandt an den Mut der Widerstandskämpfer und -kämpferinnen gegen das NS-Regime, zu denen auch seine Eltern gehörten.

Matthias Brandt hielt 2025 eine denkwürdige Rede zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee – dem Ort, an dem viele der Beteiligten an dem Attentat gegen Adolf Hitler hingerichtet wurden.

Als Sohn des Emigranten und späteren Bundeskanzlers Willy Brandt und seiner Frau Rut nahm Matthias Brandt die Rede zum Anlass, aus heutiger Sicht über den Mut und die Motive der Verschwörer des 20. Juli und vieler anderer Widerstandskämpfer:innen, zu denen auch die eigenen Eltern gehört hatten, nachzudenken und auch sich selbst über notwendige Konsequenzen aus der Geschichte zu befragen.

Den Ausschlag, sich mit diesem, auf seiner Rede basierenden Buch politisch zu äußern, gaben für Matthias Brandt die bedrohliche Wiederkehr des Rechtsextremismus und die Wahlerfolge der AfD.

Erscheinungsdatum:12.03.2026

Umfang:128 Seiten

Verlag:Kiepenheuer & Witsch

Pina fällt aus von Vera Zischke

Klappentext:

Als Pina mitten auf der Straßenkreuzung zusammenbricht, hat sie nur einen Gedanken: Wer kümmert sich jetzt um Leo? Ihr Sohn ist zwanzig Jahre alt und lebt in seiner eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Morgens verlässt er das Bett erst, wenn eine grüne Blase in seiner Lavalampe aufsteigt. Wenn er Treppen geht, dann in seinem eigenen Rhythmus: immer zwei Schritte vor und einen Schritt zurück. Die übrigen Hausbewohner verstehen den merkwürdigen Jungen nicht. Die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der resignierte Einsiedler Wojtek und die lebensmüde Seniorin Inge haben mit sich selbst schon genug zu tun. Doch jetzt liegt Pina auf der Intensivstation und Leo ist zum ersten Mal allein in der Wohnung. Die Nachbarn sind in Schockstarre. Sie können doch wohl nicht zuständig sein! Aber Leo braucht sie. Und während diese ungewöhnliche Truppe durch einen völlig neuen Alltag stolpert, realisiert jeder Einzelne von ihnen: Sie brauchen Leo auch.

Erscheinungsdatum:26.03.2026

Umfang:304 Seiten

Verlag:List Verlag

Michael Pohl – Unnützes Reisewissen England und Juliane Schader & Jens Bey – Unnützes Reisewissen Deutschland

⭐⭐⭐⭐⭐

Skurril, witzig, absurd – kleine Geschichten rund um Kurioses und Überraschendes

Wie der Klappentext so richtig anmerkt: Das sind Bücher, die eigentlich niemand braucht, die aber jeder haben sollte. Beziehungsweise bei deren Lektüre sicher jeder und jede Spaß hat – mit einer winzigen Einschränkung, dazu später mehr.

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VON DER BACKLIST: Susann Pásztor – Von hier aus weiter

⭐⭐⭐⭐⭐

Warmherziger, Mut machender Roman, nicht nur über Trauerbewältigung

Von dieser sehr begabten Autorin stammt auch der Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“, den ich zwar nicht gelesen, dafür aber als Verfilmung mit der wunderbaren Iris Berben gesehen habe. Und der neue Roman steht dem vorigen in überhaupt nichts nach.

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Alexandra Benedict – Böser, böser Wolf

⭐⭐

Mördergeschichte in Märchenform – ungewöhnlich, aber auch wirr und arg schwülstig

Das war leider so gar nicht meins, dieses Buch. Die bisherigen Romane von Alexandra Benedict hatten Charme, waren von gelungenen Figuren getragen und warteten mit überraschenden Twists auf.

Letzteren hat auch das neue Buch durchaus zu bieten, allerdings auf eine Art und Weise, die mir nicht gefiel. Das spricht ganz und gar nicht gegen den Roman, sondern liegt vorrangig an meinem Geschmack und meinen Genre-Vorlieben.

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Fergus Craig – Betreutes Morden

⭐⭐⭐⭐

Mord im Seniorenheim voller ehemaliger Ermittler und Krimineller – oder beidem …

Seit den gelungenen Romanen von Richard Osman über das Seniorenquartett, das stets die schwierigsten Kriminalfälle löst, ist es wohl modern, Krimis zu schreiben, die in Seniorenheimen spielen und/oder deren Ermittlungen von betagten Protagonisten geführt werden.

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Ursula Poznanski – Das Signal

⭐⭐⭐⭐

Klaustrophobischer Krimi mit gelungenen Twists, wenn auch nicht immer ganz plausibel

Allein die Ausgangssituation dieses Romans ist schon außergewöhnlich und gut ausgedacht: Eine junge Frau hat bei einem Unfall ein Bein verloren und ist nun vorerst auf Hilfe angewiesen, auf die Unterstützung ihres Ehemannes insbesondere.

Doch ist er ihr wirklich eine Hilfe oder hat er nicht vielmehr dunkle, böse Absichten? Das ist das Setting, die Situation in welcher sich die Protagonistin Viola befindet.

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Liz Moore – Der andere Arthur

⭐⭐⭐⭐

Figurengetragener Roman  um zwei ganz unterschiedliche Männer – interessant, aber auch mit Längen

Wie so oft veröffentlicht ein Verlag nach dem großen Erfolg eines Autors, einer Autorin eines ihrer weiteren Werke, wie so oft handelt es sich dabei um einen früher verfassten Roman. Was man durchaus an Stil, Struktur und Plot merken kann.

Damit soll nicht gesagt werden, dass mir der neu erschienene Roman von Liz Moore weniger gefiel als ihr Erfolg „Der Gott des Waldes“. Dieses Buch ist so ganz anders, im Aufbau wie auch im Hinblick auf Handlung und Figuren, dass man die beiden Romane im Grunde nicht vergleichen kann.

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Tiffany Crum – This Story might save your life

⭐⭐⭐⭐

Eher Liebesroman als Thriller – entsagende Liebe gegenüber besitzergreifender Liebe

Die im Untertitel dieses Romans genannten Fragen „Ist er ihr bester Freund? Oder ihr Mörder?“ haben sich mir während der Lektüre nie gestellt. Die damit wenig subtil angefacht werdende Spannung allerdings trat auch nicht ein.

Dabei war die Geschichte, auch wenn sie ungemein verworren und oft unverständlich erzählt wird, durchaus fesselnd. Es waren vor allem die Figuren, die der Autorin gut gelungen sind.

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Kathy Biggs – Wie Schiffe auf stürmischer See

⭐⭐⭐⭐⭐

Tränenreicher und kitschiger, aber spannender Schmöker um eine traumatisierte Familie

Auch wenn in diesem Roman strömeweise die Tränen fließen, auch wenn mir die Protagonistin irgendwann ziemlich auf die Nerven geht wegen ihrer weinerlichen, panischen Art, so habe ich dieses Buch dennoch verschlungen. Denn es ist ein rechter Schmöker, der ziemlich geschickt Spannung aufbaut.

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Richard Hooton – Der Tag, an dem Barbara starb

⭐⭐

Demente Greisin und ihr Enkel auf Mörderjagd – unglaubwürdig, zäh, dröge

Um zu verstehen, warum es dieser Roman von Anfang an schwer bei mir hatte, muss man wissen, dass ich Geschichten, die in Du-Form geschrieben sind, grundsätzlich überhaupt nicht mag. Wenn die Ich-Erzählerin, wie in diesem Buch, stets ihren längst verstorbenen Ehemann anspricht und ihm ständig Fragen stellt und ähnliches, dann nervt mich das von Anfang an. Das wirkt aufgesetzt, unglaubwürdig und stört im Lesefluss.

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Susanne Goga – Die wilden Jahre

⭐⭐⭐

Nicht wirklich fesselnde Schmonzette mit wenig überzeugender Protagonistin

Die Autorin Susanne Goga ist bekannt für ihre immer starken und überzeugenden historischen Kriminalromane aus dem Berlin der Zwanziger Jahre, mit dem beeindruckenden Ermittler Leo Wechsler. Doch sie schreibt auch historische Romane, die weniger spannend, weniger hintergründig, aber immer auch packend und interessant sind, gerne mit Frauenfiguren im Vordergrund.

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Andrea Lammert & Eckart Schuster – Das wilde Europa

⭐⭐⭐⭐⭐

Beeindruckender Bildband über die Naturschutzgebiete Europas

Dass es in Europa über 300 Nationalparks gibt, war mir bisher nicht bekannt. Wie wichtig diese Schutzgebiete für die Natur, die Fauna und Flora und nicht zuletzt uns Menschen sind, das allerdings sollte inzwischen uns allen bekannt sein.

Dieser wunderbare, großformatige Bildband stellt nun mehr als 100 dieser Nationalparks und Naturschutzgebiete vor, mit beindruckenden Aufnahmen, Angaben zur Lage und Größe und einem kurzen informativen Text.

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Logbuch – Der Wochenplaner von Katapult

⭐⭐⭐⭐

Praktischer Kalender voller guter Ideen

Als Autorin ist es vermutlich völlig normal, dass man Notizbücher jedweder Art liebt und gerne auch sammelt – viel mehr, als man jemals mit Notizen füllen könnte. Und Kalender sind schließlich auch nur eine andere Art von Notizbuch.

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Graham Norton – Eine wie Frankie

⭐⭐⭐⭐

Mehr oder weniger fesselnde Lebensgeschichte einer Frau von den 50er Jahren bis heute

Graham Norton, dessen Roman „Ein Ort für immer“ mich begeistert hatte dank seiner Vielschichtigkeit, seiner Spannung und seinem subtilen Humor, erzählt im neuen Buch von der Irin Frances, deren Leben viele Höhen und Tiefen durchläuft.

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Lutz van der Horst – Konfettiblues

⭐⭐

Ein Roman, den man nicht gelesen haben muss

Wenn jemand, der bereits populär und bekannt ist, ein Buch schreibt, verkauft es sich meist wie von selbst. Da ist es eher zweitrangig, ob der Roman gut geschrieben ist und die Handlung interessant.

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