Stefan Barz: Spiel des Bösen

Spannung für einen entspannten Sonntagnachmittag. So könnte man dieses Buch von Stefan Barz untertiteln.
Stefan Barz erzählt in flottem, dem Thema durchaus angemessenen Tempo von mysteriösen Todesfällen in der Eifel. Es gibt keine Motive, keine wirklich Verdächtigen und zunächst auch keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen den drei Morden. Dann allerdings entdecken die beiden Kommissare Grimberg und Wagner durch Zufall drei Entführungsfälle. Kinder sind verschwunden ohne dass die jeweiligen Eltern sich bei der Polizei gemeldet hätten. Relativ schnell erkennt die Leserin, auch aufgrund der eingeschobenen Szenen aus der Perspektive des Täters, die Verbindung.

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Anika Decker: Wir von der anderen Seite

Anika Decker ist Drehbuchautorin, ihre bekanntesten Filme sind Keinohrhasen und Zweiohrküken. Dieses Buch ist ihr Debüt als Romanautorin.
Obwohl der Roman eine fiktive Protagonistin hat, schildert Anika Decker ihr eigenes Erleben. Vor etwa zehn Jahren erkrankte sie schwer an einer Blutvergiftung mit komplettem Organversagen. Das Buch beschreibt den Krankheits- und Genesungsverlauf, beginnend mit ihrem Erwachen aus einem tagelangen Koma. Die Protagonistin Rahel durchläuft die verschiedenen Stadien der Behandlung von der Intensivstation zur Spezialklinik bis zur Reha. Dabei wird mit entwaffnender Offenheit von allen Aspekten einer solch schweren Erkrankung erzählt, auch von den „ekligen“. Neben der Krankheit wird auch die Beziehung Rahels zu ihrem Freund Olli bis aufs Kleinste seziert.

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Johanna Holmström: Die Frauen von Själö

Dies ist kein Buch für sonnige fröhliche Tage. Dies ist ein Buch, das man im November lesen sollte. Denn die Stimmug, die es auslöst, ist grau, duster. Man möchte sich in sich selbst zurückziehen.
Johanna Holmström erzählt die Geschhichte von drei Frauen über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren.

Kristina, die ihre beiden Kinder ertränkte, wird statt ins Zuchthaus in die Irrenanstalt auf der Insel Själö gesteckt. Es ist das Jahr 1891 und wir können uns vermutlich alle vorstellen, wie zu dieser Zeit mit Insassen von Irrenanstalten, zumal weiblichen, umgegangen wurde, welche Behandlungsmethoden angewandt wurden. Die sogenannte „Isolierung“ ist nur eine davon. Ziel und Zweck konnte es nur sein, die Frauen zu brechen.

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Mechtild Borrmann: Grenzgänger

Ein verstörendes Buch. Eine beklemmende Geschichte. Mechtild Borrmann erzählt im Nachwort, dass sie auf Flohmärkten gezielt Fotoalben kauft und beim Durchblättern und Studieren der alten Aufnahmen den Anstoß zu ihren Büchern bekommt. Darauf folgt dann, das ist ihren meist historischen Themen geschuldet, eine intensive Recherche. Und die merkt man dem Buch an.

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Axel Hollmann / Marcus Johanus: Romane schreiben und veröffentlichen für Dummies

Ein typisches Dummies-Buch, mit all den bekannten Strukturen, den Symbolen, den Cartoons, dem Aufbau. Es ist ein für Anfänger sehr gut geeignetes und geschriebenes Nachschlagewerk, deckt es doch all die Bereiche ab, die einen angehenden Autor interessieren mögen. Axel Hollmann und Marcus Johanus sind bekannt durch ihren Kanal „Die Schreib-Dilettanten“, ein sehr unterhaltsames Programm für mehr oder weniger professionelle Schriftsteller. Beide sind dazu selbst Autoren, von Thrillern bzw. Fantasy-Romanen. Sie wissen also, wovon sie reden

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