Anja Baumheier – Die Erfindung der Sprache

Rezension, veröffentlicht am 21. April 2021 in der Kategorie Roman

Von einer Heldenreise der besonderen Art, mit einem überaus liebenswerten Helden, erzählt uns die Autorin in diesem wundervollen Roman.

Dr. Adam Riese, seines Zeichens Sprachwissenschaftler, spricht wenig und wenn, dann am liebsten mit seiner elektronischen Sprachassistentin. Seine Lieblingszahl ist die Sieben, er liebt Listen mit exakt sieben Punkten und sein Äußeres straft seinen Nachnamen Lügen. Aufgewachsen ist Adam auf einer winzigen ostfriesischen Insel, umsorgt von nahezu allen Bewohnern des Eilands, abgöttisch geliebt von seiner Mutter Oda, seinem Vater Hubert und seinen Großeltern, Leska und Ubbo.

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Kathrin Heinrichs u. Walter Wehner (Hg.) – Im Mordfall Iserlohn

Rezension, veröffentlicht am 19. April 2021 in der Kategorie Kurzprosa

Wieder einmal erscheint ein Band mit Kurzkrimis zur jährlichen Criminale, die diesmal in Iserlohn stattfand – oder vielmehr stattfinden sollte. Die beiden Herausgeber haben hier zwanzig absolut unterhaltsame und vor allem abwechslungsreiche Kriminalgeschichten versammelt. Vertreten sind mit Jutta Profjit, Uli Aechnter, Elke Pistor, Peter Gerdes oder Carsten Sebastian Henn, Brigitte Glaser, Sandra Lüpkes wieder viele bekannte und nicht ganz so bekannte Autorinnen und Autoren.

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Domenico Dara – Der Zirkus von Girifalco

Rezension, veröffentlicht am 17. April 2021 in der Kategorie Roman

Ein Buch voll überbordender Fantasie mit einem Panoptikum an skurrilen Figuren – so kann man den Roman von Domenico Dara zusammenfassen. Seinen Vorgänger „Der Postbote von Girifalco“ habe ich leider verpasst.
In der Kleinstadt Girifalco in Süditalien treffen wir auf Menschen voller Wünsche und Träume, sanfte Gemüter, rachsüchtige Geister, selbstverliebte Galane, Verzweifelte, Suchende.

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Ciara Geraghty – Das Leben ist zu kurz für irgendwann

Rezension, veröffentlicht am 16. April 2021 in der Kategorie Roman

Was kann man Besseres über einen Roman sagen, als dass man ihn innerhalb weniger Stunden verschlungen hat. Genau so erging es mir mit diesem wunderbaren Buch: nachdem ich die erste Seite gelesen hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Der Roman ist herzerwärmend wie eine liebevolle Umarmung, wie ein weiche Kuscheldecke und eine schnurrende Katze auf dem Schoß.

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Rainer Moritz – Als wär das Leben so

Rezension, veröffentlicht am 14. April 2021 in der Kategorie Roman

Eine ungewöhnliche Frau ist die Protagonistin dieses Romans. Lisa weiß schon als Kind, wie sie sich ihre Freiräume verschafft. Sie hat ihren eigenen Kopf und geht ihre eigenen Wege, schwimmt gegen den Strom und lässt sich nicht beirren. Wenn sie unschlüssig ist, hält sie inne, probiert Dinge aus und ändert ihre Richtung, ohne über verpasste Chancen oder vertane Zeit zu klagen.

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Jemma Wayne – Der silberne Elefant

Rezension, veröffentlicht am 12. April 2021 in der Kategorie Roman

Um drei ganz unterschiedliche Frauen geht es in diesem Debütroman, der bereits einige Auszeichnungen erhalten hat. Emilienne, oder Emily, wie sie sich jetzt nennt, hat unfassbare Grausamkeiten während des Genozids in Ruanda überlebt. Vera leidet unter der vermeintlichen Schuld, die sie auf sich geladen zu haben glaubt. Und Lynn, Mitte 50 und schwer krank, hadert mit ihrem Leben, mit den verpassten Chancen.

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Gabriele Rico – Garantiert kreativ schreiben lernen

Rezension, veröffentlicht am 10. April 2021 in der Kategorie Ratgeber Sachbuch

Mit diesem Buch möchte ich alle Schreibenden dazu anregen, ihren kreativen Fähigkeiten zu vertrauen und ihr natürliches Ausdrucksvermögen zu entfalten.“ (S. 7)

So lautet der erste Satz des Buchs der bekannten amerikanischen Autorin. Gabriele Rico (1937 – 2013)  geht in ihrem Ratgeber für kreatives Schreiben einen ganz anderen Weg als ihre Kolleg:innen. Und hat damit eine neue Herangehensweise entwickelt: die Assoziative Methode. Ganz nebenbei prägte sie auch einen Begriff: das Clustering oder Clustern.

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Susanne Schmidt – Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei: Eine Berliner Busfahrerin erzählt

Rezension, veröffentlicht am 9. April 2021 in der Kategorie Sachbuch

Sind wir doch mal ehrlich: Wer achtet im täglichen Berufsverkehr, bei Stress und Hektik im Alltag, auf die Fahrer und Fahrerinnen im Öffentlichen Nahverkehr? Nun, ich werde jedenfalls künftig mehr hinschauen, mal ein Lächeln schenken, freundlich grüßen und mich dabei an dieses Buch erinnern.

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Louis-Philippe Dalembert – Die blaue Mauer

Rezension, veröffentlicht am 7. April 2021 in der Kategorie Roman

Es ist ein bekanntes Phänomen, dass Katastrophen oder Gräueltaten großen Ausmaßes für diejenigen, die davon nicht betroffen sind, nur sehr abstrakt bleiben, wenn man die schieren Opferzahlen nennt. Sobald jedoch Einzelschicksale herausgegriffen, individuelle Geschichten erzählt werden, dann sind die Zuhörer, die Leser entsetzt, schockiert, geraten in Wut oder trauern.

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Carole Fives – Kleine Fluchten

Rezension, veröffentlicht am 5. April 2021 in der Kategorie Roman

Es sind tatsächlich kleine, anfangs winzige Fluchten, die sich die Protagonistin des kurzen Romans der französischen Autorin gönnt. Diese junge Frau ist eine alleinerziehende Mutter, ihr Sohn ist gerade einmal zwei Jahre alt. Noch hat sie keinen Krippenplatz für ihn gefunden, sie muss von zu Hause arbeiten, sie ist Graphikerin. Immer wieder verliert sie Aufträge, weil sie des Kindes wegen Termine nicht einhalten kann. Der Kleine ist anstrengend, er verlangt Aufmerksamkeit, Zuwendung. Ständig ruft er nach der Mutter, ruft „Zu mir, zu mir.“

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