Gabriele Rico – Garantiert kreativ schreiben lernen

Mit diesem Buch möchte ich alle Schreibenden dazu anregen, ihren kreativen Fähigkeiten zu vertrauen und ihr natürliches Ausdrucksvermögen zu entfalten.“ (S. 7)

So lautet der erste Satz des Buchs der bekannten amerikanischen Autorin. Gabriele Rico (1937 – 2013)  geht in ihrem Ratgeber für kreatives Schreiben einen ganz anderen Weg als ihre Kolleg:innen. Und hat damit eine neue Herangehensweise entwickelt: die Assoziative Methode. Ganz nebenbei prägte sie auch einen Begriff: das Clustering oder Clustern.

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Was hinter dem Vorhang geschieht

Was machen deine Figuren, wenn sie nicht gerade im Mittelpunkt deiner Handlung stehen? Ihr Leben läuft nämlich trotzdem weiter, auch wenn du davon gerade nicht erzählst.

Du solltest also auch immer die Hintergrundgeschehnisse im Blick behalten.

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Sol Stein – Über das Schreiben

Dieses Buch ist für mich so etwas wie die Bibel des Kreativen Schreibens.

Das amerikanische Original erschien im Jahr 1995. Sol Stein (1926-2019), Drehbuchautor, Dramaturg, Schriftsteller, Lektor, Verleger, Dozent für Kreatives Schreiben – er wusste, wovon er sprach. Sol Stein hat mit weltberühmten Autoren und Regisseuren, wie Thornton Wilder oder Elia Kazan, zusammengearbeitet. Und er kann die Materie so vermitteln, dass man das Buch wie einen spannenden Krimi nicht mehr aus der Hand legen mag, bis man die letzte Seite erreicht hat.

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Mach es mit Gefühl

Wenn du auf einem Feldweg spazieren gehst, lässt du dann Augen, Ohren und Nase zu Hause?

Ich glaube nicht. Ich glaube, du siehst das Grün des frischen Grases, den Reiher zwischen den Ackerfurchen oder das Flugzeug am Himmel Ich behaupte, du hörst das Brummen dieses Flugzeugs, das Rattern des Mähdreschers oder das Zwitschern der Spatzen. Und ich bin mir sicher, du riechst die Gülle, die der Bauer gerade ausbringt, den Rauch, der aus dem Kamin des Bauernhauses kommt oder die Abgase des Traktors.

Richtig?

Warum sieht, hört und riecht dann deine Figur nichts?

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Otto Kruse – Storytelling – Kunst und Technik des Erzählens
Ein Trainingsprogramm für Kreatives Schreiben

Wenn Verkaufszahlen etwas über die Qualität eines Buchs sagen, dann bestätigen sie jedenfalls meine Meinung. Otto Kruses Buch über das Erzählen ist auf dem 3. Rang der verlagsinternen Bestsellerliste des Autorenhaus Verlags. Auf Platz 2 liegt „Garantiert kreativ schreiben lernen“ von Gabriele Rico (Rezension demnächst hier) und auf Platz 1, was niemanden wundern dürfte, „Rette die Katze!“ von Blake Snyder (meine Rezension dazu findest du hier).

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Ein Trainingsprogramm für Kreatives Schreiben

Stephan Waldscheidt – Erzählperspektiven – auktorial, personal, multiperspektivisch

Je tiefer Sie als Autor in der Perspektive drin sind, desto relevanter wird das, was Sie schreiben, desto klarer entstehen Bilder im Kopf Ihrer Leser, desto intensiver lassen Sie die Leser fühlen.“ (S. 9)

Wer schreibt, egal ob Roman oder Erzählung, ob Liebesgeschichte oder Krimi, der muss wissen, wer erzählt (Erzähler), wie wird erzählt (Stimme) und aus welchem Blickwinkel wird erzählt (Perspektive). Nur wenn all diese drei Aspekte harmonieren, wenn Autor:innen hier die richtigen Entscheidungen treffen, dann gelingt ein Roman, eine Geschichte. Und es handelt sich um echte Entscheidungen, hier darf man nichts dem Zufall überlassen, sich nicht treiben lassen. Dabei aber trotzdem auf das Bauchgefühl hören. Damit das Gefühl sich aber melden kann, muss man die verschiedenen Perspektiven, verschiedene Stimmen ausprobieren, damit experimentieren.

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Mein Schreibjahr 2020

Erst im Rückblick erschließt sich manches. So auch, dass mein Schreibjahr derart erfolgreich war: 12 Kurzgeschichten aus meiner Feder plus eine Gemeinschaftsarbeit meiner Autorengruppe wurden in diesem Jahr veröffentlicht:

Der Hut

Gaukler sind in der Stadt

Im Café

Sie müssen das verstehen

Deswegen. Oder trotzdem?

Benedict und die Frauen (Gemeinschaftsarbeit der SiebenSchreiber)

Irgendwann ist jetzt

In tiefster Ergriffenheit

Revolte oder was?

Kanonenfutter

ZurückSpiegeln

Zwischen zwei Gefühlen

Wie viele Zinken hat ein Kamm?

Das macht mich natürlich unglaublich stolz und gibt mir einen wahnsinnigen Motivationsschub für 2021. Ich freu mich auf die vielen Wörter, die ich hoffentlich im neuen Jahr schreiben werde.

Allen Schreibfreudigen und Lesewütigen ein ganz tolles, kreatives, erfolgreiches, glückliches und gesundes Jahr 2021!!! Wir lesen uns.

Louise Doughty – Ein Roman in einem Jahr: Eine Anleitung in 52 Kapiteln

Entstanden ist dieses Buch aus einer wöchentlichen Kolumne, die Louise Doughty im Daily Telegraph veröffentlichte. Hier führte sie Schritt für Schritt durch das Entstehen eines Romans.

Dabei beschränkt sie sich nicht auf die üblichen technischen Anleitungen hinsichtlich Plot, Dialogen oder Figuren. Ihr geht es vielmehr darum, Menschen, die gerne schreiben möchten, die einen ganzen Roman verfassen möchten, auf den Weg zu bringen. Sie lässt dabei beispielsweise auch die „Schrecknisse“ nicht unerwähnt. So zitiert sie den australischen Autor Elliot Perlmann, der auf die Frage, welchen Rat er jemanden geben würde, der einen Roman schreiben wolle, erwidert: „Überleg dir, was du zu opfern bereit bist.“ (S. 10).

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Blake Snyder – Rette die Katze! Das ultimative Buch übers Drehbuchschreiben

Die Gesetze des Blake Snyder! Wer braucht noch etwas anderes, um schreiben zu können. Nachdem ich dieses ultimative Buch nun endlich gelesen habe, verstehe ich, warum all die anderen Autoren und Autorinnen von Ratgebern über das Kreative Schreiben aus dem Buch von Blake Snyder zitieren und jedem und jeder raten, sich an seine „Gesetze“ zu halten.

Das Buch ist im Original 2005 erschienen und wurde in diesem Jahr vom Verlag in neuer Ausgabe herausgebracht. Blake Snyder, der bereits 2009 verstarb, ist ein in den USA bekannter Drehbuchautor, der hier all seine Tricks offenbart und das auf unnachahmliche Weise. Sein Stil ist so munter, humorvoll, selbstironisch und flott, dass man das Buch nicht aus der Hand legen mag. Und das ist für einen Ratgeber ja doch eher ungewöhnlich.

Dabei ist unbedingt festzuhalten und zu unterstreichen, dass all seine Tipps und Anregungen eins zu eins übertragbar sind auf das Schreiben von Romanen und Geschichten. Diese Tricks funktionieren nicht nur bei Drehbüchern. Natürlich hat man manches oder vieles auch schon anderswo gelesen – und ich habe wirklich viele Ratgeber übers Schreiben gelesen – aber noch nie fand ich alles so klar und leicht verständlich, so nachvollziehbar und nachahmbar, so herrlich frisch und locker formuliert.

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Roberta Allen – Short Shortstorys schreiben

Ein sehr empfehlenswerter Ratgeber für Kreatives Schreiben, nicht nur für Anfänger hält das Buch von Roberta Allen viele interessante Anregungen und Tipps parat.

Die Autorin, die an der New York School for Social Research und bei The Writer’s Voice als Dozentin lehrt, greift viele Beispiele berühmter Kurz- und Kürzestgeschichten auf, um zu zeigen, dass es nicht immer Romane oder längere Erzählungen sein müssen. Und sie bringt außerdem Beispiele aus ihrer Lehrtätigkeit, Texte ihrer Schüler und Schülerinnen, mit denen sie ausgiebig ihre Methoden geübt hat.

Roberta Allen beginnt mit einer Einführung in das Thema Kurzgeschichte, schildert die Vielfalt dieser Gattung und erläutert dann deren Bestandteile. Diese sind im Grunde die gleichen wie die, die ein Autor zum Verfassen eines Romans anwendet, dennoch muss bei einer Kurzgeschichte auf bestimmte Eigenarten geachtet werden. Und dann zeigt sie die Unterschiede der verschiedenen Arten von Kurzgeschichten, wie beispielsweise die Geschichte, die ein Einzelereignis erzählt. Eine andere Art von Geschichte ist diejenige, in der die Zeit verdichtet ist oder die, in der eine Gemütsverfassung geschildert wird.

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